Seelsorge
Forschende haben untersucht, wie viele Deutsche sich bei Problemen an Pfarrer*innen wenden. Das Ergebnis zeigt: Es sind nicht mehr sehr viele. Bei einer bestimmten Gruppe allerdings liegt der Anteil deutlich höher als im Durchschnitt.
Ein Pfarrer mit einem Kruzifix
Ein Pfarrer mit einem Kruzifix. (Symbolbild)

Für Pfarrer*innen ist Seelsorge eine wichtige Aufgabe. Doch glaubt man einer Untersuchung von Insa im Auftrag der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA, so wenden sich immer weniger Deutsche bei Problemen an die Geistlichen. Allerdings gibt es eine gesellschaftliche Gruppe, bei der der Anteil signifikant höher liegt.

Sechs Prozent der Deutschen wenden sich bei Problemen an Pfarrer*innen

  • Insgesamt suchen laut der Untersuchung sechs Prozent der Deutschen bei ernsthaften Problemen den Rat von Pfarrer*innen.
  • Bei Katholik*innen sind es neun Prozent, bei Protestant*innen fünf
  • Aber: Selbst bei Konfessionslosen suchen immerhin noch drei Prozent in der Not Hilfe bei Pfarrer*innen. Und unter den Anhänger*innen von Freikirchen sind es satte 21 Prozent

Der Rest der Gesellschaft geht mit seelischen Problemen um wie folgt: 78 Prozent der Befragten gaben an, sie sprächen bei Problemen nicht mit Seelsorger*innen.  Neun Prozent antworteten mit "Weiß nicht", sieben Prozent machten gar keine Angabe. Für die Umfrage wurden 2.126 erwachsene Bürger*innen Anfang Oktober befragt. 

Jüngere vertrauen Pfarrer*innen öfter

Leichte Unterschiede gibt es für Ost- und Westdeutschland. So vertrauen sich bei seelischer Not nur vier Prozent der Ostdeutschen Pfarrer*innen an, im Westen sind es sieben. 

Ein bisschen Hoffnung macht ein weiterer Unterschied: Jüngere Menschen suchen öfter Hilfe bei Geistlichen (sieben Prozent der 18- bis 29-Jährigen) als ältere (fünf Prozent der über 60-Jährigen).

Auch nach ihren Parteipräferenzen wurden die Menschen befragt. Das wiederum ergab, dass die Anhänger*innen von CDU und CSU am häufigsten den Rat von Pfarrer*innen suchen (neun Prozent), die der AfD sowie der Grünen dagegen am seltensten (jeweils fünf Prozent).  Dazwischen finden sich die Wähler*innen der FDP (acht Prozent), der Linken (sieben Prozent) und der SPD (sechs Prozent).

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