28.04.2020
Wegen Coronavirus nicht ins Krankenhaus

Uniklinik warnt: So viele verschleppte Herzinfarkte wie selten

Mediziner der Uniklinik Würzburg warnen angesichts der Corona-Krise davor, schwere Erkrankungen aus Angst vor einer Infektion mit Covid-19 in den Kliniken zu verschleppen.
Krankenbett Krankenhaus Symbol

Die Zahl der Notfallpatienten habe stark abgenommen, nicht aber die Zahl der Notfälle, heißt es in einer Mitteilung der Klinik vom Montag. Man sehe mit großer Sorge, dass viele Menschen ihre Krankheitsbeschwerden aussitzen wollten und ihre Gesundheit dadurch erst recht gefährdeten.

Gerade bei Notfällen wie Herzinfarkten oder Schlaganfällen zähle jede Minute.

Während die Notaufnahmen nur halb so voll wie normal seien, nehme die Zahl der Patienten mit verschleppten Herzinfarkten beispielsweise zu. Die Beschwerden eines Herzinfarktes legten sich in der Tat nach sechs bis zwölf Stunden, heißt es weiter - "denn dann ist das Gewebe des Herzmuskels abgestorben".

Bei Herzinfarkt in Klinik

Aktuell würden selbst jüngere Patienten an Komplikationen wie Herzrhythmusstörungen oder Heilungsstörungen am Herzen sterben, was man bei einer rechtzeitigen Behandlung in der Regel durch eine Öffnung der Gefäße hätte verhindern können.

Wer Krankheitssymptome habe, solle wie auch vor Corona zum Arzt gehen oder den Notruf betätigen. In den Kliniken würden sämtliche Sicherheitsvorkehrungen getroffen, so dass sich kein Nicht-Corona-Patient dort mit dem Virus infiziert, hieß es.

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