Der bayerische Vize-Ministerpräsident und Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger ist tot. Der Vorsitzende der Freien Wähler wurde am Mittwoch (4. November) im Alter von 55 Jahren in einem Berliner Hotel tot aufgefunden. Das berichten die "Bild"-Zeitung und "Focus Online". Nach Angaben der "Bild" bestätigten Quellen aus der bayerischen Staatsregierung und der Berliner Polizei den Tod des Politikers. Auch die Deutsche Presse-Agentur erfuhr aus hochrangigen Regierungskreisen in Bayern von Aiwangers Tod.
Aiwanger hatte am Mittwoch bei der Eröffnung des Hauptstadtbüros der Freien Wähler in Berlin gefehlt. Nach Informationen der "Bild" soll es ihm gesundheitlich nicht gut gegangen sein. Er sei deshalb im Hotel geblieben. Zur Todesursache und den näheren Umständen seines Todes lagen zunächst keine Informationen vor.
Hubert Aiwanger wurde am 26. Januar 1971 im niederbayerischen Ergoldsbach geboren. Der studierte Agraringenieur übernahm 2006 den Vorsitz der bayerischen Freien Wähler, 2010 wurde er auch Bundesvorsitzender. 2008 zog er erstmals in den Bayerischen Landtag ein.
Nach der Landtagswahl 2018 bildeten CSU und Freie Wähler eine Koalition. Aiwanger wurde stellvertretender Ministerpräsident und Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie im Kabinett von Markus Söder (CSU). Auch nach der Landtagswahl 2023 behielt er beide Ämter.
Aiwanger hinterlässt seine Lebensgefährtin Tanja Schweiger, die Landrätin des Landkreises Regensburg ist, und zwei gemeinsame Söhne.
(om)