Flucht

Evangelischer Kirchentag in Dortmund

2019 Kirchentag Hesselberg Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm2
Beim Kirchentag in Dortmund fordert die evangelische Kirche erneut die Aufnahme aller im Mittelmeer geretteten Flüchtlinge und ihre Verteilung in der Europäischen Union. "Europa verliert seine Seele, wenn wir so weitermachen", mahnt der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm.

Ausstellung

Fotoprojekt »Sehnsucht Heimat. Flucht – Vertreibung – Neuanfang«
Autor
Ein Steiff-Teddy, eine kleine Kette, eine Geige, ein Kreuz – all diese Gegenstände haben Menschen mit auf die Flucht genommen, obwohl Dinge für Leib und Leben eigentlich Vorrang hatten. Viele Menschen, die im Fotoprojekt "Sehnsucht Heimat. Flucht – Vertreibung – Neuanfang" des Nürnberger Prodekanats Nord porträtiert werden, haben diese Stücke immer noch bei sich – egal, ob sie 94 oder 19 sind, egal, ob sie aus Rumänien oder Syrien geflüchtet sind. Warum ihnen diese "Schätze" ein Stück Heimat bedeuten, erzählen sie in einer Ausstellung in Nürnberg.

Lebensgeschichten von Toten

Buch Todesursache Flucht Cover
Ertrunken, verdurstet, erhängt: Das Buch "Todesursache: Flucht" will Fluchtopfern einen Namen geben. Dafür haben die Autorinnen Kristina Milz und Anja Tuckermann anhand der Liste des "United"-Netzwerks Lebensgeschichten recherchiert. Wer war Fatim Jawara? Was hat Zaki Adam erlebt? Und warum sind sie gestorben? Porträts, die Liste der Toten und Gastbeiträge prominenter Autoren ergeben zusammen ein Plädoyer für mehr Menschlichkeit.

Migration

Ashot Aharonyan
Autor
Kein Happy-End für den im Januar aus Neuhaus an der Pegnitz abgeschobenen Ashot Aharonyan, der seine todkranke Mutter Gayane noch einmal sehen wollte: Als der junge Armenier endlich auf dem Weg zurück nach Deutschland war, ereilte ihn die Nachricht vom Tod seiner Mutter. Er kehrte um. Zurück bleiben nicht nur Trauer, sondern beim Neuhauser Helferkreis auch Verbitterung und Wut.

Evangelische Morgenfeier

Vertreibung der Juden aus Jerusalem
Woher nehmen Menschen die Kraft, sich in der Fremde einzurichten, in die sie unfreiwillig geraten sind? Wie schaffen sie es, sich dort ein neues Leben aufzubauen - mit Religion und Kultur, mit Freude und Liebe? Ein biblischer Text erzählt von dieser Kraft. Er ermutigt dazu, die Fremde zu bewohnen, denn: Auch die Fremde ist ein von Gott bewohnter Ort. Eine Predigt von Pfarrerin Elke Eilert aus Wolfratshausen.

Filmtipp Lebensformen

Seit gut zwei Jahren lebt Sultan im Hotel Steinbauer, einer Flüchtlingsunterkunft im oberbayerischen Amerang. Für die Fernsehsendung "Lebensformen" an Karsamstag um 17 Uhr auf SAT1.Bayern bereitet der gebürtige Pakistani Gerichte aus seiner Heimat zu und erzählt dabei seine Geschichte: von zu Hause, von Flucht, von Heimweh, von seinem besten Freund Markus und von Wünschen und Sehnsüchten für die Zukunft. Hier finden Sie schon mal einen kleinen Vorgeschmack.

Flüchtlinge

Bild aus der GU für Frauen in Kattenhochstatt
Autor
Sie waren auf der Flucht. Manchmal vor ihren Männern, die sie in der Heimat prostituieren wollten oder sie und die Kinder geschlagen haben. Manchmal aber auch mit ihren Männern und der Familie, wegen dem Krieg. In Deutschland angekommen, verabschiedete sich der Gatte dann. Ohne Schutz in einer Gemeinschaftsunterkunft (GU) bedeutet das für manche Frau den Beginn eines neuen Martyriums. Gut, dass es seit wenigen Wochen das Haus Noomi gibt. Wohl einzigartig in Franken.

Asyl

Transitzentrum für Flüchtlinge in der Zeißstraße in Regensburg
Vor drei Monaten wurde in Regensburg und vor zwei in Deggendorf ein Transitzentrum für Flüchtlinge eröffnet. Solche Zentren gibt es bereits in Ingolstadt-Manching und Bamberg. Hier landen Asylbewerber, die laut bayerischer Staatsregierung "eine geringe Bleibeperspektive" haben, das heißt, ihre Chance auf Asyl liegt unter 50 Prozent. In den Zentren befindet sich alles unter einem Dach, von der Erstaufnahme bis zu Ausreiseeinrichtungen. Mit der Folge, dass Flüchtlinge unter Umständen jahrelang isoliert bleiben, kritisierte der frühere Kirchenasylkoordinator der Landeskirche, Stephan Theo Reichel, bei einer Podiumsdiskussion des Evangelischen Bildungswerks in Regensburg.

Flüchtlinge

Die private Regensburger Seenotrettungsorganisation Sea-Eye will ihre seit einem Monat ausgesetzte Rettungsmissionen im Mittelmeer fortsetzen. Wie sie mitteilte, sollen die Einsätze der beiden Schiffe Sea-Eye und Seefuchs in einem Bereich von 70 bis 90 Seemeilen vor der libyschen Küste stattfinden. Damit könne der "fortdauernden Bedrohung durch die libysche Küstenwache" Rechnung getragen werden und die Sicherheit der Crew werde nicht gefährdet.

Christentum im Mittleren Osten

Erzpriester der Assyrischen Kirche des Ostens Emanuel Youkhana
Mit der Befreiung Mossuls ist die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) noch lange nicht besiegt, sagt der irakische Erzpriester der Assyrischen Kirche des Ostens und Leiter der Hilfsorganisation CAPNI, Emanuel Youkhana. Im Interview erklärt er, was in dem Land jetzt passieren muss und wie es für die Christen im Irak weitergeht.