Berlin

Kommentar

Ausbildung Evangelische Journalistenschule Berlin EJS retten
Verantwortungsvoller Journalismus ist heute wichtiger denn je. An der Evangelischen Journalistenschule in Berlin werden seit 1995 junge Menschen ausgebildet, die eine demokratische, werteorientierte Haltung eint. Nun soll die Schule einem Sparkonzept zum Opfer fallen. Ein Kommentar von Susanne Schröder.

Kommentar

Greta Thunberg
An Greta Thunberg scheiden sich die Geister. Längst ist die junge Schwedin selbst Gegenstand von Analyse, Kommentaren und Likes. Es ist ja auch bequemer, über Thunbergs Verkehrsmittel zu räsonieren, als den Kern ihrer Kritik ernstzunehmen. Denn der berühmteste Halbsatz des Jahres 2019 lautet: "How dare you?" - Wie können wir es wagen, noch länger wegzuschauen? Wenn wir ihn ernst nehmen, zwingt er uns aus der mentalen Komfortzone.

US-Bürgerrechtler und Baptistenprediger

Martin Luther King predigt in der Sophienkirche in Ost-Berlin
Im September 1964 besuchte Martin Luther King das geteilte Berlin. Nach einer Predigt vor 20.000 Menschen in der West-Berliner Waldbühne reiste er überraschend auch in den Ostteil der Stadt und predigte in der überfüllten Marienkirche und in der Sophienkirche. Sabine Rackow, Markus Meckel und Michael Markus Schulz waren damals dabei.

Von München nach Berlin

 Andrea Wagner-Pinggéra
Die persönliche Referentin des bayerischen Landesbischofs Heinrich Bedford-Strohm, Andrea Wagner-Pinggéra, wird neue Theologische Geschäftsführerin von drei traditionsreichen diakonischen Einrichtungen in Berlin und Brandenburg.

Landessynode

Friedenstaube
"Ihr seid doch Friedenskirche, ihr wisst doch wie Frieden geht": Mit diesem Tenor wandten sich immer häufer Menschen an die Mennonitische Gemeinde in Berlin. Leiterin Martina Basso wird bei der bayerischen Landessynode vom 24. bis 28. März in Lindau über das immeraktuelle Thema sprechen. sonntagsblatt.de verrät sie, was Frieden für sie bedeutet.

Antisemitismus

Persisch ist er, deutsch und israelisch. Die Heimatminister dieser Welt bekommen bei so einem Schnappatmung. Die Kurzfassung seines Lebens: von der Straßengang im Berliner Wedding zum Pressesprecher der israelischen Armee. Arye Sharuz Shalicar kennt sich ganz gut damit aus, zwischen allen Stühlen zu sitzen. Sein jüngstes Buch "Der neu-deutsche Antisemit" ist eine Abrechnung mit dem aufflammenden Antisemitismus in Deutschland – knapp 75 Jahre nach dem Ende des Holocaust.

Theologie-Geschichte

Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher: Religion »ist weder Denken noch Handeln, sondern Anschauung und Gefühl«.
"Der nackten Wahrheit Schleier machen / Ist kluger Theologen Amt / Und Schleiermacher sind bei so bewandten Sachen / Die Meister der Dogmatik insgesamt." So witzelte Zeitgenosse August Schlegel über den evangelischen Theologen Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher und dessen "bedeutsamen" Namen. Doch dem protestantischen "Kirchenvater des 19. Jahrhunderts" ging es um das gerade Gegenteil von Vernunftverschleierung: nämlich darum, subjektive Erfahrung und kirchliche Tradition zu versöhnen. Friedrich Schleiermacher wollte zum Wesen des Christentums vordringen und es so in eine aufgeklärte Gegenwart und in die Zukunft führen. Am 21. November vor 250 Jahren wurde er geboren.

Journalistenaustausch mit Tansania

Brandenburger Tor
Vier Wochen lang war die Rundfunk-Korrespondentin Irene Mbakilwa aus Tansania mit dem Medienstipendium "Journalismus & Religion" in Deutschland zu Gast. Nach einigen Kurztrips innerhalb Bayerns, ging es für die 43-Jährige nach Berlin und ins Ruhrgebiet. Was sie dort erlebt und nicht nur über Deutschland, sondern auch über ihre Heimat gelernt hat, erzählt sie in diesem Blogeintrag auf Deutsch und Englisch.

Attentat auf Rudi Dutschke

Rudi Dutschke - Fahrrad und Aktentasche am Tatort des Attentats vom 11. April 1968.
Autor
Rudi Dutschke war eine Ikone der Studentenbewegung 1968. Am 11. April vor 50 Jahren schoss der junge Hilfsarbeiter Josef Bachmann vor dem Büro des Sozialistischen Deutschen Studentenbunds in Berlin auf Dutschke und verletzte ihn schwer. Dutschke gilt als Revolutionär und Radikalsozialist. Aber er war auch ein zutiefst gläubiger Christ.

Kirche und Revolution

Stahlhelm, Mütze, Hut – Revolutionäre hinter Barrikaden aus Zeitungsstapeln: Im Berliner Zeitungsviertel wurde während des Spartakusaufstands im Januar 1919 besonders heftig gekämpft.
Als im November 1918 die Revolution ausbrach, die gekrönten Häupter des Reichs stürzten und die Republik ausgerufen wurde, stand all das für die meisten protestantischen Theologen und Pfarrer im Widerspruch zur göttlichen Ordnung. Und die roten Revolutionäre waren meist auch keine Kirchenfreunde. Mit der Weimarer Verfassung standen die Kirchen 1919 plötzlich aber als Gewinner der ersten deutschen Demokratie da. Wie kam das?