Kirchenmusik
Vier weitere bayerische Kirchenmusiker dürfen künftig den Titel "Kirchenmusikdirektor" führen.
Mikrofone (Symbolbild)

An diesem Sonntag (2. Mai), der im Kirchenjahr die Bezeichnung "Kantate" (Singet) trägt, zeichnet die evangelische Landeskirche die Musiker für ihre besonderen Leistungen mit dem Ehrentitel aus, wie sie in München mitteilte.

Vier neue Kirchenmusikdirektoren

Die neuen Kirchenmusikdirektoren sind: Carl Friedrich Meyer, Dekanatskantor in Ansbach; Constanze Schweizer-Elser, Dekanatskantorin in Selb; Hans-Georg Stapff, Dekanatskantor in Donauwörth und gleichzeitig Pop-Kantor im Dekanatsbezirk Augsburg; und Kerstin Dikhoff, Landesposaunenwartin im Verband Evangelischer Posaunenchöre in Bayern.

Mit der Verleihung des Titels würden kirchenmusikalische Verdienste und Leistungen gewürdigt, "die über den konkreten Einsatzort des Kirchenmusikers hinaus in die Öffentlichkeit ausstrahlen oder die fachlich für die kirchenmusikalische Arbeit der Landeskirche insgesamt von Bedeutung sind", hieß es.

Besondere Leistungen

Dies könne etwa eine weithin ausstrahlende musikalische Arbeit sein, eine besondere Form musikalischer Profilbildung, ein bemerkenswertes kompositorisches Wirken oder ein zusätzliches langjähriges Engagement für die Kirchenmusik der Landeskirche insgesamt.

Die Vorschläge erarbeitet eine Kommission, der der Landeskirchenmusikdirektor, seine beiden Stellvertreter, der zuständige Fachreferent im Landeskirchenamt und der Präsident des Kirchenmusikerverbandes angehören. In der bayerischen Landeskirche sind derzeit 123 hauptamtliche Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker beschäftigt.

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