4.06.2018
Fahrradsicherheit

"Ghostbikes" als Mahnmale für getötete Radfahrer

Bei diesem schönen Wetter verzichten viele gerne auf ihr Auto und wechseln lieber aufs Fahrrad. Das ist gesund, hält fit und macht Spaß. Aber leider passieren auch Unfälle. Die meisten hätten verhindert werden können. Darauf weisen weltweit die Ghostbikes hin, die als Mahnmal dort aufgestellt wurden, wo sich ein tödlicher Unfall ereignet hat.
Ghostbike als Mahnmal für einen tödlichen Unfall

Aufgestellt werden diese Ghostbikes vom ADFC, dem Allgemeinen Deutschen FahrradClub. Thomas Häusler engagiert sich in München besonders für diese mobilen Mahnmale. Eigentlich passieren beim Fahrradfahren wesentlich weniger Unfälle, als mit dem Auto, sagt er. Aber jedes Todesopfer ist eines zu viel.

Die meisten tödlichen Unfälle mit dem Fahrrad sind Abbiegeunfälle. LKW-Fahrer übersehen den neben ihnen stehenden Radfahrer an der Kreuzung. Biegen sie rechts ab, die Radler wollen aber geradeaus, dann kommt es häufig zum Zusammenstoß, dem ein ungeschützter Mensch wenig entgegenzusetzen hat. "Das müsste nicht sein. Für nur 1000 Euro könnte ein LKW mit Seitenabstandsmeldern nachgerüstet werden", meint Häusler. Das könnte Leben retten und auch LKW-Fahrer vor unnötigem Leid bewahren.

Gestaltet werden die Ghostbikes in München von der Fahrradwerkstatt R18, einer Einrichtung der Evangelischen Jugend München.

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