Corona
Angesichts angespannter kommunaler Haushalte warnt die Koordinierungsstelle Bayerische Suchthilfe vor Einsparungen bei der Suchtberatungen. Was die Verbände nun fordern und wie die Suchtberatung auf die Corona-Krise reagiert.
Sucht; Drogen, Tabletten

Die Koordinierungsstelle Bayerische Suchthilfe (KBS) warnt angesichts der angespannten kommunalen Haushalte wegen der Corona-Pandemie vor Einsparungen bei der Suchtberatung.

Forderung: Verlässliche Finanzierung des Angebots

Die Qualität der Beratung dürfe nicht durch Zuschusskürzungen bedroht werden, sagte der Direktor des Landes-Caritasverbandes, Prälat Bernhard Piendl, der außerdem Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft Freie Wohlfahrtspflege in Bayern ist.

Man brauche in Bayern weiter eine verlässliche Finanzierung der Angebote, wie sie in anderen Bundesländern zugesagt wurde.

Erweiterung der Suchtberatung: Telefon- und Onlineangebot

Viele Dienste in der Suchtberatung hätten seit Beginn der Pandemie ihre Angebote aufrechterhalten - trotz Hygiene- und Abstandsauflagen. So sei etwa der Bereich Telefon- und Onlineberatung ausgebaut worden.

Das Thema Digitalisierung im Suchtberatungsbereich dränge und biete großes Entwicklungspotenzial. Über digitale Kanäle ließen sich spezielle Personengruppen erreichen, die sonst noch nicht den Weg zu einer der Beratungsstellen finden würden.

Mehr als 150 Suchtberatungsstellen gibt es in Bayern, die 2019 mehr als 42.000 Personen betreut haben. 

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