jüdische Feste

Jüdische Feste

Schofar
Für Juden auf der ganzen Welt beginnt am 30. September 2019 das Jahr 5780. Gefeiert wird, wie an allen jüdischen Festen, bereits am Vorabend mit einem großen Festmahl, bei dem Honig und ein Granatapfel nicht fehlen dürfen. Warum das so ist und was genau am jüdischen Neujahr gefeiert wird, erklären der Münchner Rabbi Steven Langnas und der in der bayerischen Landeshauptstadt lebende israelische Blogger Asaf Erlich.

Jüdische Feste

Zur Zeit besteht das jüdische Leben fast nur aus Feiertagen. Ende September war das Neujahrsfest, Rosch Haschana. Dann folgte der Jom Kippur, der höchste und heiligste Feiertag mit Fasten und Beten. Und ab 13. Oktober wird das achttägige Laubhüttenfest gefeiert. Jetzt verbringt Rabbi Langnas viel Zeit in einer kleinen Hütte im Garten. Warum er das tut, hören Sie hier:

Religiöse Feiertage

25 Stunden lang nichts essen, nichts trinken, nicht rauchen, nicht duschen, nur nachdenken über sich selbst und über das, was man falsch gemacht hat. Daran halten sich Juden auf der ganzen Welt ab Dienstagabend. Am 9.10. ist Jom Kippur, der große Versöhnungstag, und er beginnt wie alle Feiertage im Judentum am Vorabend. Rabbi Langnas erkärt, warum der Feiertag für die jüdische Seele so wichtig ist:

Jüdische Feste

Christen feiern Pfingsten, weil die Jünger Jesu an diesem Tag den Heiligen Geist empfangen haben. Sie waren damals alle nach Jerusalem gepilgert zu einem wichtigen jüdischen Fest: Schawuot. Das Fest feiern Juden bis heute. Dieses Jahr beginnt es am Samstagabend, den 8. Juni 2019, und fällt mit Pfingsten zusammen. Hören Sie rein:

Jüdische Feste

Dieses Jahr fallen das jüdische Pessachfest und das christliche Ostern zusammen. Am Karfreitagabend beginnt das achttägige Fest mit dem feierlichen Sederabend. Den hat auch Jesus damals kurz vor seinem Tod in Jerusalem gefeiert. Mit seinen Jüngern versammelte er sich zum traditionellen Seder-Mahl, so wie jüdische Familien das bis heute machen.

Osterparadoxie

Erinnerung an Pessach und den "gebundenen Mondkalender" der Juden: Der Vollmond bestimmt den Ostertermin.
Ostern ist immer am Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond? Von wegen! Wer in einen Kalender des Jahres 2019 schaut, sieht: Zwischen dem Frühlingsanfang am 20. März und dem Ostersonntag am 21. April liegen zwei Vollmonde. Wie kann das sein? Hätte Ostern nicht schon am 24. März gefeiert werden müssen? Warum im Jahr 2019 die bewährte Faustregel zur Bestimmung des Osterdatums nicht gilt – und warum das so selten vorkommt wie eine totale Sonnenfinsternis.