Der 39. Deutsche Evangelische Kirchentag hat am Mittwoch begonnen: Vom 30. April bis 4. Mai 2025 von werden in Hannover rund 1.500 Veranstaltungen geplant.
Kirchentagspräsidentin Anja Siegesmund betonte im Vorfeld die Bedeutung der Veranstaltung für die demokratische Diskussionskultur: "Keine Demokratie funktioniert im Aggressionsmodus", sagte Siegesmund mit Verweis.
Der Kirchentag mit dem Motto "mutig – stark - beherzt" solle zum gesellschaftlichen Dialog einladen. Hannover, die Geburtsstadt von Hannah Arendt, sei ein symbolträchtiger Ort für den Kirchentag, der 1949 gegründet wurde, so die Präsidentin.
Zur Losung "Mutig - stark - beherzt"
Die Losung entstammt einem Bibelzitat und ist gleichzeitig Zeitansage – bildet eine Brücke zu den aktuellen Themen und Fragen von heute. Die Losung spannt den inhaltlichen roten Faden durch die Programmpunkte und ist impulsgebend für die Veranstaltungen des Kirchentages.
Sie zeigt damit zugleich das Ziel des Kirchentags an: "Werden Sie mit uns Mutbotschafter:in-nen!"- So werden sich auch die Eröffnungsgottesdienste den Bibelversen widmen, denen die Losung entnommen ist: 1 Kor 16,13-14.
Kirchentagszeitung kostenlos herunterladen
Die Kirchentagszeitung könnt ihr hier kostenlos herunterladen und lesen. Die Titelthemen sind:
- Voller Vorfreude – Kirchentagsbesuchende verraten ihre Highlights
- Helfer im Hintergrund -Rainer Buse packt seit 1991 beim Kirchentag mit an, bis zu 18 Stunden täglich
- Mit dem Rad – Aus ganz Deutschland radeln Menschen zum Kirchentag, auch aus Flensburg
Aktuell im Newsticker:
Appell für mehr Toleranz: Ende des Kirchentags in Hannover
Sonntag, 04. Mai 2025, 12:37 Uhr
Mit einem Appell zu mehr Toleranz ist am Sonntag in Hannover der evangelische Kirchentag zu Ende gegangen. Den Abschluss bildete ein großer Open-Air-Gottesdienst auf dem Platz der Menschenrechte mit Tausenden Teilnehmern. Toleranz bedeute nicht, sich weg zu ducken und einfache Kompromisse einzugehen, sagte die Theologin Hanna Reichel in ihrer Predigt. Kirchentagspräsidentin Anja Siegesmund rief zu Zuversicht und gesellschaftlichen Dialog auf.
Die in Princeton in den USA lehrende Theologieprofessorin Reichel erklärte, die Liebe Gottes ermutige auch dazu, zu widersprechen, wenn etwas falsch sei. Angst sorge für einen engen Blick, mit dem niemand Politik machen sollte. Gottes Liebe jedoch helfe dabei, Zumutungen im Miteinander auszuhalten. Die Menschen seien aufeinander angewiesen, wenn es darum gehe, den gemeinsamen Planeten zu bewahren.
Zehntausende Menschen hatten sich an dem fünftägigen Christentreffen in der niedersächsischen Landeshauptstadt an rund 1.500 Veranstaltungen beteiligt. Neben Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nahmen der scheidende Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD), Bundestagspräsidentin Julia Klöckner und die frühere Bundeskanzlerin Angela Merkel (beide CDU) teil.
Im Mittelpunkt des 39. Deutschen Evangelischen Kirchentags standen politische Diskussionen, Gottesdienste, kulturelle Angebote und Workshops. Themen waren aktuelle Herausforderungen wie Antisemitismus, Machtmissbrauch in kirchlichen Strukturen und der Klimawandel. Vor allem Debatten über die gesellschaftliche Rolle der Kirchen prägten den evangelischen Kirchentag in Hannover.
Das Protestantentreffen in Hannover stand unter der biblischen Losung "mutig - stark - beherzt". Der nächste Deutsche Evangelische Kirchentag findet im Mai 2027 in Düsseldorf statt. Der Kirchentag ist dann nach 1973 und 1985 zum dritten Mal in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt zu Gast. Der Deutsche Katholikentag im kommenden Jahr in Würzburg steht unter dem Leitwort "Hab Mut, steh auf!".
Der hannoversche Landesbischof Ralf Meister erklärte am Vorabend zum Abschluss, der Kirchentag in Hannover habe Bewusstsein dafür geschaffen, die Welt wachsam wahrzunehmen und zu verändern. Der rheinische Präses Thorsten Latzel sagte, vom Kirchentag in Hannover nehme man "ganz viel Leidenschaft" mit. Nach den Worten von Kirchentagspräsidentin Siegesmund zeigte das Protestantentreffen: "Demokratie lebt mitten unter uns - auf dem Kirchentag."
Auf Hannover folgt Düsseldorf: Kirchentag übergibt Staffelstab für 2027
Samstag, 03. Mai 2025, 21:19 Uhr
Nach Hannover kommt Düsseldorf: Vor dem Abschluss des evangelischen Kirchentags hat der hannoversche Bischof Ralf Meister symbolisch den "Staffelstab" an die Evangelische Kirche im Rheinland übergeben.
Der rheinische Präses Thorsten Latzel nahm den Ahornstab mit dem Kirchentagskreuz am Samstagabend auf der Bühne am "Platz der Weltausstellung" in der Innenstadt Hannovers entgegen. Der 40. Deutsche Evangelische Kirchentag findet im Mai 2027 in Düsseldorf statt.
Der hannoversche Bischof Meister erklärte, der Kirchentag in Hannover habe Bewusstsein dafür geschaffen, die Welt wachsam wahrzunehmen und zu verändern. Der rheinische Präses Latzel sagte, vom Kirchentag in Hannover nehme man "ganz viel Leidenschaft" mit. "Kommt zu uns - es lohnt sich!", lud der leitende Theologe der zweitgrößten Landeskirche nach Düsseldorf ein: "Party - das können wir. Wir freuen uns auf euch!"
Nach den Worten von Kirchentagspräsidentin Anja Siegesmund hat das Protestantentreffen gezeigt: "Demokratie lebt mitten unter uns - auf dem Kirchentag." Der Oberbürgermeister von Hannover, Belit Onay (Grüne), wünschte Düsseldorf "alles Gute für den Kirchentag".
Der Kirchentag in Düsseldorf soll unter dem Leitwort "Es hatte aber alle Welt einerlei Zunge und Sprache" stehen (1. Moses 11,1). Der Kirchentag ist dann nach 1973 und 1985 zum dritten Mal in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt zu Gast. Der Kirchentag in Hannover, der am Sonntag mit einem großen Gottesdienst zu Ende geht, stand unter der biblischen Losung "mutig - stark - beherzt".
Klöckner verteidigt ihre Kritik an den Kirchen
Samstag, 03. Mai 2025, 20:01 Uhr
Bundestagspräsidentin Julia Klöckner hat beim evangelischen Kirchentag in Hannover ihre Kritik an den Kirchen verteidigt. Die Äußerung, Kirche müsse mehr sein als eine Nichtregierungsorganisation, sei relativ harmlos gewesen, sagte die CDU-Politikerin auf dem "Roten Sofa" der evangelischen Publizistik. Kirche müsse ein Tick mehr sein: "Und das Tick mehr sein, ist der Glaube."
Klöckner betonte erneut, die Kirche müsse sich zu Sinnfragen äußern: "Sie darf keine Partei sein." Sie wünsche sich lautere Töne, wenn es um Fragen wie den Schutz des ungeborenen Lebens oder die Sterbebegleitung gehe. Ihre Äußerungen hätten sich allerdings nicht auf den Brandbrief bezogen, in dem Kirchenvertreter das Abstimmungsverhalten der Unionsparteien in der Asyldebatte kritisiert hatten.
Die CDU-Politikerin hatte zu Ostern mit Kritik an politischen Stellungnahmen eine Debatte über die Rolle der Kirchen ausgelöst. Die katholische Theologin Klöckner hatte sich in der "Bild am Sonntag" von den Kirchen mehr Sinnstiftung und weniger Stellungnahmen zu tagesaktuellen Themen im Stile einer Nichtregierungsorganisation gewünscht. Diese Äußerungen stießen auf teils scharfen Widerspruch.
Bischöfin und Trump-Kritikerin Budde legt Bibelstelle aus
Samstag, 03. Mai 2025, 14:04 Uhr
Der evangelische Kirchentag hat die als Trump-Kritikerin bekannt gewordenen US-Bischöfin Mariann Edgar Budde am Samstag einen begeisterten Empfang bereitet. Die 65-Jährige erinnerte in ihrer Bibelarbeit an die tragende Rolle von Frauen zu Beginn des Christentums. "Auch die Frauen waren Jünger", sagte Budde, die mit Standing Ovations in der voll besetzten Messehalle in Hannover begrüßt wurde.
Budde sagte, sie wünschte, sie würde Deutsch sprechen. Sie habe noch nie eine Bibelstelle vor so vielen Menschen ausgelegt. Weltweit bekannt wurde sie mit ihrer Predigt am Tag nach der zweiten Amtseinführung von Donald Trump, in der sie den anwesenden US-Präsidenten aufrief, Erbarmen und Mitgefühl mit den Schwächsten zu zeigen.
Die Bischöfin der episkopalen Diözese von Washington wies in ihrer Bibelarbeit auf die lebensverändernde Kraft des Christentums hin. Es gelte, in jedem Leben auf die innere Kraft zu vertrauen und das Richtige zu tun. Jeder könne den Weg von der Trauer zur Freude, von der Angst zum Mut finden.
Mit Blick auf die aktuelle Politik in den USA ermutigte sie anschließend im Interview zur Geduld. "Wir brauchen eine breite Koalition von Menschen, die sich einig sind, dass wir eine neue Vision für unser Land brauchen, die auf der Menschenwürde und gemeinsamen Werten beruht".
Kanzler Scholz zeigt sich bei seinem wohl letzten großen Auftritt in Plauderlaune
Freitag, 02. Mai 2025, 16:18 Uhr
Der scheidende Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat sich gegen Kritik an seiner Amtsführung gewehrt. "Ich denke schon, dass ich überwiegend das Richtige getan habe und dass das auch rauskommen wird", sagte er am Freitag auf einem Hauptpodium des 39. Deutschen Evangelischen Kirchentages in Hannover. In seiner in der kommenden Woche endeten Amtszeit habe er viele Weichen für eine gute Zukunft in Deutschland gestellt.
Auf der Messe der niedersächsischen Landeshauptstadt wurde der 66-jährige SPD-Politiker von Hunderten Kirchentagsbesuchern mit stehendem Applaus empfangen und verabschiedet. Im Gespräch mit der NDR-Journalistin Christina von Saß gab er sich entspannt und wie gewohnt hanseatisch zurückhaltend bei persönlichen Fragen. Dennoch gab er einige Einblicke in sein Seelenleben. Bisher gehe es ihm "ziemlich gut" mit Blick auf das Ende seiner Kanzlerschaft, räumte er ein.
Scholz äußerte sich zu vielen politischen Themen: Trotz der Einstufung der AfD als gesichert rechtsextremistisch sprach er sich gegen einen Schnellschuss bei einem Parteiverbotsverfahren aus: "Ich finde, das ist eine Sache, die man nicht übers Knie brechen darf." Respekt und Solidarität in einer Gesellschaft sei ein Mittel gegen rechten Populismus.
"Wir müssen untereinander Respekt entwickeln für unterschiedliche berufliche Lebenswege und Lebensentscheidungen über die Frage, wie man sein Glück finden will", sagte Scholz. Er warnte zugleich vor einer verbreiteten Schwarzmalerei. "Wir können ohne Zuversicht gar nicht leben" sagte er unter großem Applaus. Obwohl er selbst keiner Kirche angehöre, schätze er den Beitrag der Kirchen für den Zusammenhalt der Gesellschaft sehr.
Er wünsche sich für die anstehenden Zukunftsfragen eine breitere politische Debatte: "Wir müssen eine komplexe Debatte zulassen." Es gebe Politiker in Deutschland, die "jede Woche etwas anderes sagen", sagte Scholz. Zu denen habe er nie gehören wollen.
Zur Einführung der Wehrpflicht äußerte sich Scholz zurückhaltend. Klar sei, dass Deutschland für seine Verteidigung im Ernstfall mehr Soldaten brauche. Für die Rückkehr zur allgemeinen Wehrpflicht fehle es an Kapazitäten. Stattdessen favorisiere er das Modell, in dem junge Menschen angeschrieben werden und sich freiwillig melden können. Scholz selbst hatte als junger Mann Ersatzdienst geleistet.
Scholz sieht seine seine politische Zukunft weiterhin im Bundestag, will aber "nicht jeden Tag die Politik kommentieren". Seine gewonnene freie Zeit möchte er nutzen, um mehr Sport zu treiben, Bücher zu lesen und mit seiner Ehefrau wandern zu gehen.
Grünen-Politikerin Göring-Eckardt kontert Klöckners Kirchen-Kritik
Freitag, 02. Mai 2025, 14:28 Uhr
Grünen-Bundestagsabgeordnete Katrin Göring-Eckardt unterstrich die Bedeutung der Kirche für die friedliche Revolution 1989. "Wir kamen mit Gebeten und Kerzen - in der DDR haben sie mit allem gerechnet, aber damit nicht", sagte sie unter großem Applaus von rund 800 Zuhörern.
Haltung und Aufrichtigkeit seien zentrale protestantische Werte. Es sei wichtig, sich immer wieder die Frage zustellen, wie bestehende Verhältnisse zum Besseren verändert werden könnten. In Anspielung auf die Forderung von Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU), Kirchen sollten sich weniger politisch äußern, sagte Göring-Eckardt: "Kirche ist frei in ihrer Rede, wer das abstreitet, hat nicht viel von Demokratie verstanden."
An die Kirchentagsbesucher appellierte Göring-Eckardt, die Theologie studiert hat, trotz aller Differenzen, mit Andersdenkenden im Dialog zu bleiben. "Haltet Kontakt, sprecht über Streuselkuchenrezepte oder was weiß ich und lasst dabei Eure Brandmauer stehen", sagte die Grünen-Politikerin. Es sei "die Mühe wert, zu schauen, ob wir doch noch zusammenkommen können".
Politiker*innen diskutieren auf Kirchentag über AfD-Verbot
Freitag, 02. Mai 2025, 12:24 Uhr
Die frühere Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt hat sich dafür ausgesprochen, ein AfD-Verbot zu prüfen. "Wenn man sich die Freiheit einmal selbst erkämpft hat, gibt man sie nicht wieder her, meine Brandmauer steht", sagte die Grünen-Bundestagsabgeordnete auf dem evangelischen Kirchentag am Freitag in Hannover. G
öring-Eckardt hatte sich in der Wendezeit aktiv an der Demokratiebewegung in der DDR beteiligt. Sie äußerte sich, bevor am Freitag bekannt wurde, dass der Verfassungsschutz die Bundes-AfD als gesichert rechtsextremistisch eingestuft hat.
Nach der Einstufung der AfD als gesichert rechtsextremistische Bestrebung durch den Verfassungsschutz plädiert die frühere Grünen-Vorsitzende Ricarda Lang dafür, ein AfD-Verbotsverfahren auf den Weg zu bringen. "Wann wäre der Moment, wenn nicht jetzt", sagte Lang am Freitag beim Kirchentag in Hannover. Sie wäre dafür, dass der Bundestag solch ein Verfahren beschließt, ergänzte die Bundestagsabgeordnete und warb für entsprechende Gespräche der demokratischen Fraktionen.
Amthor und Scholz skeptisch
Lang betonte, das Bundesamt für Verfassungsschutz habe bei der Einstufung auf die völkische Ideologie der AfD verwiesen. Für die Partei sei ein Deutscher muslimischen Glaubens "weniger deutsch" als beispielsweise sie selbst, sagte Lang. Das widerspreche der Verfassung im Grundsatz "und ist damit auch gefährlich".
Der CDU-Politiker Philipp Amthor äußerte sich dagegen skeptisch über ein Verbotsverfahren. Man dürfe sich nicht vormachen, dass man die Probleme durch Feinde der Demokratie nur durch Verbotsverfahren lösen könne. Zudem warnte er vor den hohen Hürden. Ein Scheitern würde "instrumentalisiert werden als demokratisches Gütesiegel aus Karlsruhe", sagte der designierte Staatssekretär im geplanten Bundesministerium für Digitalisierung und Staatsmodernisierung. "Und das haben die nun wirklich nicht verdient", fügte er hinzu.
Über ein Parteiverbot müsste das Bundesverfassungsgericht entscheiden. Beantragen können es Bundestag, Bundesregierung oder Bundesrat. In der vergangenen Wahlperiode hatte eine große Zahl von Bundestagsabgeordneten für einen Verbotsantrag geworben. Der Antrag wurde vor der vorgezogenen Bundestagswahl aber nicht mehr abgestimmt.
Pfarrerstochter Angela Merkel wiederholt während Bibelarbeit berühmten Satz: "Wir schaffen das"
Donnerstag, 01. Mai 2025, 18:54 Uhr
Angela Merkel (CDU) ist Pfarrerstochter. Mit der Bibel kennt sie sich aus, da ist sie trittsicher. Über das Markusevangelium, aus dem sie bei einer Bibelarbeit am Donnerstag beim Kirchentag in Hannover eine Stelle auslegt, weiß sie, dass es "das kürzeste unter den Evangelien" ist. "Damit geht es da auch Schlag auf Schlag", sagt sie. Und sie findet, dass der Kirchentag für den Donnerstag eine Stelle ausgesucht hat, die "eigentlich spektakulär" ist. "Jesus lernt hier was von der Frau", die ja sonst in dieser Zeit "dramatisch diskriminiert" worden seien.
In der Messehalle, in der Merkel auf der Bühne steht, sind die typischen Papphocker bis auf den letzten besetzt, die meisten schon eine halbe Stunde vor der Bibelarbeit der früheren Regierungschefin. Merkel ist eine der größten Promis, die beim 39. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Hannover erwartet werden. Die CDU-Politikerin, die von 2005 bis 2021 Kanzlerin war, gehörte auch in der Vergangenheit zu den regelmäßigen Gästen und Podiumsteilnehmern. Diesmal stellt sie sich dem speziellen Format Bibelarbeit. Das bedeutet, rund eine halbe Stunde einen zuvor festgelegten Bibeltext auszulegen.
Auf Grundlage der Geschichte von Jesus, der von einer Griechin gebeten wird, den Dämon aus ihrer Tochter auszutreiben, spricht Merkel über Vertrauen und Beherztheit in der Politik. Gottvertrauen habe ihr oft geholfen, wenn Situationen ausweglos erschienen seien, sagt sie.
Das gelte auch für den Satz, "der mir damals oft um die Ohren geworfen wurde", sagt Merkel. Als 2015 viele Flüchtlinge nach Deutschland gekommen sind, habe sie Vertrauen darin gehabt, "dass es viele Menschen in Deutschland gibt, die in dieser Notsituation helfen". Deswegen habe sie gesagt "Wir schaffen das", nicht "Ich schaffe das", sagt Merkel. Beim Kirchentag erntet sie für den Satz weiter großen Applaus, zum Abschied sogar stehenden.
Selbstkritisch blickt Merkel dagegen auf die Klimapolitik der vergangenen Jahre zurück: "Gerecht werden wir dieser Menschheitsaufgabe bis heute nicht", sagt sie und fordert in Anlehnung an die Kirchentagslosung "mutig, stark, beherzt" mehr politische Anstrengungen im Kampf gegen den Klimawandel.
Nach Kritik an Kirchen: Bundestagspräsidentin Klöckner sagt überraschend Live-Interview zu
Donnerstag, 01. Mai 2025, 06:25 Uhr
Bundestagspräsidentin und CDU-Politikerin Julia Klöckner stellt sich nach ihren kirchenkritischen Aussagen auf dem Kirchentag überraschend in einem 30-minütigen Gespräch Anna-Nicole Heinrich, der Synodenpräses der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und Kirchentagspräsidentin Anja Siegesmund. Im Interview mit Karsten Frerichs, Chefredakteur des Evangelischen Pressedienstes (epd) soll es am Samstag um Fragen rund um die gesellschaftliche Rolle der Kirchen, deren Verhältnis zur Politik und kirchliche Positionierungen gehen, berichtet evangelisch.de. Heinrich und Siegesmund hatten Klöckner demnach eingeladen.
Die neue Bundestagspräsidentin hatte die Kirchen zuvor aufgefordert, sich politisch weniger einzumischen und sich wieder stärker auf grundlegende Fragen von Leben und Tod zu konzentrieren. Mit ihren Aussagen war sie auch auf viel Gegenwind gestoßen.
Kirchentag in Hannover eröffnet: Steinmeier hält Ansprache
Mittwoch, 30. April 2025, 18:04 Uhr
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist begeistert: "Was für eine Kulisse, was für ein Wetter", ruft er der Menschenmenge am Mittwochabend nach dem Eröffnungsgottesdienst auf dem "Platz der Menschenrechte" in Hannover zu. Und nein, ein Wunder sei das nicht: "Es ist Kirchentag." Er habe sich auf die Menschen, auf den Moment der Eröffnung, auf Hannover gefreut, bekräftigt das Staatsoberhaupt zum Auftakt des 39. Deutschen Evangelischen Kirchentages, der bis Sonntag in der niedersächsischen Landeshauptstadt gefeiert wird.
Zuvor hatte er beim Eröffnungsgottesdienst auf dem zentralen Platz der Menschenrechte in der niedersächsischen Landeshauptstadt gesagt: "Das Motto des diesjährigen Kirchentages - mutig, stark, beherzt - ist zunächst eine Aufforderung, ein Gebot. Seid mutig! Seid stark! Seid beherzt!." Angesichts bewegter Zeiten und einer Flut schlechter Nachrichten wünsche er sich, dass der Kirchentag Zuspruch und Ermutigung leisten könne, sagt der Bundespräsident. "Wir alle könnten, jeder von uns, sicher selber noch ein Stück mutiger, stärker, beherzter sein, als wir sind." Die vielleicht wichtigste Botschaft, die die Kirche der Welt geben könne, sei "dass wir Hoffnung haben dürfen, dass wir als Christen Zuversicht haben dürfen, dass die Zukunft offen ist, dass wir uns von Bedrängnissen der Gegenwart befreien können." Angesichts einer zunehmenden Spaltung der Gesellschaft könne das Christentreffen zugleich ein Ort des Dialogs sein, an dem Menschen einander aus der Lethargie aufrütteln und zugleich in zu großer Aufgeregtheit beruhigen könnten, sagt Steinmeier. Der Kirchentag biete die Chance, "dass wir uns aus unseren ideellen Fertighäusern herausbegeben".
Unter der biblischen Losung "mutig - stark - beherzt" gehören zahlreiche Veranstaltungen zum Programm, darunter Bibelarbeiten, Podien, Gottesdienste und große Konzerte - und der traditionelle "Abend der Begegnung" nach den Eröffnungsgottesdiensten. Der Kirchentag, schwärmt Steinmeier, sei für ihn wie ein "Nach-Hause-Kommen": "Man trifft bekannte Gesichter, Weggenossen und freut sich über ein Wiedersehen."
Auch für den Kirchentag selbst ist es ein "Nach-Hause-Kommen". Hier in Hannover wurde das Treffen 1949 als evangelische Laienbewegung ins Leben gerufen - damals noch ohne die große Party, die der "Abend der Begegnung" mit seinen diesmal rund 150.000 Gästen in der hannoverschen Innenstadt ist.
Kirchentag startet mit politischen Tönen
Mittwoch, 30. April 2025
Der Kirchentag in Hannover will angesichts aktueller Krisen politisch Stellung beziehen. Christen hätten nicht nur das Recht, sondern auch die Pflicht, sich einzumischen, sagte die Präsidentin des Kirchentages, Anja Siegesmund, am Mittwoch zum Auftakt des Protestantentreffens in Hannover. Demokratie brauche lebendige Räume wie den Kirchentag. Die Kraft der Argumente solle in die Gesellschaft getragen werden.
Als kontroverse Themen, die behandelt werden sollen, nannte die Generalsekretärin des Kirchentages, Kristin Jahn, unter anderem die Klimakrise, den Konflikt in Israel und im Gaza-Streifen, Machtstrukturen in der Kirche sowie einen Rechtsruck in der Gesellschaft. Es sei wichtig, dass über diese Themen gesprochen werde, unterstrich Jahn. Das solle jedoch in einer Atmosphäre stattfinden, in der unterschiedliche Standpunkte akzeptiert würden.
Beim Kirchentag gehe es angesichts eines Klimas von Hoffnungslosigkeit und Sorgen um die geistliche Lage der Kirche und der Gesellschaft, sagte der hannoversche Bischof Ralf Meister. Es brauche in dieser Zeit mehr als eine wachsende Wirtschaft, sondern auch eine geistliche Hoffnung.
Unter dem Leitwort "mutig - stark - beherzt" sind beim Kirchentag bis Sonntag rund 1.500 Veranstaltungen zu Glaubensfragen und gesellschaftlichen Themen wie Frieden, Klimaschutz und Rechtsextremismus geplant. Mit zwei großen Gottesdiensten am Abend unter freiem Himmel und dem traditionellen „Abend der Begegnung“ sollte das Protestantentreffen am Mittwoch eröffnet werden.
Evangelischer Kirchentag startet bald in Hannover
Dienstag, 29. April 2025, 11:45 Uhr
Zehntausende Gläubige treffen sich von Mittwoch an zum 39. Deutschen Evangelischen Kirchentag in Hannover. Unter dem Leitwort "mutig - stark - beherzt" sind bis Sonntag rund 1.500 Veranstaltungen zu Glaubensfragen und gesellschaftlichen Themen wie Frieden, Klimaschutz und Rechtsextremismus geplant.
Eröffnet wird das Protestantentreffen mit zwei großen Gottesdiensten unter freiem Himmel und dem traditionellen "Abend der Begegnung", einem bunten Straßenfest.
Zu dem Laientreffen hat sich viel politische Prominenz angekündigt. So wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zur Eröffnung erwartet. Zudem wird der geschäftsführende Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) am Freitag auf einem Podium um Thema "Zuversicht in herausfordernden Zeiten" sprechen - es wird voraussichtlich einer seiner letzten Auftritte als Regierungschef sein.
Die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel wird eine Bibelarbeit leiten, ebenso wie die neue Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (beide CDU). Ursprünglich wollte auch Scholz' designierter Amtsnachfolger Friedrich Merz (CDU) eine Bibelstelle auslegen, er hat seinen Auftritt aber wieder abgesagt.
Präsidentin des Kirchentages in Hannover ist die frühere thüringische Landesministerin Anja Siegesmund (Grüne). Mit dem diesjährigen Treffen kehrt der Kirchentag zu seinen Wurzeln zurück: Gegründet wurde er 1949 in der niedersächsischen Landeshauptstadt als große Laienbewegung. Der Kirchentag findet alle zwei Jahre statt, zuletzt 2023 in Nürnberg. Der nächste Kirchentag ist 2027 in Düsseldorf zu Gast.
Auszeit mit der Evangelischen Jugend beim Kirchentag
Dienstag, 29. April 2025, 10:32 Uhr
Die Evangelische Jugend in Bayern (EJB) gestaltet beim 39. Evangelischen Kirchentag in Hannover die "Glaubenstankstelle 2.0". Das Dauerangebot lade Kirchentagsbesucher von Donnerstag bis Samstag ein, "im Trubel des Programms innezuhalten, Kraft zu schöpfen und sich mit Fragen des Glaubens, des Alltags und gesellschaftlicher Verantwortung auseinanderzusetzen", heißt es in einer Mitteilung der EJB vom Dienstag. Die "Glaubenstankstelle" ist auf dem Messegelände in Halle 14/15 zu finden.
Das Angebot sei nur durch die Mithilfe von vielen Engagierten aus landesweiten Gremien und Jugendgruppen aus Erlangen, Bad Tölz, Gunzenhausen, Isar-Loisachtal und Neustadt an der Aisch möglich, sagte der EJB-Vorsitzende Malte Scholz und dankte den Engagierten. "Mit der Glaubenstankstelle wollen wir als EJB einladend und offen zeigen, wie vielfältig und lebendig Glaube heute gelebt wird - aus junger Sicht und mit jungen Stimmen im Mittelpunkt." Darüber hinaus reisen laut Mitteilung weitere zehn evangelische Jugendgruppen aus Bayern nach Hannover. Vom 30. April bis 4. Mai werden insgesamt etwa 100.000 Teilnehmende beim Kirchentag erwartet.
Premiere des neuen Evangelischen Gesangbuchs auf dem Kirchentag 2025
Dienstag, 22. April 2025, 15:26 Uhr
Am 1. Mai 2025 um 11:00 Uhr wird auf dem Kirchentag in Hannover am Stand der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) (Halle 5, Stand 6-D05) das neue Design des zukünftigen Gesangbuchs für die evangelische Kirche in Deutschland und Österreich vorgestellt.
Das Projekt "Neues Gesangbuch" präsentiert an diesem Tag erstmals öffentlich das neue Erscheinungsbild – inklusive Logo, inhaltlichem Konzept und ersten Einblicken. Mitglieder der Gesangbuchkommission und der Steuerungsgruppe stehen vor Ort für Gespräche und Fragen zur Verfügung – darunter Johannes Goldenstein, Referent für Gottesdienst und Liturgie der VELKD, Kord Michaelis, Landeskirchenmusikdirektor Baden und Vorsitzender der Steuerungsgruppe und Anne Gidion, Bevollmächtigte des Rates der EKD und ehemalige Vorsitzende des Textausschusses.
Seit 2019 arbeiten rund 80 Ehrenamtliche aus den Landeskirchen, musikalischen und liturgischen Fachverbänden sowie Studierende an der Sichtung und Auswahl von Texten und Liedern. Diese fließen künftig in eine Buchausgabe sowie in eine begleitende digitale Plattform ein. Der Bedarf ist klar: neue Lieder und liturgische Formen, gewachsene Vielfalt in der musikalischen Praxis und digitale Möglichkeiten, die in den 1990er Jahren noch undenkbar waren, verlangen nach einem zeitgemäßen Gesangbuch.
Erste Auszüge werden ab September 2025 in ausgewählten Gemeinden erprobt. Das Design, das in Zusammenarbeit mit der Agentur JoussenKarliczek (Schorndorf) entstand, bildet nun den Auftakt zur öffentlichen Vorstellung.
Siegesmund: Kirchentag kann Zeichen gegen Angst setzen
Mittwoch, 16. April 2025, 13:40 Uhr
Der bevorstehende evangelische Kirchentag in Hannover kann aus Sicht von Kirchentagspräsidentin Anja Siegesmund ein Zeichen gegen die Angst und für den gesellschaftlichen Zusammenhalt setzen. „Wir leben in einer Zeit des Haderns und Zauderns“, sagte Siegesmund der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (Dienstag). „Der Kirchentag kann zeigen, dass wir nicht alleine sind, dass Gottvertrauen und Gemeinschaftsgefühl uns Mut und Zuversicht geben können, unsere Gesellschaft zu gestalten.“
Der 39. Deutsche Evangelische Kirchentag mit rund 1.500 Einzelveranstaltungen findet vom 30. April bis 4. Mai in Hannover statt. Er steht unter dem Motto „mutig - stark - beherzt“. Die Veranstalter erwarten rund 100.000 Dauerteilnehmer.
Sie mache sich große Sorgen um die Demokratie und den Zusammenhalt in einer zunehmend polarisierten Gesellschaft, sagte die frühere Grünen-Politikerin, die von 2014 bis 2023 Umweltministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin in Thüringen war. „Viele Menschen fühlen sich einsam und sind in Ängsten gefangen.“ Der Kirchentag könne hier einen Gegenpol setzen, weil er Menschen zusammenbringe, die sonst nicht ins Gespräch kämen.
Die ehrenamtliche Kirchentagspräsidentin verteidigte die Entscheidung, keine AfD-Vertreter auf die Podien des Kirchentages einzuladen. Rassistische und intolerante Positionen sollten dort keinen Platz haben und dürften nicht die Oberhand in den Diskussionen gewinnen. Die 48-Jährige ist seit 2024 geschäftsführende Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft.
Zur Frage, warum ein Großteil des Kirchentagsetats von 24 Millionen Euro durch Steuergelder finanziert und somit auch von Konfessionslosen mitbezahlt würden, sagte Siegesmund: „Erst einmal werden auch Schwimmbäder oder Straßen von Menschen mitfinanziert, die diese selbst gar nicht nutzen. Und zweitens ist der Kirchentag offen für alle Menschen.“ So gebe es in der Stadt viele kostenlose Großkonzerte, und die Stadt profitiere auch wirtschaftlich von der Veranstaltung.
Prominenz auf dem Roten Sofa beim Kirchentag in Hannover
Dienstag, 15. April 2025, 11:31 Uhr
Beim Evangelischen Kirchentag in Hannover bringt der Evangelische Medienverband in Deutschland (EMVD) prominente Gäste auf das "Rote Sofa". Vom 1. bis 3. Mai stellen sich 29 Persönlichkeiten aus Politik, Kirche, Kultur und Medien den Fragen evangelischer Redakteurinnen und Redakteure auf der "Bühne im Messepark".
Zu den Höhepunkten zählt der Auftritt des früheren Bundespräsidenten Christian Wulff am 3. Mai. Auch Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil, Bundestagsvizepräsident Bodo Ramelow, Grünen-Chefin Franziska Brantner sowie EKD-Ratsvorsitzende Kirsten Fehrs und Diakonie-Präsident Rüdiger Schuch sind mit dabei.
Neben unterhaltsamen Gästen wie Eckart von Hirschhausen, Margot Käßmann und Comedian Jakob Schwerdtfeger werden auch ernste Themen behandelt – etwa sexualisierte Gewalt mit der Betroffenensprecherin Nancy Janz sowie der Nahost-Konflikt mit der palästinensischen Pfarrerin Sally Azar.
Das Interviewprogramm läuft täglich bis zum frühen Abend, begleitet von Live-Musik der Band Swinging Soul. Veranstalter ist der EMVD in Kooperation mit dem Kirchentag. Das vollständige Programm findet ihr hier.
Kirche bietet ungewöhnliche Trauungen zum Kirchentag
Dienstag, 08. April 2025, 15:22 Uhr
Mit außergwöhnlichen Trau-Aktionen am Rande des 39. Deutschen Evangelische Kirchentags in Hannover lädt die evangelische Kirche Paare dazu ein, sich das Ja-Wort zu geben. Am 2. Mai bietet die Kirchengemeinde Burgdorf (Reg. Hannover) ein Hochzeitsfestival in der örtlichen Disco "Black Horse" an, wie die hannoversche Landeskirche in ihrem aktuellen Newsletter schreibt. Es gebe bereits einige Anmeldungen.
Das Angebot könne spontan in Anspruch genommen werden. Dazu gehörten ein Fotograf, Catering und die feierlich hergerichtete Location. Mit einer Fundraising-Aktion sei Geld zusammengekommen, das die Miete für Disco, Nebelmaschine, Sprühfontänen und vieles mehr abdecke. Die Traupaare seien sogar zu einem Getränk und einer Pizza eingeladen.
Die Agentur "Sozusegen" des Kirchenkreises Hannover hat zudem für den 3. Mai von 18 bis 22 Uhr zwei Schiffe der Maschseeflotte für Paare gechartert, die sich segnen lassen möchten. Die Schiffe legen im Halbstunden-Takt ab. Es lägen schon Anmeldungen vor, weitere Paare könnten spontan dazukommen. Zeit und Platz sei für insgesamt 40 Paare. Jedes dürfe bis zu zehn Personen mitbringen. Auf Wunsch kann die Segnung als kirchliche Trauung anerkannt werden. Erforderlich hierfür ist die Urkunde der standesamtlichen Trauung.
Käßmann eröffnet in Hannover Friedenssynode parallel zum Kirchentag
Freitag, 04. April 2025, 12:12 Uhr
Die ehemalige Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, hat angekündigt, dass sich die christliche Friedensbewegung zeitgleich zum Kirchentag Anfang Mai in Hannover "lebendig, kompetent und kreativ" zu Wort melden wird. "In vielen Gemeinden gibt es Menschen, die sich für den Frieden engagieren, aber den Eindruck haben, sehr vereinzelt zu sein in Zeiten, in denen das Plädoyer für Aufrüstung nahezu übermächtig erscheint", erklärte die frühere hannoversche Landesbischöfin nach Angaben der Evangelischen Friedensarbeit am Freitag.
Käßmann ist Schirmherrin eines Ökumenischen Friedenszentrums, das vom 1. bis 3. Mai in der Innenstadt von Hannover tagt. Das Friedenszentrum ist kein offizieller Programmpunkt des Kirchentages. Zu den Mitwirkenden gehören der EKD-Friedensbeauftragte Landesbischof Friedrich Kramer und der frühere badische Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh.
Kirchentag 2025 in Hannover | Daten und Fakten
Der Deutsche Evangelische Kirchentag wurde 1949 als christliche Laienbewegung gegründet und besteht bis heute als unabhängiger Verein fort. Alle zwei Jahre bringt er als Dialog- und Kulturevent viele tausend Menschen in einer anderen deutschen Großstadt zusammen.
Der Kirchentag findet vom 30. April bis 4. Mai 2025 in Hannover statt. Er steht unter der Losung "mutig - stark – beherzt" (1 Kor 16,13-14).
- Den Newsticker "Kirchentag 2025" von Sonntags mit aktuellen Meldungen und Informationen finden Sie unter diesem Link.
- Das Tagesticket für den Kirchentag kostet 49 Euro, ermäßigt 29 Euro. Hier geht es zur Ticketbuchung.
- Wer sich engagieren will als Helfer*in, kann sich hier bewerben.
- Die bayerische Arbeitsgruppe zum Kirchentag findet sich unter diesem Link.
- Die Ausstellung "Frauen im Widerstand" von Ausstellung Leihen ist in Halle 17 zu sehen.