12.11.2020
Freiwilligendienst

KompassKultur: Wie kann Projektplanung im Freiwilligendienst funktionieren?

Für das Projekt im Rahmen des Bundesfreiwilligendienstes hat Meike Kiehl in ihrem Blog-Beitrag KompassKultur einige Tipps rund um Projektplanung für ein gutes Gelingen zusammengestellt.

In jedem Freiwilligendienst, der im Bereich Kultur absolviert wird, dürfen die Freiwilligen ein Projekt in ihrem Arbeitsbereich verwirklichen. Dieses Projekt wird eigenverantwortlich durchgeführt.

Natürlich bist du dabei als Freiwillige oder Freiwilliger nicht komplett auf dich alleine gestellt. Es gibt immer jemanden im Arbeitsumfeld, der das Projekt mitbetreut und bei Fragen zur Verfügung steht. Im Folgenden werde ich dir ein paar Tipps geben, wie du zu deinem Wunschprojekt kommst.

1. Keine Panik!

Während unseres ersten Seminars haben wir uns einen ganzen Tag lang mit unseren Projekten beschäftigt. Besonders spannend dabei war, dass fast alle auf einem anderen Stand waren. Manche hatten bisher nur eine grobe Idee, während andere sogar schon mit ihrem Projekt angefangen hatten.

Mein erster Tipp lautet also ganz einfach: keine Panik! Vergleiche deinen Fortschritt nicht mit dem anderer Freiwilliger. Projekte können sehr vielfältig sein und verschieden von den Einsatzstellen unterstützt werden. Denn manchmal haben sie bereits eine Idee für ein Projekt, der du zustimmen, sie umsetzten und gestalten kannst. Oder sie nennen dir Themenbereiche, in denen du tätig werden kannst oder lassen dir bei der Ideenfindung völlig freie Hand.

Außerdem müssen es nicht immer große und kompliziert Projekte sein. Auch eine kreative Gestaltung der Arbeitsräume könnte dein Projekt werden. Und zumindest bis zum ersten Seminar, wo du dich intensiv mit deinem Projekt auseinandersetzen wirst, kannst du einfach erst einmal Ideen sammeln. Nach ungefähr zwei Monaten wird dein Projekt in einer Zielvereinbarung festgehalten. Bis dahin muss das Projekt also feststehen.

2. Erfolgreiches Brainstorming 

Aber wie kommst du zu einer Projektidee? Es gibt verschiedene Arten des Brainstormings. Mein Tipp ist aber, alle Ideen die du hast zu notieren. Denn vielleicht siehst du danach, dass manche Ideen sich zusammenfügen lassen oder merkst in welche Richtung du gehen willst. Leitfragen könnten zum Beispiel sein: Was will ich erreichen? Was will ich lernen? Will ich anderen etwas zur Verfügung stellen? Wenn ja was und wie? Wie kann ich meine Interessen einbinden? Was sind meine Stärken? Und wie lässt sich  das Projekt mit meiner Einsatzstelle vereinen? 

3. Konzept verfassen

Darauf folgt die Planungsphase. Sobald du deine Idee hast, solltest du ein Konzept verfassen. Dieses Konzept beinhaltet oft auch einen Zeitplan, damit du immer nachschauen kannst, wann was wie passiert. Das hilft nicht nur dir, sondern auch den Personen, die das Projekt betreuen. Unter Umständen musst du dir diese erst einmal suchen und fragen, ob sie Lust hätten, dich zu unterstützten. Diese Betreuer können beispielsweise auch einschätzen, ob das Projekt zeitlich und zum Beispiel auch finanziell so umsetzbar ist, wie du dir das gedacht hast. 

4. Für dein Projekt werben

Wenn du einen Plan hast und dieser andere Menschen miteinbezieht oder du willst, dass andere dein Projekt sehen können, musst du sie natürlich irgendwie auf deine Arbeit aufmerksam machen. Du könntest beispielsweise über Social-Media-Kanäle darüber informieren, Plakate in deiner Arbeit für Besucher und Mitarbeiter aufhängen oder einen Artikel darüber schreiben. Vieles davon hängt von deinem Einsatzfeld ab.

Ich hoffe, diese Tipps haben dir geholfen, ein wenig Ordnung in das Chaos zu bringen. Natürlich hat jede Einsatzstelle ihre Besonderheiten, die du beachten solltest und die Planung geht wahrscheinlich über die Punkte hinaus, die ich aufgeführt habe.

Diese kleinen Tricks sind einfach Anmerkungen, die ich am Anfang von unserem Projekt selbst als hilfreich empfunden hätte. Und jetzt wünsche ich dir einfach viel Spaß bei der Planung und Umsetzung deines Projektes!

 

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