25.05.2019
Ministerpräsident Söder: Bayern blüht

Kleine Landesgartenschau in Wassertrüdingen gestartet

Neben zahlreichen Vereinen, Verbänden, Gruppen und staatlichen Einrichtungen, die auf der Landesgartenschau in Wassertrüdingen ihre "Heimatschätze" präsentieren wollen, beteiligen sich auch die Kirchen.
Eröffung Landesgartenschau Wassertrüdingen
Ministerpräsident Markus Söder (CSU) (m.) und Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) (2. v.r.) bei der Eröffung der kleinen Landesgartenschau in Wassertrüdingen

Gemeinsam mit Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) hat der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Freitag die Landesgartenschau in Wassertrüdingen eröffnet. Söder sagte, Bayern blühe nicht nur in der westmittelfränkischen Kleinstadt, "aber in diesem Sommer dort ganz besonders". Die Landesgartenschau bringe den Artenschutz in die Stadt, teilte das Umweltministerium mit. Sie stärke die Umweltqualität, das Stadtklima und die ökologische Entwicklung der ganzen Region. Die sogenannte Regionalgartenschau unter dem Motto "Vom Glück, einen Schatz zu finden" dauert bis zum 8. September.

Umweltminister Glauber sagte, Mittelfranken werde in diesem Jahr um eine Attraktion reicher. Gartenschauen seien Naturerlebnisse mit einer großen Anziehungskraft. Von den neuen Grünflächen im Stadtgebiet profitierten auch die Natur und die Artenvielfalt, erläuterte der Minister:

"Wassertrüdingen zeigt vorbildlich, wie ein Mix aus sanftem Tourismus und biologischer Vielfalt aussehen kann."

Mit der Gartenschau setze die Stadt auch ein Signal für eine gesunde Stadt- und Umweltpolitik. Durch den in die Gartenschau-Baumaßnahmen integrierten Schutz vor Jahrhunderthochwassern seien nun mehr als 160 Gebäude geschützt.

Für die Freiluft-Schau sind in der Stadt zwei neue Landschaftsparks entstanden: der Wörnitzpark, der zugleich auch neue Baumaßnahmen für den Hochwasserschutz beinhaltet, und der Klingenweiherpark im Norden - er ist teilweise auf dem Gelände der ehemaligen städtischen Deponie als Stadtteilpark entstanden. Die Planungs- und Baukosten der Landesgartenschau ohne den technischen Hochwasserschutz liegen laut den Angaben bei gut 8,6 Millionen Euro netto. Die Betriebskosten für die 108-tägige Schau sollen bei 4,6 Millionen Euro liegen. Rund 2,1 Millionen Euro sollen etwa durch Eintrittsgelder eingespielt werden.

Auch Kirchen sind bei der Landesgartenschau

Neben zahlreichen Vereinen, Verbänden, Gruppen und staatlichen Einrichtungen, die auf der Landesgartenschau ihre "Heimatschätze" präsentieren wollen, beteiligen sich auch die Kirchen. Deren Angebote sind in einem mehr als 50-seitigen Programmheft des evangelischen Dekanats aufgelistet. Jeden Sonntag findet beispielsweise um 10 Uhr auf der Bühne im neuen Wörnitzpark ein Gottesdienst statt - geprägt von den jeweils veranstaltenden Gemeinden und Kirchen. Außerdem gibt es jeden Tag um 12 Uhr in der Friedhofskapelle St. Johannis einen geistlichen Impuls unter dem Motto "Punkt 12 - die gute Viertelstunde".

Das evangelische Dekanat Wassertrüdingen bietet darüber hinaus verschiedene Radsternfahrten an. In und um die Stadt finden während der Gartenschau auch mehrere Konzerte statt. Abgerundet wird dieses Angebot mit einigen Ausstellungen - zum einen in der Friedhofskapelle St. Johannis, zum anderen auch in der evangelischen Stadtkirche. An den Arkaden der Friedhofsmauer sind auch Mustergräber zu sehen, die eine beispielhafte Grabgestaltung zeigen sollen. Während der Schau findet am Pfingstmontag, den 10. Juni - wie in jedem Jahr - auf dem Hesselberg auch der Bayerische Evangelische Kirchentag statt.

Im Freistaat finden alle zwei Jahre Landesgartenschauen statt. In den Jahren dazwischen gibt es "kleine Landesgartenschauen", die auch als Regionalgartenschauen bezeichnet werden, wie in Wassertrüdingen.

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