Ist Frieden nur die Abwesenheit von Krieg? Oder braucht es für wahren Frieden auch Gerechtigkeit? Um diese und weitere wichtige Fragen geht es in unserem Dossier.
"Informazia Ta Dopomoga" steht auf einem Schild am Eingang zur Halle des Münchner Hauptbahnhofs unter der blaugelben Flagge der Ukraine: Information und Hilfe hier.
Seit Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine suchen deutlich mehr Menschen Hilfe bei den Beratungsstellen für Kriegsdienstverweigerer. Pfarrer Martin Tontsch spricht über moralische Bedrängnis – und warnt vor einer Verlängerung des Krieges.
Der frühere EKD-Ratsvorsitzende Nikolaus Schneider hält Waffenlieferungen an die Ukraine für legitim, kritisiert aber einen "Wettlauf" in der politischen Debatte über militärische Unterstützung.
Seit dem 24. Februar greift die russische Armee die Ukraine an. Wir berichten im Nachrichtenticker über aktuelle Entwicklungen mit besonderem Fokus auf Reaktionen aus der Kirche und der Zivilgesellschaft.
Kirchenrechtler Hans Michael Heinig kritisiert die Position der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zur Friedensethik angesichts des Ukraine-Krieges. Ein ukrainischer Gewaltverzicht münde nicht in einen gerechten Frieden. Auch Landesbischof Bedford-Strohm fordert eine "Weiterentwicklung".
Die Ausgaben für Militär und Forschung für neue Waffensysteme haben laut dem Stockholmer Sipri-Institut einen nie dagewesenen Höchstwert erreicht. Aufgerüstet haben vor allem asiatische und europäische Staaten. Der Spitzenreiter bleibt aber derselbe.
Zwei Monate dauern die Angriffe Russlands auf die Ukraine nun an. Der Theologieprofessor und Pfarrer Werner Thiede sieht eine große Gefahr, dass der Konflikt nun völlig eskaliert – und fordert in seinem Kommentar zur Besonnenheit auf.
Eigentlich wollte sie erst im Herbst für ihr Freiwilliges Soziales Jahr nach Deutschland kommen. Doch dann begann der Krieg. Nun wohnt Anastasiia Zaieva früher als geplant in Löwenstein und ist überzeugt: Ein FSJ könnte auch für andere aus ihrem Land hilfreich sein.
Berichte über Vergewaltigungen in den russisch besetzten Gebieten der Ukraine mehren sich. Menschenrechtler*innen bemühen sich um Hilfe für die betroffenen Frauen und Kinder sowie eine Dokumentation der Fälle, um die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.
Mehr Zulauf für die Ostermärsche: Tausende Menschen demonstrieren bundesweit gegen den russischen Angriff auf die Ukraine und für eine friedlichere Welt. Sie sehen sich teils massiver Kritik an ihrer pazifistischen Haltung ausgesetzt.
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine ist eine Herausforderung für die protestantische Friedensethik, die bislang zwei grundsätzliche Positionen miteinander in Einklang bringen musste: radikalen Pazifismus und "Verantwortungspazifismus".
Ukraine-Krieg oder der Terror in Nigeria durch "Boko Haram": Die Augsburger Initiative "punkt7" beschäftigt sich seit acht Jahren regelmäßig mit den Nöten in aller Welt. Sei es durch den Austausch mit Fachreferenten oder durch ein gemeinsames Gebet.
Angesichts des Krieges in der Ukraine haben viele Menschen das Bedürfnis, zusammen mit anderen für den Frieden zu beten. Hier finden Sie bayerische Kirchengemeinden in Ihrer Nähe, wo in den kommenden Tagen Friedensgebete stattfinden. Die Liste wird von uns laufend aktualisiert.
Die Aufnahmebereitschaft für Geflüchtete aus der Ukraine ist nach Ansicht der Migrationsforscherin Petra Bendel größer als bei vorherigen Fluchtbewegungen. Was die Gründe dafür sind – und warum flüchtende Frauen und Kinder besonders gefährdet sind, erklärt die Erlanger Professorin im Interview.
Für die Menschen in der Ukraine bringt der russische Überfall Tod, Zerstörung und Leid. Unsere ukrainischstämmige Autorin, seit 1995 in Deutschland, sucht nach Antworten auf den Wahnsinn des Kriegs. Und sie beschreibt die Sorge um ihre Familie, die in der unter schwerem Beschuss stehenden ostukrainischen Millionenstadt Charkiw lebt.
Die evangelische Hochschule in Nürnberg beendete im Zuge des Angriffs Russlands auf die Ukraine ihre Zusammenarbeit mit der staatlichen pädagogischen Universität in der belarussischen Hauptstadt Minsk. Trotzdem wünscht sich die Vizepräsidentin der Hochschule, Helene Ignatzi, den Dialog bald weiterführen zu können.
Die Geflüchteten aus der Ukraine erfahren in Deutschland viel Hilfsbereitschaft. Rassismus-Expertin Sarah Vecera findet das großartig – fragt im Sonntagsblatt-Gespräch aber, warum wir nicht mit allen Schutzsuchenden so gut umgehen.
Der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm hat mit Vertretern der bayerischen und der ungarischen Kirche Flüchtlinge an der ukrainischen Grenze besucht. Sie erlebten dort große Angst, aber auch enorme Hilfsbereitschaft.
Um Menschen aus der Ukraine zu unterstützen, haben die Gründer der Plattform Churchpool kurzentschlossen "Host4Ukraine" ins Leben gerufen. Dort können Hilfswillige aus der ganzen Welt eine Unterkunft anbieten.