28.06.2019
Umweltmanagement in der Kirche

Philippusgemeinde Eisingen will ersten "Grünen Gockel" im Dekanat Würzburg

Am kirchlichen Umweltprogramm "Grüner Gockel" nehmen in ganz Bayern rund 130 evangelische Kirchengemeinden teil. Bislang ist jedoch keine aus dem Dekanat Würzburg dabei. Das soll sich jetzt ändern.
Sprießende Pflanze

Die evangelische Kirchengemeinde Eisingen-Kist-Waldbrunn will als erste Gemeinde im Dekanat Würzburg am Öko-Audit "Grüner Gockel" der Landeskirche teilnehmen. Das für Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen entwickelte Programm will das Umweltmanagement vor Ort verbessern, wie die Gemeinde mitteilte. Konkret bedeutet das, dass die Philippusgemeinde ihren Ressourcenverbrauch weiter senken will, sagte der Umweltbeauftragte der Gemeinde, Heinrich Kilian. Die Suche nach einem klimaverträglichen und zukunftsfähige Lebensstil sei "ein wichtiges Anliegen", dem man sich stellen müsse.

Den Auftakt zum "Grünen Gockel"-Programm bildet am 30. Juni ein Schöpfungsgottesdienst ab 10 Uhr. Im Gottesdienst will das Umweltteam der Gemeinde über den Ablauf des Projekts informieren und einen ersten Entwurf von "Schöpfungsleitlinien" vorstellen. Zugleich werden die Gottesdienstbesucher gebeten, selbst konkrete Vorschläge für ökologische Verbesserungen in der Philippusgemeinde zu machen. Gemeindepfarrerin Kirsten Müller-Oldenburg sagte laut einer Mitteilung, "Schöpfung bewahren" sei neben "Frieden" und "Gerechtigkeit" eines der fundamentalen Ziele der Evangelischen Kirche.

Bayernweit nehmen bislang rund 130 evangelische Kirchengemeinden am Programm "Grüner Gockel" teil. Die Erfahrungen dort zeigten, dass der Ressourcenverbrauch ohne große Mühen dauerhaft um zehn bis 20 Prozent gesenkt werden kann, sagte Umweltbeauftragter Kilian.

Was ist der "Grüne Gockel"?

Der "Grüne Gockel" ist ein Umweltzertifikat, das speziell für Kirchengemeinden und kirchliche Einrichtungen konzipiert wurde. Sie können so systematisch und dauerhaft Umweltschutz betreiben.

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