Afrika

Gewaltfrei handeln

Friedensdiakonin Maria Biedrawa
"Gewaltfrei handeln" ist ein tolles Schlagwort. Aber wie geht das, erst recht mitten in einem kriegerischen Konflikt? Maria Biedrawa reist jedes Jahr nach Afrika, um Friedensprozesse mitzugestalten. Überall trifft sie auf Menschen, die Frieden stiften möchten - und dafür oft angefeindet und verfolgt werden. Gegen aufkommende Mutlosigkeit zitiert sie Mahatma Ghandi: "Frieden ist nicht das Ziel, sondern der Weg."

Frieden & Gerechtigkeit

Peace
FriKo contra SiKo: Wenn am 15. Februar Staatschefs wie Angela Merkel und Emmanuel Macron zur Münchner Sicherheitskonferenz im Bayerischen Hof antreten, lädt die Friedensbewegung zu ihrer Gegenkonferenz. Unter ihrem seit 2003 gültigen Motto "Frieden und Gerechtigkeit gestalten - nein zum Krieg" sprechen in diesem Jahr prominente Redner wie der frühere Datenschutzbeauftragte Peter Schaar und die bayerische Grünen-Gründerin Ruth Pauli.

"Kirche in Bayern"

Gegen die Ausbeutung der Natur zeigt sich der Mensch immer wieder erfinderisch. Die erneuerbaren Energien Solar und Windkraft haben vor einigen Jahren das ökologische Denken komplett verändert. Ähnlich könnte die mobile Biogasanlage für Kleinfarmer in Afrika wirken, die ein Oberfränkisches Unternehmen entwickelt hat. Das Feuermachen mit umweltschädlichen Kerosin oder Feuerholz wird durch natürliches Biogas ersetzt.

Tanzanian marriages

Hochzeit Paar schwarz weiß Strand
In Tansania werden nur die Menschen zur Hochzeit eingeladen, die im Vorfeld ihren Anteil bezahlen. Wer mit 150 Gästen feiert, heiratet wirklich im allerengsten Kreis. Und bei manchen ostafrikanischen Stämmen gilt: Je heller die Hautfarbe der Braut ist, desto mehr Kühe bekommen ihre Eltern von der Familie des Bräutigams. Medienstipendiatin Irene Mbakilwa erzählt hier auf Englisch, wie eine Eheschließung in ihrer Heimat funktioniert.

Klassische Dirndl "à l’africaine"

Dirndl à l’africaine aus dem Münchner Glockenbachviertel: Rahmée Wetterich mit einer »Noh Nee«-Dirndlschürze.
Gut, der "Innovationspreis Volkskultur" der Landeshauptstadt München ist kein Oscar und auch nicht der "Bambi". Wer allerdings die letzte Bambi-Verleihung im Fernsehen gesehen hat, darf bezweifeln, ob das ein Nachteil ist. Die Münchner Volkskultur-Preisträgerinnen 2017 heißen jedenfalls Rahmée Wetterich und Marie Darouiche. Beide wurden nicht in Bayern, sondern in Kamerun geboren.

Lutherischer Weltbund

Bei der Vollversammlung des Lutherischen Weltbunds (LBW) in Namibia stehen das 500. Reformationsjubiläum und das 70-jährige Bestehen der Weltgemeinschaft im Mittelpunkt. Welche Bedeutung der LWB bis heute hat und was man sich unter dem Tagungsmotto "Wir sind befreit durch Gottes Gnade. Erlösung, Menschen, Schöpfung - für Geld nicht zu haben" vorstellen muss, erzählt Oberkirchenrat Michael Martin, einer von sechs bayerischen Delegierten.

Lutherischer Weltbund

Vor der 12. Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes (LWB) in Namibia hat Bischof Frank Otfried July die Bedeutung des Treffen für die Ökumene betont. "Die lutherischen Kirchen haben lange und Mut machende Erfahrungen in Dialogprozessen, insbesondere mit der römisch-katholischen Kirche", sagte der württembergische Landesbischof, der auch Vizepräsident des LWB ist. Besondere Bedeutung komme der internationalen Begegnung im Jahr des 500. Reformationsjubiläums zu.