Der Weltgebetstag verbindet Frauen aus verschiedenen Kirchen, Kulturen und Traditionen aus aller Welt. Einmal im Jahr treffen sich die Frauen, um gemeinsam einen Gottesdienst zu feiern: Jeden ersten Freitag im März feiern sie in mehr als 170 Ländern einen Ökumenischen Weltgebetstag, dessen Liturgie jedes Jahr von Frauen aus einem anderen Land vorbereitet wird.

Mit dem Weltgebetstag wollen die Frauen ein Zeichen der Hoffnung setzen, sich für Frieden und Verständigung einsetzen und gegen Ungerechtigkeit und Gewalt ankämpfen. Mit den Spendengeldern, die bei der Kollekte gesammelt werden, werden Frauenprojekte in aller Welt unterstützt – als Zeichen der Verbundenheit.

Woher kommt das Logo des Weltgebetstags?

Das Symbol für den Weltgebetstag wurde von irischen Frauen entwickelt und 1982 als internationales Logo übernommen. Das Logo des Weltgebetstags besteht aus vier Pfeilen, die von den vier Himmelsrichtungen ausgehen, und symbolisiert Frauen, die zum Beten und Feiern zusammenkommen. Sie werden durch einen Kreis miteinander verbunden.

Wer hat den Weltgebetstag ins Leben gerufen?

Der Weltgebetstag der Frauen hat seinen Ursprung 1887 in den USA, als Mary Ellen Fairchild James aus Brooklyn, New York, zu einem Tag des Gebets für die Inlandsmissionen aufrief. Später organisierten methodistische Frauen eine Woche des Gebets für die Auslandsmissionen.

Was passiert am Weltgebetstag?

Am Weltgebetstag treffen sich die Frauen in der Kirche, um gemeinsam einen Gottesdienst zu feiern. Die Liturgie für den Gottesdienst haben Frauen aus dem Themenland vorbereitet. Gemeinsam wird gesungen, gebetet und gefeiert.

Viele Gemeinden verbinden den Weltgebetstag mit einem Rahmenprogramm: Sie laden zu Informationsveranstaltungen und Vorbereitungstreffen ein, bieten Fortbildungen oder organisieren ein Frauenfrühstück.

In welchen Ländern wird der Weltgebetstag gefeiert?

Die Liste der Länder, die mit dem Weltgebetstag thematisiert wurden, ist lang. Hier die geplanten und die vergangenen Weltgebetstage:

  • 2031: Jamaika
  • 2030: Nepal
  • 2029: Italien
  • 2028: Costa Rica
  • 2027: Internationales Weltgebetstagskomitee
  • 2026: Nigeria
  • 2025: Cook Inseln
  • 2024: Palästina
  • 2023: Taiwan
  • 2022: England, Wales, Nordirland
  • 2021: Vanuatu

Wann wird der Weltgebetstag gefeiert?

Der Weltgebetstag wird jährlich am ersten Freitag im März gefeiert. Im Jahr 2025 war es Freitag, der 7. März, 2026 ist es Freitag, 6. März.

Weltgebetstag

In mehr als 120 Ländern organisieren und gestalten Frauen jedes Jahr den Weltgebetstag am ersten Freitag im März. Die vor fast 140 Jahren in den USA entstandene Glaubensinitiative gilt heute als größte Basisbewegung von Christinnen. Jedes Jahr wird die Lebenssituation von Frauen eines bestimmten Landes oder einer Region ins Zentrum gestellt: 2024 war das Thema Palästina, 2025 die Cookinseln im Südpazifik. Sein deutschsprachiger Titel lautete: "wunderbar geschaffen!"

Im Jahr 1927 wurde erstmalig international ein Weltgebetstag von christlichen Frauen unterschiedlicher Konfessionen gefeiert. Die Frauen wollen seitdem Zeichen für Frieden und Versöhnung setzen sowie für die Gleichberechtigung von Frauen in Kirche und Gesellschaft kämpfen. "Als eine der ersten engagierten sie sich für Umweltschutz. Unerschrocken traten sie gegen Rassismus und Intoleranz ein", erläutert das deutsche Weltgebetstags-Komitee mit Sitz in Stein bei Nürnberg.

In vielen Gemeinden Deutschlands gilt der Weltgebetstag als die lebendigste, langjährigste und oft auch einzige ökumenische Initiative. Dabei stehen spirituelle, religiöse und gesellschaftliche Fragen sowie das politische Engagement für Frauenrechte im Vordergrund. Das Ökumene-Event findet oft in Kooperation mit Frauen-Netzwerken, Eine-Welt-Läden, Kinos oder Buchläden statt.

Der Weltgebetstag wurde von christlichen Frauen gegründet, aber inzwischen feiern auch Männer mit. Christlicher Glaube, Gebet und das aktive Handeln für eine gerechte Welt gehören nach Angaben der Organisatorinnen beim Weltgebetstag untrennbar zusammen. Sichtbares Zeichen dafür sind etwa die Kollekten aus den Gottesdiensten. Mit dem Erlös werden Projekte in aller Welt unterstützt.

1887 versammelten sich Christinnen erstmals zu einem Frauengebetstag in den USA. Ein erster ökumenischer Weltgebetstag in Deutschland fand 1947 im Berlin der Nachkriegszeit statt. Seit Anfang der 1960er-Jahre engagieren sich auch römisch-katholische Frauen vermehrt in der Bewegung. 1968 wurde in Schweden ein Internationales Weltgebetstagskomitee gegründet. Seit 1970 treffen sich Frauen aus allen Regionen der Welt in der Regel alle vier Jahre, um die zukünftigen Länder und Bibelstellen auszuwählen.

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