25.05.2020
Audio-Andachten

Andachten als Anti-Corona-Therapie

Was gibt uns in Zeiten von Corona Kraft? Mit unserer "Anti-Corona-Therapie" (ACT) haben wir mehr als sechs Wochen lang täglich eine Dosis Durchhaltevermögen per Messenger verschickt. Jetzt schalten wir einen Gang runter auf "Act & React! - Aktuell-Christlich-Teilbar - Die inspirierende Wochen-Dosis"!
Anti-Corona-Therapie

ACT bedeutet "Anti Corona Therapie" und ist unsere tägliche Dosis Durchhaltevermögen...

Viele sind zu Hause, die Gottesdienste fallen aus, das kirchliche Gemeindeleben ändert sich. Wir wollen die Menschen in Bayern verbinden mit positiven Impulsen und Erfahrungen.

Wir berichten über Kirchengemeinden, die Kerzen ins Fenster stellen, über Pfarrerinnen und Pfarrer, die spontan einen Radio-Gottesdienst halten, wie trotz Stress, Homeoffice oder Quarantäne der Glaube wächst und trägt. Sie können die Audio-Beiträge über verschiedene Kanäle konsumieren. Alle Beiträge finden Sie auf unserem YouTube-Kanal.

Seit der Corona-Öffnung machen wir weiter als "Act & React - Aktuell-Christlich-Teilbar". Weiterhin bleibt der Rückkanal offen für Fotos, Audio-Nachrichten, Ideen und für alle, die mitgestalten wollen. Und "Act!" lebt weiter davon, dass jeder weiterleitet und teilt. Anmeldung unter act@epv.de.

Anregungen und Ideen für die Redaktion können Sie uns jederzeit mailen: online@epv.de.

Dienstag, 02. Juni 2020 - Corona Demo

Das Virus ist einfach nicht kleinzukriegen, genauso die Diskussionen, wer was wann darf. Gut so! Solange wir miteinander reden und nicht einer sich auf Kosten der anderen durchsetzt. Deshalb heute weniger Besinnung, mehr Gesinnung. Viel Spaß beim Hören und Diskutieren und gerne teilen!

Auf der Demo für mehr Corona-Lockerungen sagen Teilnehmer: "Sterben" ist kein Risiko, sondern ein wichtiger Akt eines guten Lebens. Nicht das Überleben zählt, sondern die Lebensqualität. Klingt ehrenwert und lebensbejahend, auch irgendwie christlich, ganzheitlich – meint Pfarrer Ulrich Schindler aus Heilsbronn.

Montag, 25. Mai 2020 - eine Tür öffnen

Lock down. Und jetzt wieder die Freiheit, schrittweise. Die ungewohnte Nähe anderer Menschen. Jeder Tag voller Entscheidungen: Wie interpretiere ich die Vorgaben für mich? 

Hasso von Winning: „Und dann kam der Tag, an dem wir zum ersten Mal ohne Begleitung das Gefängnis verließen. Freigang! Aber wohin sollen wir denn gehen?“ Vor-Corona-Gedanken, den jetzt noch mehr zutreffen.

Montag, 18. Mai 2020 - Mein Kollege ist Bayernspieler

Was ist der Wert eines Menschen? Das kann man daran messen, wie bevorzugt er für die Bundesliga getestet wird. Oder ob der Corona-Rettungsschirm auch für ihn gilt. Wieviel man ihm zahlt in der Fleischverarbeitung. Wie seine Arbeitsbedingungen gestaltet werden in der Pflege. Die da oben und wir - jeder von uns bemisst täglich den Wert anderer Menschen. 

Der Marktwert eines FC Bayern-Spielers ist – im Durchschnitt – 30 Millionen Euro. Ein Patenkind in Afrika zu finanzieren, das kostet dagegen nur 30 Euro im Monat. Ich habe mal hochgerechnet…

Montag, 11. Mai 2020 - Selbstlob hilft

Irgendwie ist wieder alles normal. Die Autos, die (fehlenden) Abstände, und die USA blockieren die UNO. Aber die Nähe fehlt immer noch. Dann muss man sich halt selbst der Nächste sein, hat sich schon Gott gesagt, behaupten wir einfach mal heute :-)

"Heute war ich sehr diszipliniert!" schreibt mir jemand. Das erinnert mich ein wenig an Gott. Von dem heißt es am Anfang: "Und Gott sah, dass es gut war." Niemand lobt ihn. Und so lobt Gott sich selbst. Dass Eigenlob stinkt, hat ihm offensichtlich noch niemand gesagt.

Montag, 4. Mai 2020 - ... bis Montag!

"Act!" verändert sich: aus dem Krisenmodus schalten wir um auf einmal pro Woche: "Act&React - Aktuell-Christlich-Teilbar".

Weiterhin bleibt der Rückkanal offen für Fotos, Audio-Nachrichten, Ideen und für alle, die mitgestalten wollen. Und "Act!"lebt weiter davon, dass jeder weiterleitet und teilt.

Zeit für Zwischenfazit: "Act!" war bis jetzt 47 gemeinsame Corona-Tage, 47 Impulse von 25 Autoren, ungezählte Feedbacks, drei Psalmen, Kindergedicht, Lieder, Hausmusik, Paartipps, Youtube-Highlights, Grüße aus China und Südafrika, die Bläserstaffel, Obdachlosenhelfer, Seniorenpostverschickerin, Mundschutznäher im Knast…

Sonntag, 3. Mai 2020 - Keinen zurücklassen

Die Corona-Entscheidungen ploppen täglich auf: Wer darf wann aufmachen. Sind Autos systemrelevanter als die Pflege. Wer darf unter den Rettungsschirm. Aktien versus Kurzarbeit. Muezzin-Rufe neben Kirchenglocken. 

Der Wirtschaftswettlauf setzt kurz aus wegen der Corona-Krise. Doch schon unter dem Rettungsschirm beginnt wieder der Run auf Klopapier, Staatshilfen und europäisches Geld. "Die ersten werden die letzten sein. " (Bibel), und andere Lebensweisheiten.

Samstag, 2. Mai 2020 - Sehnsucht nach Gottesdienst

Ab übermorgen (4. Mai 2020) geht´s wieder: Corona-Gottesdienst mit Maske, auch beim  Singen – das klingt bestimmt lustig ;-)  Maske abnehmen nur zur Liturgie und Predigt. Maximal eine Stunde Gottesdienst und 2 Meter Abstand, gut, dass wir die großen Kirchen noch haben. Bei Gottesdiensten im Freien maximal 50 Teilnehmer. Aber immerhin!

Gottesdienste waren jetzt sechs Wochen lang verboten, manche PfarrerInnen haben echt am Rad gedreht. Ab übermorgen (4. Mai 2020) darf man sich in Bayern wieder " „in echt" zum Gottesdienst treffen. Was ist denn das Echte beim Gottesdienst?

Freitag, 1. Mai 2020 - Tag der Arbeit

Geschäfte dürfen wieder öffnen. Vieles läuft langsam an. Doch bis Herbst werden keine größeren Veranstaltungen stattfinden.

Wie geht es kleinen Unternehmen, die genau in dem Bereich arbeiten? Eine Frage, die sich heute, am Tag der Arbeit, stellt.

Und vielleicht entdecken wir Lichtblicke, auch wenn es noch lange keinen Alltag geben wird.

Alle großen Veranstaltungen: abgesagt. Wie geht es Menschen, die ein kleines Unternehmen führen und darauf angewiesen sind? Vielleicht finden sich auch hier Lichtblicke in dieser Zeit.

Donnerstag, 30. April 2020 - Auf Laternenpfähle starren

Die "gesamtgesellschaftliche Vollbremsung"oder sogar Corona-Crash – sehenden Auges ist die Menschheit das Risiko eingegangen, dass es nicht immer gut geht.

"Kein Schaden ohne Nutzen"hat mein Kollege immer gesagt – lernen wir daraus!

"Die Corona-Krise ist wie damals, als ich Fahrradfahren gelernt habe! " Siegfried Rodehau von der evangelischen Schulstiftung lässt sich von seiner Tochter belehren und fordert auf, sich von der Krise nicht lähmen zu lassen.

Mittwoch, 29. April 2020 - Wer kriegt die Corona Medikamente zuerst?

Neben aller Solidarität läuft der Verteilungskampf: landen die Rettungsmilliarden bei denen, die es am nötigsten brauchen oder die die stärkste Lobby haben?

Auch wenn wir das rettende Medikament oder den Impfstoff gegen Corona finden, zeigt sich das wahre Gesicht unserer Gesellschaft: Geld oder Leben.

Noch sind sie in der Entwicklung: Medikamente gegen Covid 19 und Impfungen gegen das SARS-CoV 2 Virus. Es wird dauern, alle Milliarden Menschen zu versorgen. Pfarrer und Klinikseelsorger Frank Nie hätte da einen Vorschlag.

Dienstag, 28. April 2020 - Reset oder Neue Chance

Endlich wieder unser altes Leben zurück! Die Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen sehnt die ganze Menschheit herbei. Dabei gibt es kein "zurück"– das Leben geht immer nur nach vorne. Wollen wir die alten Fehler weiter machen? Oder lernen wir gemeinsam, wie wir auf dieser Erde miteinander leben können? 

Das Corona-Virus erteilt uns ein bittere Lehre, findet der Nürnberger Dekan Jürgen Körnlein. Oder sind wir selbst, die gerade etwas Neues ausprobieren? Und was hat das alles mit Wiederaufstehen zu tun?

Montag, 27. April 2020 - Pontius Pilatus - vergebliches Händewaschen

Es kann richtig dumm sein, sich nicht die Hände zu waschen. Das Gegenteil ist auch wahr. Corona ist wie ein Scheinwerfer auf die große Politik und den heimischen Abwasch. Was wir glauben, wie wir uns entscheiden, liegt in unseren Händen ;-) 

 

Pfarrer Alexander Seidel stellt in einer Andachtenserie einige der dümmsten Entscheidungen vor, die Menschen in der Bibel getroffen haben. Dazu gehört Corona-bedingt auch Pontius Pilatus. Derjenige, der an Karfreitag letztlich Jesus zum Tod am Kreuz verurteilte.

Sonntag, 26. April 2020 - Hasenohren

Was hat Corona mit Franz von Assisi zu tun? Und wieso helfen Hasenohren gegen Langeweile? Und sind Hasen wirklich bessere Nächstenliebhaber?

Eine Kindergeschichte für Erwachsene.

Diakonin Tina Dehm: "Ich verbringe gerade viel Zeit mit meiner kleinen Tochter. Die Krippe ist geschlossen und ich arbeite nur noch im Homeoffice. Puh, da ist es jeden Tag eine ganz schöne Herausforderung, zu planen, was wir gemeinsam unternehmen – denn, langweilig soll es nicht werden…"

Samstag, 25. April 2020 - Psalm 121, von uns für uns

Nach der Schule wollte ich das erste Mal in die weite Welt – aus dem netten beschaulichen Ruhrgebiet in das wilde, gefährliche Bayern, wo man die Menschen nicht versteht und gefühlt immer noch FJS herrschte ;-)

Mein Vater gab mir diesen Psalm mit auf den Weg – damals kannte ich ihn kaum. Was ich auch nicht wußte: dort im Allgäu in einer therapeutischen Wohngemeinschaft für psychisch Kranke war dieser Psalm der „Haus-Psalm“.

Wir haben ihn wöchentlich gesungen, und seitdem rauscht er fort in meinen Adern wie ein Kraft-Elixier.

Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen. Woher kommt mir Hilfe?
Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.

Freitag, 24. April 2020 - Bitte berühren!

Die alte Dame im Pflegeheim spielt jeden Tag ihr Ritual. Und holt sich das, was sie braucht: Dass ein Mensch sie berührt.

Wie vermissen wir das in Corona-Zeiten! Die Alten und die Jungen!

 

Digital geht vieles in Corona-Zeiten. Aber das Menschliche fehlt. Die Berührung. Die Nähe. Die Unbefangenheit. Die Sicherheit kann man nicht ausspielen gegen das, was fehlt. Man kann nur beides wertschätzen – oder was denkt ihr?

Donnerstag, 23. April 2020 - Jesus für Sufis

Muslime kennen Jesus als Prophet. Ein Sufi-Lehrer erzählt diese Geschichte: Jesus wandert mit seinen Jüngern und predigt, da wird er beschimpft und verjagt.

Wie reagiert er? Eine Corona-Ramadan-Weisheit.

Heute beginnt der Ramadan: Statt Moschee-Besuch Online-Koranverse. Statt großes Iftar-Abendessen nur engster Familienkreis. Der Penzberger Imam Benjamin Idriz sieht im Corona-bedingten Verzicht eine Chance: "Die individuelle Beziehung zu Gott rückt in den Vordergrund. Gott ist überall, nicht nur in der Moschee. "

Mittwoch, 22. April 2020 - Gott im Lagerkoller

Eine Vikarin sitzt wie so viele seit Wochen mit Mann und zwei Kindern in den engen häuslichen Grenzen. Sie sucht Gott daheim, um die Wohnung zu weiten.

Wo könnte sich Gott verstecken? Such mal dort: Morgenstille, Pressemitteilung, Summen der Gespräche!

Häusliche Gewalt in Corona-Zeiten, das ist ein Problem. Daneben gibt es eine andere Erfahrung: Die Sorgfalt untereinander kann wachsen, wenn man weiß: für die nächste Zeit sitzen wir im gleichen (Haus-)
Boot.

Dienstag, 21. April 2020 - Turteltauben

"Liebe in Zeiten von Corona"ist das "geflügelte Wort", das ich in den letzten Wochen am meisten gelesen habe. Ein schöner, ein harter Gegensatz.

Natürlich ist es sinnvoll, die Kontakte einzuschränken. Aber sich einigeln, abschotten, hart machen – das kann es nicht sein!

Ein Tangofreund schickt jeden Morgen wie Act! einen Gruß in die Tanz-abstinente Community – einen hinreißenden, romantischen oder feurigen Tango. Viele halten es kaum aus, nicht tanzen zu können. Was wir vermissen, ist wohl meistens verschieden. Dass wir vermissen, verbindet uns mit allen Lebewesen.

Montag, 20. April 2020 - Man muss doch zufrieden sein

Während sich Politiker via Mundschutzpflicht profilieren, beißen die hinter dem Corona-Mundschutz die Zähne zusammen: durchhalten bis die Schule angeht, der Betrieb endlich wieder aufmacht, die Gespanntheit abschütteln.

Was werden wir lernen aus der Krise? Worauf blicken wir vielleicht dankbar zurück?

Muss ja!
Eine neue Woche mit neuen Freiheiten und Einschränkungen, neuen Neiddebatten und verwirrenden Meldungen aus aller Welt. Ruhig bleiben, dankbar bleiben, bei sich bleiben – das könnte das Corona-Motto der Woche sein.

Sonntag, 19. April 2020 - Schnee von morgen

Erst die "gesellschaftliche Vollbremsung", jetzt vortasten bei schlechter Sicht. Wenig hilfreiche Beschwörungsformeln: "Nicht wird mehr sein wie vorher!" Manche drehen schier durch, andere sind gewohnt, von der Hand in den Mund zu leben. Hier ein Mutmacher für Corona-Zeiten.

Fast alle Termine abgesagt oder verschoben. Schon hart, wenn man kaum noch planen kann – und ständig verändern sich die Rahmenbedingungen, was grad gehamstert wird und welches Geschäft oder welche Grenze offen haben darf. Was Corona lehrt, sagt die Bibel schon lange.

Samstag, 18. April 2020 - Bitte Lächeln!

Der Montag wird unsere Sozialkompetenz auf den Prüfstand stellen: Werden wir mit Corona-Mundschutz verdeckt immer noch menschlich bleiben? Mit den Augen lächeln, wohlwollende Worte wählen, auf Abstand Nähe geben? Hier Ideen zum selber basteln!

Ab Montag ist der Mundschutz dringend empfohlen. Gesundheitsgründe, na gut. Aber es könnte auch den Umgang verändern, die Freundlichkeit verhüllen. Ab Montag sind wir Mimik-behindert, aber nicht sozial.

Freitag, 17. April 2020 - Leistungsträger der Krise

Der französische Präsident Macron sprach erst vom Krieg gegen Viren. Diese Woche prophezeit er einen Corona-Wirtschaftskrieg. Mal abgesehen davon, dass ich das Kriegsgeschrei nicht mag – wer hält denn seinen Kopf hin? Wer sind denn die Krisen-Leistungsträger? Wer kann denn Aktien essen?

500 Euro Dankeschön, Applaus vom Balkon, das ist schon was. Aber wenn das alles war, hat die Menschheit wenig gelernt aus Corona. Die Werte, die wir jetzt messen, müssen die Wirtschaft verändern, sonst stehen wir bei der nächsten Krise wieder reichlich blank da.

Donnerstag, 16. April 2020 - Corona-Filter

Bald werden wir also unseren Mitmenschen nur noch maskiert begegnen. Das verfremdet das Leben noch mehr, die Stimmung ist ja sowieso schon so unwirklich. Was wird stärker sein – der Mundschutz oder wie wir selbst verhüllt ins Leben gucken können: offen, neugierig, voller Vertrauen?

Finanzielle Sorgen, Krankheitsängste, Lagerkoller – selbst im gut versorgten Deutschland liegt ein Schatten. Wie ein Filter. Eine Diakonin weiß ein Mittel gegen den tristen Corona-Schatten!

Mittwoch, 15. April 2020 - Das Müsli-Prinzip

Ärgern Sie sich über Mitmenschen, die sich in Corona-Zeiten die Rosinen rauspicken? Hefe hamstern, Staatshilfen beantragen und Aktien kaufen, Abstandsregeln nicht einhalten? Vorsicht Falle! Das Müsli-Prinzip könnte hier helfen.

In Corona-Zeiten kommt einem Diakoniemitarbeiter wieder die Müsli-Weisheit seiner kleinen Tochter in den Sinn. Und er findet sie genauso alltags- wie krisentauglich. Also ran an die Nüsse, und man muss nicht alles schlucken!

Dienstag, 14. April 2020 - Ostergrüße aus Südafrika 

Wir hatten aufgerufen: Wenn jemand außergewöhnliche oder weit gereiste Corona-Ostergrüße geschickt oder empfangen hat, möge er sie uns schicken.

Wäre wunderbar, wenn wir zeigen, dass sich die frohe Botschaft schneller und weiter verbreitet als der Virus.

Eine Act!-Userin schreibt: "Zwei Audios von meiner Schwester Palesa Ntelile aus Südafrika. Beten, bitten und das traditionelle Schlagen der Trommeln in der Vereinigung aller Welt gegen das Corona-Virus. "

Dienstag, 14. April 2020 - Der Mond ist überall

"Wir schlingern durch diese Zeit", erzählen mir Freunde und Verwandte am Telefon.

Keiner weiß wie es weitergeht, trotzdem ist Corona ständig, mit jedem und überall das Thema. Eine Diakonin in Mittelfranken setzt dagegen ein anderes Thema: Den Mond, jeden Abend, in seiner blassen, ruhigen Kraft. Und den Gesang.

Nichts Neues, aber macht Mut!

In den USA treffen sie sich zum Heulen auf dem Balkon, in Italien zum Feiern, in Israel singen, ja fast rappen sie Gebete gegen Corona im Hochhausviertel. Und Deutschland? Hat den Mond und Matthias Claudius. Dieses zarte Kinderlied, das so viel Ruhe und Kraft gibt. Und versteckte Weisheiten enthält für "wenn der Nachbar krank ist".

Ostermontag, 13. April 2020 - Mit gefalteten Fäusten 

Manchmal muss man sich durchboxen zur Auferstehung. Oder für seine Träume in den Ring steigen. Eine wahre Oster-Mutmach-Geschichte in Corona-Zeiten ist diese hier: George Foreman fliegt aus dem Boxen gegen Muhammad Ali. Das ist das Aus für seine Karriere als Sportler. Er wird Pfarrer. 20 Jahre später steht er wieder im Ring und will es nochmal wissen.

Die Geschichte des ehemaligen Boxers George Foreman ist eine, die Mut macht.

Ostersonntag, 12. April 2020 - Hinterm Horizont geht`s weiter

Der Tod und die Auferstehung, so dicht liegt das beieinander, zeigt ein Grab in Düsseldorf.

Udo Lindenberg hat das persönlich erlebt, getextet, und für Pfarrer Hannes Schott ist er ein moderner Osterzeuge!

Ein Osterzeuge aus der Corona-Risikogruppe ist Udo Lindenberg, er wird in vier Wochen 74 Jahre alt. Und Rock´n´Roll, das spielt an Ostern ja eine gewisse Doppelrolle, vor dem Grab Jesu ;-)

Karsamstag, 11. April 2020 - Psalm 91 Co(rona)-Produktion

Vor einigen Tagen haben wir gefragt, wer Lust hat, den Psalm 91 mit uns zusammen zu posten. Hier ist das Ergebnis, ich bin ganz begeistert! Möge er Euch Flügel verleihen oder Ruhe!

Ein Text, der in Corona-Zeiten gut tut! Wer Geschmack dran gefunden hat: Psalm 121 funktioniert auch!

Karsamstag, 11. April 2020 - Strafe Gottes?

Ist Corona eine Strafe Gottes? Eine Plage, wie damals in der Bibel, die Erde wird heimgesucht und soll endlich umkehren zu Gott? Augen auf im Theorien-Wirrwarr!

Karsamstag ist der leere Tag. Leid und Schmerz lasten auf denen, die Jesus vermissen. Inzwischen wissen wir, dass morgen schon Ostern ist, aber die Sackgassen-Erfahrung, die Trauer, die Fragen, kennen wir zu gut, nicht nur wegen Corona.

Karfreitag, 10. April 2020 - 10 Euro für die Ärmsten

Klar geht es jetzt jedem schlecht. Weltweiter Corona-Notstand. Während die einen über Kurzarbeit grübeln und leere Supermarktregale beklagen, haben andere gar keine Arbeit und kein Geld. Da kann man was tun.

Obdachlose haben in Corona-Zeiten auch Verdienstausfälle. Und gleichzeitig ein schlechtes Abwehrsystem und das Versammlungsverbot trifft sie hart. Eine gute Idee zum Nachmachen hat Felix Leibrock!

Karfreitag, 10. April 2020 - Karfreitag im Krankenhaus

Für Christen fallen heute zwei Katastrophen zusammen: Corona und Kreuzigung. Jesus trägt die Dornenkrone, Menschen weltweit leiden unter der Virus-Geißel. Wie es nach der Kreuzigung weitergeht, ist bekannt. Ein Hoffnungsgedanke für jetzt.

Wo ist Gott in Corona-Zeiten? Matthias Grünewald (Maler, *~1480, †~1530) würde sagen: mitten unter den Sterbenden. Und da ist er auch jetzt, sagt Pfarrerin Katharina Kemnitzer

Donnerstag, 9. April 2020 - Schlagzeilen

"So etwas wie Corona hat noch keiner erlebt", sagt mein Sohn gestern zu mir - Stolz, Angst und Spannung in seiner Stimme. Für Christen ist der Karfreitag morgen so ein Wendepunkt, ein Tiefpunkt, das Ereignis, das alles aus den Angeln hebt. So richtig verstehen kann man das nicht.

Aber im Herzen bewegen, würde Maria sagen.

Breaking News: "GOTT STIRBT!"
Und raubt dadurch dem Tod den Atem. Und über dem Kopf des Gekreuzigten die angeschlagene Zeile: "Jesus, König der Juden". Ein Vorausblick auf Karfreitag in Coronazeiten.

Mittwoch, 8. April 2020 - Treu

In guten wie in schlechten Tagen – Corona bringt uns eher schwierige Tage, unsere Geduld, Umsicht und Treue sind so wichtig wie selten.

Bleiben Sie behütet, bleiben Sie zuhause, bleiben Sie sich selbst und den Nächsten treu!

Na, wie ist die Stimmung am Tag 19 (gezählt nach dem bayerischen Shutdown)? Zerrt Corona an den Nerven und die Misstöne daheim sind schwer zu ertragen? Wie würde Pfarrer Frank Nie sagen: Klaviere sind auch nur Menschen…

Dienstag, 7. April 2020 - Mundschutz aus dem Knast

Woher soll Deutschland in so kurzer Zeit die ganzen Atemschutzmasken hernehmen? Zum Glück gibt es Leute, die organisieren können, geübt sind an der Nähmaschine und mal eben als sechs Mann und eine Schneidermeisterin 300 Stück am Tag produzieren!

Eine Act!-Userin arbeitet in der Justizvollzuganstalt in Nürnberg. Sie ist Schneidermeisterin im Gefängnis, und was kann man da in Corona-Zeiten tun? Mundschutz nähen! Das findet sie sinnvoll, ihre Jungs sind begeistert bei der Sache, und wer weiß, wem sie alles helfen in Viren-Not!

Dienstag, 7. April 2020 - Frühlingsenergie

Endlich Frühling! Eigentlich kommt der jedes Jahr, aber in diesem Jahr ist es anders. Da braucht es mehr als nur Frühlingsblumen.

Eine Andacht von Pfarrerin Judith Metzger

Mir hilft, wenn ich lese, was Menschen schon früher von ihrem Gott gesagt haben. Da steht: Ich schaffe jetzt etwas Neues! Es kündigt sich schon an, merkt ihr das nicht? Ich werde eine Strasse durch die Wüste legen und lasse dort Ströme fließen.

Es sind Worte voller Hoffnung, die Menschen aufgeschrieben haben. Und auch für mich heute gelten sie.

Ich hoffe, dass wir gut durch diese Zeit kommen und eine Straße finden, die wir gut gehen können.

 

Montag, 6. April 2020: Starke Politiker

Der bringt's! Die starken Politiker festigen in Corona-Zeiten ihre Macht. Was erwarte ich von den Mächtigen, die unser aller Grundfreiheiten einschränken? Und was bringen sie mir und uns?

Die einzige "Machtdemonstration" Jesu leitet seine Ermordung ein. Eben noch gefeiert, bald gekreuzigt. Was verspricht dieser König niedrig zu Esel? Einen tiefen Blick da hinein wirft Pfarrerin Claudia Voigt-Grabenstein aus Nürnberg, St. Lorenz.

Sonntag, 5. April 2020 - Palmsonntag

Heute ist Palmsonntag, Jesus zieht in Jerusalem ein, die Menge legt Kleider und Palmzweige auf seinen Weg. Jesus sitzt auf einem Esel, nimmt ein Bad in der Menge, vor 2000 Jahren – das berührt uns kaum. Wir haben Corona-Sorgen, kein Retter kündigt sich an und auf unseren Wegen heißt es 1,5 Meter Abstand. Man kann die Geschichte aber auch ganz anders verstehen!

Was würden Sie tun, wenn es klingelt, vor der Tür steht Jesus und sagt: "Grüß Gott?“ So geschehen in der Phantasie von Pfarrer Hannes Schott und übertragen am heutigen Palmsonntag. Hoffungszeichen in Coronazeiten.

Samstag, 4. April - Wer ist schuld?

Gestern ruft mich eine Act!-Userin an: "Corona – eine Strafe Gottes", diese Verschwörungstheorie geistert in ihrem Bekanntenkreis herum und macht sie ganz krank. Meine Freunde fragen anders herum: "Wem nützt denn Corona?" und schwelgen in ähnlich düsteren Gedanken, nur war´s dann die Finanzwirtschaft, die Amerikaner, die Chinesen oder die Natur?

Inzwischen aber weiß Act! exklusiv, wer´s wirklich war, und nebenbei lernen wir alle noch etwas für den Lagerkoller.

Freitag, 3. April - Hören wir uns?

Die Nächte werden wieder wärmer, mein Hinterhofbalkon ist in Fürth, hören wir uns? Ein paar Kilometer weiter liegt Cadolzburg. Da spielt Familie Zempel um 19 Uhr einen Klassiker mit Mann und Maus. Oft gibt es Zugaben oder zur Gottesdienstzeit eine halbe Stunde Morgenlieder. Und was macht ihr?

"Der Mond ist aufgegangen", gemeinsam musizieren Luise/Thomas Posaune * Uli Saxofon * Hermann/Andrea Trompete * Leni/Benni Kazoo-Gesang-Dabeistehn.

Freitag, 3. April 2020 - Ostern ist abgesagt

Schon vor zwei Corona-Wochen machte eine Act!-Userin eine schreckliche Entdeckung: OSTERN IST ABGESAGT!!! Zumindest was die Süßwaren betrifft, wird Ostern ausverkauft, bevor es begonnen hat.

Wer gewinnt das Corona-Rennen, der Virus oder die Gesundheit? Der Tod oder Ostern, das Fest der Auferstehung? Schokolade hat nicht immer Recht, und wer zuletzt lacht, lacht am Besten!

Donnerstag, 2. April 2020 - Ein Gebet zu Psalm 23

Den berühmten Psalm 23 "Der Herr ist mein Hirte" haben wir in der Act-Community neulich als Video in verteilten Rollen zusammengestückelt. Eine Userin hat das inspiriert, ein Corona-Gebet zum Psalm zu verfassen. Voilà! 

Seit Jahrtausenden beten gläubige Juden und Christen die Psalmen. Auch heute sind sie noch sehr aktuell, spenden Trost, machen Mut und geben Kraft.

Donnerstag, 2. April 2020 - Sozialarbeit neu vermessen

In Corona-Zeiten grüßt man anders, telefoniert anders, bekommt ständig "steife Ohren" und "Gesundheit" gewünscht. Der "soziale Abstand" muss eingehalten werden und gleichzeitig irgendwie überbrückt - sonst hält man es ja gar nicht mehr aus! Dazu ein Experte, ein Sozial-Arbeiter, frisch von der Baustelle.

Sozialarbeiter Jürgen Schöberlein von der Diakonie Hochfranken misst ständig seinen sozialen Abstand. Wichtig wegen Corona. Und misst gleich mal die anderen sozialen Dimensionen nach, denn nach Corona wird wohl alles neu vermessen – hoffentlich sehr zwischenmenschlich!

Mittwoch, 1. April - Bläser-Staffel in Roßtal

Wir bleiben zu Hause und machen was gemeinsam wegen und trotz Corona. Das hat sich letzten Sonntag die evangelische Gemeinde in Roßtal bei Nürnberg gedacht und eine Musikkette über Häuserdächer, Balkone und Gärten gestartet. Los ging‘s wie könnte es anders sein – auf dem Kirchturm.

Nur wegen Corona: Kein Gottesdienst, kein Posaunenchor, kein Spass miteinander – das lassen sich ein paar wackere Mittelfranken nicht bieten und spannen völlig virenfrei eine Notenkette quer durch ihren Ort, in die Außenbezirke und zurück.

Mittwoch, 1. April - Corona und Aprilscherze

Ich persönlich denke am 1. April ja immer an die Patentante meiner Mutter. Die ist am 1. April geboren und mit fast 103 Jahren gestorben. Sie strahlt eine Lebenskraft aus, bis zum Schluss, das könnt ihr euch hier als Mutmacher angucken.

April, April! Ist ja heute verboten! Staaten stellen Witze unter Geldstrafe, muss das sein? Die Corona-Scherzbilder und -videos tragen uns doch auch einige Meter durch die Krise, oder?

Dienstag, 31. März 2020 - Corona und die Klimakrise

Die Corona-Krise hilft uns in der Klimakrise – wohl ungewollt. Dass die Umwelt sich erholt, trifft die Wirtschaft und damit vor allem die Ärmsten hart. Werden wir solidarisch sein? Andachten dürfen politisch sein, das hat Tradition seit den Propheten der Bibel.

Flugzeuge bleiben am Boden, Chinas Luft erholt sich, der Dauerstress wird zumindest für manche abrupt gestoppt – das alles ist nicht der Verdienst von Fridays for Future, Greta oder einsichtigen Politikern – Corona erteilt uns eine Lehre nach der anderen.

Montag, 30. März 2020 - Wie im Krieg?

Abschottung. Ausgangssperre. Überwachung. Wie im Krieg? Manche Politiker benutzen gerne martialische Begriffe, aber sie täuschen sich. Wir alle wollen nicht kämpfen, sondern das retten, was uns lieb und teuer ist: Uns selbst, unsere Liebsten, aber auch unsere Nächsten, alle Menschen. Denn längst wissen wir: Es geht nur zusammen. 

Durch Corona haben viele nicht nur Angst um ihre Gesundheit. Sie bangen um ihren Job, manche um ihren Börsen-Reichtum. Und tatsächlich geht es in dem Kampf gegen Corona auch um Werte und Wirtschaft. Ist es „Krieg“, den wir miteinander führen?

Montag, 30. März 2020 - Ist Gott immer da?

Wenn Gott allmächtig ist, warum gibt es so viel Böses und Leid? Oder hat Gott die Menschheit vergessen und überlässt sie Corona, den Populisten und der Klimakatastrophe? Pfarrer Bernhard Winkler mit dem literarisch-theologischen Spagat.

Eine Andacht oder ein Corona-Lesetipp? Herr Müller stirbt. Er stolpert über das Skateboard seiner Tochter und stürzt vom siebten Stock aus dem Fenster: Seine Seele kommt nicht dort an im Himmel...
„Herr Müller, die verrückte Katze und Gott“ 2016 von Ewald Arenz, 14 Euro bei Ars Vivendi.

Sonntag, 29. März - Wir sind nicht allein

„Christ helps the starving children“ – dieses U-Bahnplakat erinnert heute, dass wir nicht die ersten sind, die schwierige Zeiten erleben. Und das „Glück gehabt“ sehr kurzsichtig ist. 

Corona hat die Flüchtlingskinder auf Lesbos ziemlich aus den Schlagzeilen gedrängt. Geändert hat sich an ihrem Leid dadurch gar nichts. Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst (Jesus)

Samstag, 28. März 2020 - Corona Feelings

Eine Woche lang wurden in meiner Volleyball-Whatsapp-Gruppe haufenweise lustige Bilder und Videos geteilt. Vorgestern schreibt einer, ihn regt das auf. Betretenes Schweigen, Spaßverderber, musst es ja nicht lesen. Gestern fragt jemand: Wie geht es euch eigentlich? Und plötzlich sprudeln die Posts, wie es zuhause aussieht, sehr berührend. Heute schreibt einer: Wir haben 4 Coronafälle in der Arbeit.

Den anderen zuhören tut allen gut. Hier spricht die Act-Community:

Irgendwann werden wir uns an die schrecklich komischen Corona-Momente erinnern – von Wundermitteln, die "ganz bestimmt helfen" und über die guten Vorsätze für danach und die Situationskomik.

Freitag, 27. März 2020 - Donauwellen

Coronawitze an der Kuchentheke? In Ausgehbeschränkungen die Ewigkeit sehen? Kann man machen, in diesem Fall Sabine Dachauer, Seelsorgerin am Klinikum Weiden

In Coronazeiten bekommen viele Alltagsdinge eine doppelte Bedeutung. „Sich anstecken lassen“ :-) Humor ist die Bandscheibe in schwierigen Zeiten, er stabilisiert den Kampf der Vernunft gegen die Belastung, oder?

Donnerstag, 26. März 2020 - Post fürs Altenheim

Eine evangelische Altenheimseelsorgerin hat eine Idee und sucht Verbündete: "Leute, schreibt den Alten im Heim, die brauchen so dringend ein Hoffnungszeichen von außen!"

Falls Sie mitmachen möchten, schicken Sie ihre Briefe oder Karten an

St. Johannis

Hofstallerstr.5

97070 Würzburg.

Oder sie starten eine eigene Aktion beim Seniorenheim in Ihrer Nähe. Wie wär's?

Hier eine berührende Geschichte aus Würzburg. Inge Wollschläger betreut dort 5 Seniorenheime, aber darf jetzt keine Besuche machen. Dabei wäre das so wichtig, denn als absolute Hochrisikogruppe dürfen die Bewohner nicht einmal das Zimmer verlassen. Was tun?

Donnerstag, 26.März 2020 - Vollbremsung

Schon vor 12 Tagen hat mir Esther Zeiher diesen Impuls geschickt. Mich beschäftigt seitdem das Bild von der gesellschaftlichen Vollbremsung. Und ich ziehe Kraft aus ihren Mutmach-Worten. Einen guten Donnerstag Euch allen!

Viele Grüße vom Act!-Team, Christoph Lefherz

 

Noch wissen wir nicht: Ist das grad noch mal gut gegangen, weil in China, in Deutschland, in vielen anderen Ländern alle Bremsen gezogen werden? Kommen wir vielleicht stärker aus der Krise heraus? Merken wir und vor allem die Mächtigen jetzt, was wirklich wichtig ist?

Mittwoch, 25. März 2020 - Pflege ist kostbar

Die Act!-Therapie ist nicht nur Seele streicheln. Uns macht auch stark, wenn wir klar sehen. Ohne Anspruch auf DIE Wahrheit, aber manches spült so eine Krise nach oben, was sonst weniger Stimme hat.

„Wir brauchen keine Klatscherei, sondern 4.000 Euro brutto.“ Wird diese Einsicht Corona überleben? Was müssen wir ändern im System? Was ist es uns wert?

Dienstag, 24. März 2020 - "Wie bei die Klöß!"

Glees, Glies, Klees, Kniedla, naja halt Klöße – darum geht´s heute beim Act!-Impuls. Im Bild ist der "Knödelwerferin-Brunnen" der Bildhauerin Erika Einhellinger aus Deggendorf. Der Sage nach hat die Bürgermeisterfrau den Ort 1266 vor der Erstürmung gerettet, indem sie einen Späher mit Knödeln in die Flucht schlug. In Corona-Zeiten verwenden wir eine ähnliche Technik.

Wir müssen ja nicht ständig über Corona reden, obwohl – eigentlich kreisen diese Virus-Gedanken unaufhaltsam wie Klöße um den Schädel … womit wir schon bei der Lebensweisheit der Oma einer Markt Erlbacher Pfarrerin sind.

Montag, 23. März 2020 - Psalm 23!

Vielleicht sind die Gegenspieler unsichtbarer Viren die eigenen ebenso unsichtbaren Abwehrkräfte. Und die kann man aufbauen, sich einen Vorrat zulegen. Immun wird dadurch keiner. Aber widerstandsfähig, hoffnungsvoller, zuversichtlicher, stärker. Manches muss man sich immer wieder sagen sich selbst vergewissern. Ein Video-Selbstversuch - funktioniert´s? Danke an alle spontanen Act!-UserInnen!

Für gute Zeiten und für schlechte Zeiten: Ein Geschenk von der Act!-Community an uns alle. Für einige war´s das erste Video, für mich der erste Video-Schnitt 🙂 Auf dass uns diese alten weisen Worte durchtragen, erinnern, ermuntern, erden.
Über das Absperrband und trotz Ausgangsbeschränkung Basketball spielen? Ja, sagen die Jugendlichen. Nein, sagt eine Frau, greift zum Handy und ruft das Ordnungsamt an. Pfarrerin Christiane Lehner und ihre Gedanken zu Regeln vs. Freiheit.

Montag, 23. März 2020 - Regeln vs. Freiheit

Regeln befolgen? Das fällt dem ein oder anderen vielleicht gerade schwer. Nicht zum Spielplatz, keinen treffen - plötzlich sind wir in unserer Freiheit ganz schön eingeschränkt. Pfarrerin Christiane Lehner aus Fürth über das, was sie beobachtet hat.

Sonntag, 22. März 2020 - Digitaler Gottesdienst

Das Schöne an Gottesdiensten in Corona-Zeiten ist: Man kann jederzeit "hingehen". Deshalb hier ein besonders schönes Beispiel von Pfarrer Alexander Seidel aus Wilhelmsdorf in Mittelfranken (man kennt ihn auch aus dem Radio: Charivari 98,6 "Gut in den Tag").

Es gibt viele Gottesdienste im Internet, aber oft wird nur das abgefilmt, was sonst mit Gemeinde läuft - das ist wie Zeitung vorlesen im Radio :-) Dabei gibt es direkt um die Ecke tolle Formate! Wir blicken heute nach Wilhelmsdorf in Mittelfranken (www.wilhelmsdorf-evangelisch.de), wo Pfarrer Alexander Seidel Gottesdienst hält und jetzt auch filmt!

Sonntag, 22. März 2020 - Christina Jung: "One Night"

Act! unterstützt Künstler aus der Region in Corona-Zeiten, denn ihnen brechen alle Konzerte weg, ihre Musikschulen mussten schließen, Firmenauftritte ersatzlos gestrichen – wovon soll man da noch leben?

Dieses Lied widmen wir allen, die ihre Liebsten wegen Corona nicht sehen können, wegen Quarantäne oder weil sie rund um die Uhr arbeiten müssen.

Christina Jung wurde vor 37 Jahren in Landshut geboren, sie lebt jetzt in Nürnberg. Erst Musicalschule in München, dann Musikpädagogin für Jazzgesang an der Hochschule Nürnberg, Jazzförderpreis Ingolstadt. Unglaublich lebensfrohe Ausstrahlung, tolle Stimme (www.christinajung-voice.com).

Samstag, 21. März 2020 - Auf die Hamster, fertig, los!

"Ich glaub´ es ja nicht! Im Laden ist das Regal mit Waschmitteln leer. Eine einsame Packung Mehl liegt da. Backpapier ist auch weg. Und mit Haarshampoo kann ich meine Wäsche auch nicht waschen!" Judith Metzger schwankt zwischen Lachen und Fassungslosigkeit.

Es ist grotesk, es ist verständlich, es bringt keinen weiter, es ist nicht neu, es ist eine Vertrauensprobe:
Aus Angst, dass bald nichts mehr da ist, kaufen Leute so viel, bis nichts mehr da ist.

Freitag, 20. März 2020 - Klopapiergeld?

Drei Euro 98 – kostet das Nasenspray. Die jungen Kundin greift in der Apotheke in die Handtasche, und fischt aus ihr… Nein, keinen Geldbeutel, sondern eine Rolle Klopapier. Vier Blätter reißt sie von der Rolle, übergibt sie dem Apotheker und befindet freundlich. "Danke, das passt so". Gibt es nicht? Stimmt! Aber bald ist es soweit...

Nach dem Krieg waren Zigaretten wie eine Währung. Jetzt handeln Hamster mit weißen Rollen - dabei kommt es darauf an zu teilen!

Donnerstag, 19. März 2020 - Applaus für die Weißkittel!

Applaus, Jubelrufe, Tröten hallen durch die Städte. Laute Anerkennung für alle Helfer im Kampf
gegen Corona. Diese Welle der Hoffnung rührt Pfarrerin Angela Karg in Ansbach zu Tränen. Ihr Mann ist Arzt. Sie verfolgen die Corona-Krise schon seit Wochen aus der Sicht eines "Weißkittels".

Die einen applaudieren vom Balkon minutenlang für die Helfer in weiß. Die an vorderster Front gegen Corona kämpfen. Die anderen treffen sich im Park, als wär grad Urlaub. "Wir bleiben für Sie da – bleiben Sie für uns zuhause!" lautet das Motto der Stunde!

Donnerstag, 19. März 2020 - Der Mond ist aufgegangen!

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) ruft alle Bürger täglich um 19 Uhr auf die Balkone und an die Fenster! Singt! Feiert die deutsche Kultur! Wie war die Resonanz? Wir haben einen nicht repräsentativen aber um so schöneren Test gemacht!

Was können die Deutschen am besten singen? Welches Lied ist am schönsten? Was passt für Corona-Zeiten? Klar, Matthias Claudius!

Mittwoch, 18. März 2020 - Fake Fallen!

Peinlich aber wahr – ich bin auch auf so 'ne Corona-Fake-News hereingefallen! Sie kam so unschuldig und überzeugend per Whatsapp, und ich hab sie gleich zweimal geteilt. Tja, war leider nicht echt, zumindest nicht der Ursprung der Geschichte mit der Universitätsklinik Wien. Ob der Inhalt vielleicht doch stimmt, das klären gerade die Experten. Neugierig geworden? Reinhören!

Das Smartphone läuft heiß, die Nachrichten jagen schneller als der Finger sie wegwischen kann, dazwischen die persönlichen Chats. Was stimmt, wer übertreibt und was hält mich über Wasser? Foto: Lefherz
ShareFacebookTwitterShare

Weitere Artikel zum Thema:

Gastbeitrag

Demonstration auf dem Münchner Marienplatz zu Corona
Wir befinden uns im "Nebel der Pandemie" - meint der evangelische Theologe Matthias Pöhlmann. Der Beauftragte für Sekten- und Weltanschauungsfragen der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern kommentiert in seinem Gastbeitrag den Zusammenhang zwischen Corona-Krise und Verschwörungstheorien.

Corona-Schutzkonzept der Kirche

Seit dem 4. Mai ist der Besuch von Gottesdiensten in Bayerns Kirchen trotz Corona-Krise offiziell wieder möglich - allerdings im Rahmen eines umfassenden Schutzkonzeptes. Sonntagsblatt.de hat für Sie zusammengefasst, worauf Sie künftig bei einem Gottesdienstbesuch achten müssen, um sich und Ihr Umfeld vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen.