Völkermord

Geschichte

Brennende Synagoge in Ludwigsburg - Reichspogromnacht 9./10. November 1938
Der 9. November ist ein "Schicksalstag" der deutschen Geschichte: 1848, 1918, 1923, 1989 – von der Revolution bis zum Mauerfall häufen sich an diesem Datum die historischen Wendepunkte. Nach der Wiedervereinigung war der 9. November als Nationalfeiertag im Gespräch. Doch der 9. November war auch der Höhepunkt der Novemberpogrome 1938: Euphemistisch als "Reichskristallnacht" bezeichnet, markiert dieses Datum den Übergang von der Diskriminierung zur offenen Verfolgung der Juden durch das nationalsozialistische Deutschland, die in einen industriell betriebenen Völkermord mündete.

Kommentar

Minderheiten in Afrika
Autor
Ob Ostnigeria oder Myanmar: Minderheiten wurden und werden in der Geschichte der Menschheit oft gnadenlos verfolgt, vertrieben, ermordet. Eine Lobby haben sie selten. Die Gesellschaft für bedrohte Völker versucht seit 1968, diesen Mangel auszugleichen: Mit Kampagnen und spektakulären Aktionen. Auch 50 Jahre danach ist das dringend nötig. Ein Kommentar von Reimar Paul.

Weltbund will Versöhnungsprozess begleiten

Der scheidende Präsident des Lutherischen Weltbunds, Munib Younan, bei der Vollversammlung des LWB in Windhuk, Namibia.
Die am 15. Mai im Rahmen der Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes (LWB) in Windhuk veröffentlichte Erklärung zum Völkermord in Namibia wird von vielen als Meilenstein gesehen. Der scheidende LWB-Präsident Munib Younan sagte: "Das Papier ist historisch und sehr wichtig für uns."