13.12.2019
Diakonie München

Viele Münchner Diakonie-Beschäftigte erhalten höhere Zulagen

Viele Mitarbeitende der Diakonie im Großraum München bekommen ab dem nächsten Jahr mehr Geld.
Fundraising Geld Briefumschlag

Man reagiere damit auf eine Zulagen-Erhöhung der Stadt München, teilte die Arbeitsrechtliche Kommission (ARK) am Freitag mit. Die für das kirchlich-diakonische Arbeitsrecht zuständige Kommission habe die bisherige allgemeine Zulage von 75 Euro auf 135 Euro erhöht und eine "erhöhte Ballungsraumzulage" von weiteren 135 Euro beschlossen.

Ein Teil der Beschäftigten habe so ab Januar bis zu 270 Euro mehr in der Tasche, hieß es. Weitere Zulagen für Kinder von bis zu 50 Euro im Monat pro Kind würden dazu kommen. Auch für Auszubildende, Praktikanten und Praktikantinnen wurde die Zulage erhöht, sie erhalten zukünftig 60 Euro mehr im Monat.

Diakonie als Vorreiter unter den Verbänden

Die Stadt München habe im Sommer die Ballungsraumzulage für ihre Angestellten verdoppelt, heißt es in der Mitteilung der ARK. Diese Entscheidung sei neben München auch für die Landkreise Dachau, Ebersberg und Fürstenfeldbruck gültig. Die Diakonie sei nun der erste Verband, der den Schritt der Stadt München für die eigenen Beschäftigten nachvollziehe.

Die Beschäftigten in Kindergärten, Kindertagesstätten sowie anderen Einrichtungen mit kommunaler Förderung profitieren bereits ab dem nächsten Monat von der Erhöhung, hieß es. Die Neuregelung bedeute für manche Gehälter einen Aufschlag von 14 Prozent, errechnet die ARK. Eine Erzieherin verdient damit bei der Diakonie ab dem 2020 mindestens 3.173 Euro und bis zu 3.832 Euro monatlich.

Die Mitarbeitenden in der stationären Pflege, der stationären Kinder-, Jugend- und Behindertenhilfe sollen spätestens ab Juli 2020 ebenfalls in den Genuss der angehobenen "allgemeinen Ballungsraumzulage". kommen. Dazu zählen Einrichtungsleitungen, Pflegedienstleitungen, aber auch etwa Psychologen und Psychologinnen, die bei der Diakonie beschäftigt sind.

Es muss noch verhandelt werden

Für die Mitarbeitenden in Einrichtungen, die vom Bund, dem Land oder der Kirche bezuschusst werden, müssten noch Verhandlungen über die Refinanzierung von erhöhten Personalkostenzulagen stattfinden. Sie könnten die Zulagen wohl erst ab 2021 erhalten, teilte die ARK weiter mit.

Die ARK Bayern ist das oberste Tarifgremium für die evangelisch-lutherische Kirche und die Diakonie in Bayern. Ihre Entscheidungen betreffen derzeit rund 117.000 Mitarbeitende. Vom Beschluss der Ballungsraumzulage sind nach ARK-Angaben mehr als zehn Prozent der Beschäftigten betroffen.

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