20.11.2019
Kirchenmusik

25 Jahre Evangelisches Gesangbuch: die Entstehungsgeschichte eines Bestsellers

Am 1. Advent 1994 wurde das Evangelische Gesangbuch in Bayern, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern eingeführt. Was für den Protestanten lieb und teuer und "völlig normal" ist, hat natürlich eine Vorgeschichte, die manche der an der Entstehung Beteiligten fesselnd fanden, während andere sich an endlose Diskussionen über den Inhalt der 1624 Seiten erinnern. Eines eint die Väter und Mütter des EG: es hat in ihrem Leben seine Spuren hinterlassen – und die wirken bis heute noch fort.
Christoph Reinhold Morath
"Ein Krimi": Christoph Reinhold Morath hat als Referent der bayerischen Kerngruppe des Landeskirchenamts an der Entstehung des Gesangbuchs mitgewirkt. Noch heute beschäftigen den Pfarrer und Kirchenmusiker die damaligen Zeiten.

"Dick und bunt" – so betitelte das Sonntagsblatt damals das EG nach dessen Erscheinen. Ein flapsiger Spruch, der jedoch einen unverkrampften ersten Eindruck widerspiegelt: Man hält einen dunkelblauen Brocken eines Buchs in den Händen, auf dem Felder in Lila, Gelb und Türkis ein Kreuz symbolisieren sollen. Daneben der Titel "Evangelisches Gesangbuch" mit dem Verweis "für Gottesdienst, Gebet, Glaube und Leben". Damit ist das Wesentliche bereits gesagt. Und gerade der Untertitel ist wörtlich zu nehmen.

"Gesangbücher waren und sind als Fundament und Instrument der Frömmigkeit Marksteine in der Geschichte. Als Begleiter für die Gemeinde, Gruppe, Familie und den einzelnen Christen im täglichen Leben ist es gültig", erklärt Christoph Reinhold Morath. Der Pfarrer und Kirchenmusiker war damals als zuständiger Referent der bayerischen Kerngruppe vom Landeskirchenamt entsandt worden, um im Grundfragenausschuss unter Vorsitz von Joachim Track, Professor für Systematische Theologie, sowie dem musikalischen und dem liturgischen Ausschuss der EKD an der inhaltlichen Gestaltung des Gesangbuchs auf vielen verschiedenen Ebenen mitzuarbeiten.

"Wir haben viel bewegt, und die Kirchenobersten haben sich bewegen lassen", erinnert sich der 66-Jährige, der sich für die nahende Pension bereits ein Großprojekt an die Pinnwand geheftet hat, mit dem er diese Zeiten aufarbeiten will: Rund .5500 Seiten in 120 Ordnern mit Sitzungsprotokollen, Vorlagen oder Entwürfen warten derzeit auf Auswertung, die dann in ein Buch münden sollen. Lesestoff nur für Eingefleischte? "Keinesfalls. Es wird ein Krimi werden", meint Morath. Zwar ohne Mord und Totschlag, aber mit vielen spannenden Wendungen und hautnah erlebten, tief menschlichen Grabenkämpfen und Überraschungen. Morath erinnert sich an die vielen Fallstricke, die auf dem Weg zum gemeinsamen EG überall lauerten.

Ein Teil deutsch-deutscher Geschichte

Da waren heiße Diskussionen an der Tagesordnung, beispielsweise im jüdisch-christlichen Dialog. Im Lied-Klassiker "Lobe den Herren" wollte die Fraktion EKD die Passage "Abrahams Samen" im fünften Vers in "Verheißung bekamen" abändern. Sehr zum Unmut der jüdischen Vertreter, die ihren "Urvater nicht streichen lassen" wollten.

Es gab historische Begegnungen während der ersten Jahre der langen Entstehungsphase des EG, die noch in die "Wendezeit" zwischen 1989 und 1990 fielen: Klaus Gysi, dessen Sohn Gregor später letzter Vorsitzender der SED werden sollte und heute zu den prominentesten linken Politikern des vereinten Deutschlands zählt, war damals noch Staatssekretär für Kirchenfragen in der DDR und wurde von Morath häufig konsultiert. "Ich werde nie vergessen, wie ich mit den Kollegen der Ost-Kirchen gemeinsam durch das Brandenburger Tor schritt", meint Morath. Das EG ist also auch ein Teil deutsch-deutscher Geschichte.

Auf alle Fälle aber eines, das einmalig in der Historie der Gesangbuchgeschichte ist. Ein EKD-weiter Stammteil mit 535 Liednummern trifft auf einen jeweils unterschiedlichen Regionalteil. Der Bibel wurde in über 60 Versen breiter Raum gegeben, Texte aus Literatur, Wissenschaft und Spiritualität fanden ebenso ihren Einzug. Ingeborg Bachmann oder Johannes Kepler in einem evangelischen Gesangbuch? So etwas hatte es vorher noch nicht gegeben. Dazu ausgewählte Bilder und Grafiken und etwa 100 ökumenische Lieder, die auch im Gotteslob stehen.

1994: Jutta Hollick mit einem Teil des Herausgeberteams in der Druckerei Klambt in Speyer
Jutta Hollick, Leiterin der Herstellung des EG im Evangelischen Presseverband, 1994 mit einem Teil des Herausgeberteams in der Druckerei Klambt in Speyer, wo die ersten Bogen vom Band liefen.

"Das EG ist das komplizierteste Buch für Laien überhaupt", hatten die für das Layout Verantwortlichen der Münchener Agentur Keysselitz befunden, die das für damalige Verhältnisse bahnbrechende Erscheinungsbild ersannen, das heute noch frisch wirkt. Was auch unter dem Gesichtspunkt der Vermarktung wichtig war: Schließlich waren vom Vorgänger, dem bayerischen EKG, zwischen 1957 und 1992 etwa 2,7 Millionen Stück verkauft worden. Keysselitz hatte das kommunikative Gesamtkonzept, das im Landeskirchenrat zwischen Herbst 1991 und Mai 1992 ersonnen worden war und dann im Hause des Evangelischen Presseverbands umgesetzt wurde, jedenfalls in den Augen Moraths hervorragend umgesetzt: Gestützt vom Gedanken einer "corporate identity" sollte evangelische Identität durch das gedankliche, intentionale und organisatorische Leitsystem vermittelt werden.

Als das neue Gesangbuch entstand, gingen die Landeskirchen in Bayern, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen einen eigenen Weg bei der Gestaltung. Hans Peetz, heute Vorsitzender des Vereins Markgrafenkirchen in Bayreuth und damals als theologischer Planungsreferent in der Landeskirche mit dabei, findet diesen Weg auch heute noch sinnvoll. "Es war ein großer Wurf, auch in gestalterischer Hinsicht. Die Farbgebung ist immer noch modern, weil zeitlos", erklärt Peetz. Die württembergische Landeskirche habe dann auch gleich nachgezogen.

Wie die Jungfrau zum Kinde: Hans Peetz

Als Vorsitzender einer Art "gemischten Ausschusses", in dem unter anderem Pfarrer Herbert Lindner, Reinhold Morath und der spätere Landesbischof Herrmann von Loewenich saßen, erinnert sich Peetz noch gerne an die positive Zusammenarbeit im Gremium, das die Pluralität der Kirche abgebildet habe. "Jeder konnte seine Anliegen vorbringen, die Zusammenarbeit lief konstruktiv", so Peetz.

Wie die berühmte Jungfrau zum Kinde sei er damals als gerade 40-Jähriger zum Job des Planungsreferenten gekommen. "Natürlich habe ich nicht alles alleine gemacht, aber mir fiel schnell die Aufgabe zu, den Überblick zu bewahren", sagt Peetz. Die Liebe zur Literatur habe ihn dazu qualifiziert und beflügelt, die vielen Zwischentexte auszuwählen. Hunderte Texte habe er damals gelesen, in die engere Auswahl genommen, um letztlich nur wenige an die seiner Meinung nach passende Stelle zu platzieren. Dabei wurden einige Beiträge heißt diskutiert. "Es wurde die Frage laut, ob man einen kirchenkritischen Autor wie Bertolt Brecht oder eine Schauspielerin wie Hanna Schygulla zitieren darf, die eigentlich von ihrer öffentlichen Wahrnehmung her nicht in diesen Kontext passten", erinnert sich Peetz. Jedoch habe man sich besonnen, dass sich auch eher kirchenferne Menschen mit denselben Themen befassen wie Geistliche oder geistlich Orientierte – die Texte kamen rein.

Begleiter auf dem Lebensweg

Ein "frommer Wunsch" der Gesangbuch-Macher sei es gewesen, dass es nicht nur für den Gottesdienst da sein, sondern gleichsam als Begleiter auf dem Lebensweg dienen solle. Ob dies gelungen ist, kann der Kirchenrat nicht mit Gewissheit sagen. "Hierzu wurden keine Zahlen erhoben. Allgemein muss man aber sagen, dass die Frömmigkeit in den Häusern an sich abgenommen hat", meint Peetz. Ein Gesangbuch müsse heutzutage multimedial erfassbar sein und wirken. Dabei habe das jetzt 25 Jahre alte, "analoge" EG noch Potenziale, die kaum genutzt werden: nämlich im Anhang, der eine ganze Reihe an Tipps und Beispielen, etwa für Kasualien wie die Taufe, bietet. "Man findet einen solchen Service-Teil in konzentrierter Form kaum anderswo", meint Peetz.

Noch heute ärgere es ihn, so Peetz, dass die Bücher nicht rechtzeitig zum Veröffentlichungstermin am 1. Advent 1994 in den Handel gekommen seien. Der Evangelische Presseverband hatte seine Termine beim Buchbinder und dem Handel rechtzeitig reserviert – alleine seitens der ELKB sei man nicht rechtzeitig fertig geworden und hätte somit einige wertvolle Wochen verstreichen lassen, in denen das Thema "neues EG" noch aktuell und damit in den Köpfen gewesen sei.

Pfarrerin Christine Jahn aus Baiersdorf
Pfarrerin Christine Jahn aus Baiersdorf hat als ausgebildete Kirchenmusikerin und Autorin von mehreren Seiten her mit dem EG zu tun.

Klaus Wedel, Vorsitzender des Verbands Evangelischer Kirchenmusiker in Bayern, bedauert, dass nur etwa ein Drittel der über 500 Lieder mit einiger Regelmäßigkeit gesungen wird. Was nicht daran liegen könne, dass es dem EG an Übersichtlichkeit mangelt. "Im Gegenteil, man findet weitaus schneller etwas als beim Vorgänger", meint der seit 1972 an der Orgel sitzende und 2018 als bis dato ältester hauptamtlicher Kirchenmusiker Bayerns in Ruhestand gegangene Musiker.

Dass in vielen Gottesdiensten, vor allem bei Kasualien wie Hochzeit und Taufen, immer wieder dieselben Lieder gesungen werden, ärgert Wedel manchmal. Allerdings hat er hierfür auch eine Erklärung: "Es gibt Lieder, die sind, als sie neu herauskamen, ständig gesungen worden. Mit ihnen wuchs auch eine ganze Generation späterer Pfarrer heran", so Wedel im Hinblick auf Lieder wie "Ins Wasser fällt ein Stein" oder "Herr, deine Liebe", die vielen Organisten mittlerweile schon zu den Ohren herauskämen. Hier würde sich Wedel mehr Entdeckergeist und Mut seitens der Geistlichen wünschen, auch mal Alternativen vorzuschlagen. Seitens des Kirchenmusikerverbands versuche man mit regelmäßig neu aufgelegtem Notenmaterial zu Intonationen ein bisschen Schwung hineinzubringen.

Erweiterungsheft: alle 20 Jahre

Viele Lieder, die damals Einzug in das neue evangelische Gesangbuch hielten, seien Kinder ihrer Zeit gewesen und würden heute nur noch selten aufgelegt. Beispiel: Thomas Egers 1973 geschriebenes "Sing mit mir ein Halleluja", das 1979 auf dem evangelischen Kirchentag in Nürnberg zum "Hit" geworden sei und von da an weit verbreitet war, wurde selbstverständlich in den Kanon mit aufgenommen. Heute sei das Lied aber nahezu vergessen. Bei manchem Lied habe man es beim Abdruck zudem eine Spur zu gut gemeint: So sei "In dir ist Freude" als vierstimmiger Satz abgedruckt, der sich auf mehreren Seiten niederschlägt – "das kapiert heute kaum noch ein Laie", so Wedel.

Alle 20 Jahre gebe es ein kleines Erweiterungsheft zum regulären Gesangbuch. 1982 war dies eine als "Silberpfeil" bekannt gewordene Liedsammlung, die später größtenteils Einzug in das neue EG fand. 176 teils neue, aber auch vertraute Lieder finden sich im 2011 erschienenen Liederheft, das unter dem Titel "Kommt, atmet auf" für die evangelischen Kirchengemeinden erschienen ist.

Pfarrerin, Autorin, Musikerin: Christine Jahn

Als Pfarrerin hat die Baiersdorferin Christine Jahn das Gesangbuch im sonntäglichen Einsatz und regelmäßig zu anderen Anlässen. Die lange Jahre im Landeskirchenamt für Gottesdienst und Kirchenmusik tätige Kirchenrätin hat sich aber auch in einigen Kommentartexten, erschienen unter anderem in der Reihe "Liederkunde zum Evangelischen Gesangbuch", in den vergangenen Jahren immer wieder mit dem EG befasst. Und sie muss auch noch von anderer Seite her wissen, worauf es ankommt: Christine Jahn hat die A-Prüfung als Kirchenmusikerin. Ihr musikalisches Studium in München hatte die 59-Jährige noch mit dem EKB absolviert, beim theologischen in Erlangen war dann bereits das EG aktuell.

Wenn sie sich an ihre ersten Erfahrungen mit dem damals neuen Gesangbuch erinnert, kommt ihr immer wieder ein Satz des deutschen Dichters Joachim Ringelnatz in den Sinn, der ihr auf Seite 810 von 1624 begleitend zum Lied "Vom Aufgang der Sonne" nahezu ins Gesicht sprang: "Ich bin so knallvergnügt erwacht", heißt es da. "Das hat mich gepackt, für dieses Buch würde ich einstehen", erinnert sie sich an ihre ersten Tage im Landeskirchenamt.

Und einzustehen, das sei in den ersten Jahren immer wieder nötig gewesen. Beispielsweise beim Streit um den Introitus, bei dem "Kenner und Könner der deutschen Gregorianik und ihrem feinen Wort-Ton-Verhältnis eine Lanze brachen" und "Puristen Gregorianik nur unbegleitet gelten ließen", wie Jahn in einem Aufsatz für das Journal des Kirchenmusikerverbands Gottesdienst und Kirchenmusik schreibt.

1994: Oberkirchenrat Wolfgang Töllner (links), Hans Peetz und der damalige Landesbischof Hermann von Loewenich
Das erste Exemplar des neuen Evangelischen Gesangbuchs überreichten Oberkirchenrat Wolfgang Töllner (links) und Hans Peetz 1994 dem damaligen Landesbischof Hermann von Loewenich.

Kritik habe es auch am teilweisen Doppelabdruck liturgischer Gesänge zum einen im Stammteil, aber auch im violetten Gottesdienstteil gegeben. Die Zahl der Bändchen habe nicht ausgereicht. Und das Verzeichnis der Liederdichter fiel dem ohnehin schon explodierten Umfang zum Opfer. Zwar sei ein "kleines Nachschlagewerk zum EG" nachgeliefert worden, das Büchlein friste aber ein nahezu unbekanntes Dasein.

Von der Liedauswahl ist Christine Jahn nach wie vor überzeugt. Viele Lieder des Vorgängergesangbuchs, die nicht mit aufgenommen wurden, seien heute nahezu vergessen, sie würden aber auch nicht vermisst. "Wer weiß noch, dass wir auch mal ein Lied von Hans Sachs im Gesangbuch hatten?", so Jahn. Um das heute selbstverständlich bei nahezu jeder Trauerfeier gesungene "So nimm denn meine Hände" sei damals eine regelrechte Schlacht geführt worden – eigentlich ist es ja ein Hochzeitslied, das in seinem Kontext völlig umgedeutet wurde. Die damals neuartigen Liedrufe aus Taizé seien heute unverzichtbar und eignen sich für alle möglichen Gottesdienstformen, Andachten und Rüstzeiten.

"Pfarrer müssten mehr Mut zeigen"

Auch Jahn bedauert, dass der tatsächlich gesungene Kanon an Liedern immer kleiner werde. "Ich versuche daher, in jeden meiner Gottesdienste wenigstens ein Lied einzubauen, das nicht so häufig angesteckt wird", sagt die Theologin und Musikerin. Pfarrer müssten mehr Mut zeigen, die Menschen mit anderen Liedern zu konfrontieren als mit denen, die ständig gesungen werden "und schon langsam im Hals stecken bleiben", sagt Jahn. "Wir setzen nichts mehr, wir übernehmen bloß noch."

Was die wenigsten sofort bemerkt hätten: Mit der Einführung des neuen EG sei quasi "durch die Hintertür" auch eine Gottesdienstreform durchgeführt worden. Die wurde zwar erst 1999 im evangelischen Gottesdienstbuch offiziell, sei aber im neuen EG bereits abgedruckt gewesen.

Auch Christine Jahn lobt die Farbenlehre des EG. Bertram J. Schmidt, den für die Typografie zuständigen Grafiker, habe sie damals gefragt, ob er nicht befürchte, die Menschen würden sich am Design innerhalb weniger Jahre sattsehen. Doch dieser habe erwidert, dass die Farben klassisch seien und im Spektrum der Wieskirche stünden. "Das damals gewagte Design lässt auch nach 25 Jahren die Konfirmanden noch halbwegs gern nach dem Gesangbuch greifen", erklärt die Pfarrerin.

Das klingende Band

Das EG sei auch nach einem Vierteljahrhundert noch nicht vollständig erschlossen. Das mittlerweile von der EKD herausgebrachte Ergänzungsheft bringe bereits neue Lieder ins Spiel, die für eine Neuauflage als "gesetzt" betrachtet werden können. "Soll ein Gesangbuch etwa 30, 40 Jahre im Gebrauch sein, wird jetzt begonnen, darüber nachzudenken, was bis 2060 gesungen wird. Wie leben wir da?", fragt sich die Pfarrerin.

Trotz all dieser Fragen und Zwiespälte überwiegt bei Christine Jahn aber ein positives Gefühl, wenn sie heute nach 25 Jahren das Evangelische Gesangbuch in die Hand nimmt. "Das Gesangbuch ist neben der Bibel das Band, das uns als Evangelische zusammenhält – das klingende Band."

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