25.08.2020
Judentum

Judentum: #nodenyingit-Aktion gegen Facebook

Mit einer Social-Media-Aktion soll Facebook dazu bewegt werden, die Holocaust-Leugnung als Hassrede einzustufen. Auch deutsche Shoah-Überlebende beteiligen sich an der Aktion.
Aktion Nodenyingit

Der bayerische Antisemitismus-Beauftragte Ludwig Spaenle (CSU) hat die Aktion der "Jewish Claims Conference" gegen die Relativierung des Holocausts im sozialen Netzwerk Facebook begrüßt.

Unter dem Hashtag #nodenyingit ("nicht zu leugnen") werden derzeit jeden Tag Videobotschaften von Holocaust-Überlebenden an Facebook-Chef Mark Zuckerberg geschickt. Diese Aktion soll so lange fortgesetzt werden, bis Facebook die Holocaust-Leugnung als Hassrede einstuft und dann entsprechende Beiträge löscht.

Aktion gegen Relativierung des Holocausts

Das hohe und grundgesetzlich geschützte Gut der Meinungsfreiheit rechtfertige es nicht, "den einmaligen Zivilisationsbruch der Shoa zu leugnen", sagte Spaenle.

Soziale Medien wie Facebook dürften solchen Äußerungen keinerlei Plattform bieten. Überlebende des Holocausts berichteten, was es für sie bedeute, wenn "ihre Verfolgung relativiert, wenn die Ermordung ihrer Familien geleugnet wird".

An der Aktion beteiligen sich bekannte Shoa-Überlebende, etwa die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München, Charlotte Knobloch.

Die Jewish Claims Conference ist ein Zusammenschluss jüdischer Organisationen weltweit. Sie vertritt seit ihrer Gründung im Jahr 1951 die Entschädigungsansprüche jüdischer Opfer des NS-Regimes.

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