11.04.2020
Coronavirus und Ostern

In der Osternacht gibt es erstmals einen Techno-Live-Stream aus einer Kirche

Live-Streams aus Clubs gibt es in Zeiten der Ausgangsbeschränkungen schon ein paar Wochen. Nun soll in der Osternacht eine solche Clubnacht erstmals aus einer Kirche gestreamt werden.
Tanzverbot Stille Feiertage

In der Eucharius-Kapelle der evangelischen Egidien-Kirche in Nürnberg werde ein Pult stehen. Dort legen DJs der Nürnberger Techno-Clubs Rakete und Haus33 auf, teilte Kulturpfarrer Thomas Zeitler am Mittwoch mit. Titel der Nacht von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang: Church goes Clubbing: Dance into Life.

Damit der christliche Charakter der stillen Feiertag am Karsamstag bewusst bleibe, werde man in der ersten Hälfte der Nacht atmosphärische Musik spielen, erklärte Zeitler, denn es gelte ja auch ein Tanzverbot.

Die Kirchengemeinde wolle mit der Aktion ihre Solidarität mit der Clubszene zeigen, sagte der Pfarrer. Man werde einen virtuellen Kultur-Klingebeutel herumgehen lassen, um notleidende Künstler zu unterstützen.

Die Idee hat ihren Ursprung in einem April-Scherz eines lokalen Radiosenders vor einem Jahr. Der kündigte damals eine Rave-Party in der großen Nürnberger Lorenzkirche an. Dies wollte die Nürnberger Jugendkirche Lux umsetzen und hatte einen Church-Rave am 21. März geplant, der dann aber Corona zum Opfer fiel.

ShareFacebookTwitterShare

Weitere Artikel zum Thema:

Religiöse Feiertage

Hans Leonhard Schäufelein, Abendmahl, 1515, Ulmer Münster.
Nicht Weihnachten, sondern Ostern ist das höchste Fest der Christenheit. Aber wie berechnet sich eigentlich der Ostertermin? Warum finden - wie zuletzt im Jahr 2019 - das jüdische Pessach und Ostern selten, aber immer wieder gleichzeitig statt? Und warum schert die orthodoxe Christenheit genau dann immer aus einem gemeinsamen Ostertermin aus? Ein Streifzug durch die verzwickte österliche Kalendergeschichte.

Osterlachen, Osterwasser, Osterkerze

Ostara von Johannes Gehrts, 1884.
Autor
Ostern ist das größte aller Feste im Kirchenjahreskreis. Jesus Christus ist auferstanden. Darum hoffen Christen auf das ewige Leben. Das Osterfest beginnt am Gründonnerstagabend mit einem Abendmahlsgottesdienst. Am Karfreitag ist Ruhe. Im Gottesdienst zu Jesu Todesstunde um 15 Uhr geht es um Jesu Sterben am Kreuz. In der Osternacht wird dann die Auferstehung Christi gefeiert.