2.06.2019
Pfingsten 2019

Kirchentags-Geschäftsführer Hellmuth zur neuen Kirchennacht auf dem Hesselberg

Der Bayerische Kirchentag auf dem Hesselberg an Pfingstmontag ist für Tausende Evangelische nicht nur aus Westmittelfranken ein gesetzter Termin. Um mehr Jugendliche anzusprechen findet 2019 erstmals auch eine Kirchennacht statt: Am 9. Juni 2019 gibt es ab 20 Uhr ein Lobpreis-Konzert unter dem Motto "Heldenreise zu den Schätzen des Glaubens". Kirchentags-Geschäftsführer Diakon Matthias Hellmuth erläutert, wer die Idee zu dem neuen Angebot hatte - und was alles geboten wird.

Herr Hellmuth, wer hatte die Idee für die erste Kirchennacht - und was war der Anlass, einen extra Programmpunkt zu starten?

Hellmuth: Als wir letztes Jahr am Sonntag vor dem Kirchentag die neue Kapelle des Evangelischen Bildungszentrums (EBZ) auf dem Hesselberg eingeweiht haben, haben wir folgendes beobachtet: Diese Einweihung hat etliche Gäste auf den Hesselberg gelockt, die sonst vermutlich nicht zum Kirchentag gekommen wären. EBZ-Leiter Pfarrer Christoph Seyler hatte dann die Idee, speziell was für junge Leute anzubieten - etwa ein Wagenburg-Camp auf der EBZ-Lichtung. Aber Zelten war dort dieses Jahr nicht drin und außerhalb des EBZ geht es aus Naturschutzgründen nicht. Irgendwann kamen wir auf die Idee einer Kirchentagsnacht.

Wie genau wird dieser Abend ablaufen? Ein Lobpreis-Konzert, okay, aber was sind "persönliches Gebet & Segen im Zelteck"?

Hellmuth: Es gibt zum einen das Konzert mit der Kölner Band "Koenige & Priester", genau. Danach gibt es eine gemeinsame Handy-Lichtaktion und ein Zusammensein im Zelt. In jeder der vier Zeltecken wird etwas anderes angeboten. In einer kann man sich mit den Bandmitgliedern unterhalten, im der zweiten stehen Sofas zum Ausruhen mit Gitarren und Perkussionsinstrumenten, in der dritten gibt es Cocktails, Getränke und Essen - und in der vierten Ecke stehen Mitarbeiter, die den Jugendlichen ein offenes Ohr bieten. Das kennt man eher aus evangelikal geprägten Gemeinschaften.

Stimmt. Das ganze klingt sehr nach freikirchlichem Angebot - der Kirchentag ist dezidiert landeskirchlich. Ist das (k)ein Widerspruch?

Hellmuth: Die bayerische Landeskirche besteht ja aus verschiedenen Bekenntnissträngen: das reicht von links-liberalen Standpunkten bis hin zu pietistisch-evangelikalen Gruppen. Gerade auf der pietistischen Seite ist der Übergang zwischen Landeskirche, Gemeinschaftsverbänden und Freikirchen fließend - und in diesem Spektrum gibt es oftmals eine sehr erfolgreiche Jugendarbeit, weil jungen Leuten diese Zuordnungen der Bekenntniskreise relativ egal sind.

Für uns ist das jetzt ein Testballon. Wenn 500 Gäste plus x kommen, könnte es eine Wiederholung geben.

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