TV-Tipp
Die schöne Kleinstadt Wunsiedel hat ein riesen Problem. Seit Jahrzehnten ist der Ort Schauplatz von Aufmärschen rechter Gruppierungen. Was dort bis vor kurzem vor sich ging und wie die Einheimischen sich dagegen wehren, erfahren Sie hier:
Wunsiedel war jahrzehntelang Pilgerort und Treffpunkt rechter Gruppierungen aus ganz Europa. Der Film zeigt, wie die Situation zu Anfangszeiten war und wie sich die Bürgerinitiative "Wunsiedel ist bunt" daraus entwickelt hat. Ein Film von Micha Götz.

Die Kreisstadt Wunsiedel stand lange im Fokus von Neonazis, weil Hitlerstellvertreter  Rudolf Hess auf dem dortigen Friedhof begraben war. Christine Lauterbach vom Netzwerk: "Wunsiedel ist bunt" erinnert sich mit Schrecken an diese Zeit:

"Deswegen ist Wunsiedel zu einem Pilgerort geworden und war für Nazis aus ganz Deutschland und aus Europa sehr attraktiv."

Noch immer ist schwer vorstellbar, was Anfang der 2000er dort vor sich ging. Es gab heftige Auseinandersetzungen zwischen Polizei, Rechtsextremen und Gegendemonstranten. Ein Gegenpol musste her und so gründetet sich 2005 das Netzwerk " Wunsiedel ist bunt".

Wunsiedel zeigt Flagge gegen rechts

Seit 2011 ist das Grab von Rudolf Hess aufgelöst. Manche rechte Gruppierungen pilgern aber immer noch nach Wunsiedel. Und die Einwohner und das Netzwerk "Wunsiedel ist bunt" demonstrieren unermüdlich dagegen und zeigen Flagge.

TV-Tipp: "Kirche in Bayern"

"Kirche in Bayern" - Das ökumenische TV-Magazin

Das ökumenische Fernsehmagazin "Kirche in Bayern" läuft immer sonntags auf den bayerischen TV-Regionalsendern – unter anderem um 15.30 Uhr auf münchen.tv und um 18.30 Uhr bei Franken Fernsehen. Weitere Sender und Sendezeiten finden Sie unter www.kircheinbayern.de/ausstrahlung.

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