10.05.2020
Evangelische Morgenfeier

Predigt: Klopf an den Himmel (2. Chr 5,2-5.12-14)

"In der Kirche heißt der heutige Sonntag Cantate – singt! Und es gibt ein Leitwort aus der Bibel für diesen Tag und die neue Woche: Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder. Ja! Ich will deine Wunder, Gott. Hilf uns in dieser komplizierten Zeit." Die Evangelische Morgenfeier von Pfarrerin Julia Rittner-Kopp.
Chorprobe

Klopf an den Himmel und horche auf den Klang.

Klopf an den Himmel und horche auf den Klang. Dieser kurze Spruch begleitet mich schon fast Leben lang. Er stammt aus dem Zen-Buddhismus, und ich weiß gar nicht, ob ich ihn richtig verstehe und deute. Egal. An den Himmel klopfen - das würde ich gerne können - mich weit hinauf strecken ins Blau, ah, so viel Platz – und dann anklopfen – an den Himmel, an diese Weite. Wie klingt er denn, der Himmel? Wie eine Glocke, die ich anschlage und sie tönt weithin… Wie Vogelgezwitscher, das ich sogar durchs geschlossene Fenster hindurch hören kann…Wie ein großes Aufatmen, eine Stille – ganz ohne Fluglärm, so wie wir es zur Zeit wegen der Flugbeschränkungen erleben…

Wie auch immer der Himmel klingen mag – Hauptsache, er klingt! Und das tut er ja schon immer: Im Himmel wird Musik gemacht. Aber hallo! Da wimmelt es doch nur so von Engeln, die singen und Geige, Harfe, Trompete spielen. Himmel fängt mit H an wie Halleluja, und so klingt er auch.

Singen verbindet

Dieses (H)Alleluja von Mozart brauche ich immer, wenn es Ostern wird. Jedes Jahr. Vor vier Wochen habe ich im Wohnzimmer den CD-Spieler voll aufgedreht und auf die Wiederholungstaste gedrückt. Wieder und wieder Halleluja. Alle Leide-Lieder der Passionszeit und das dunkle, schwere Kreuz – überwunden! Das Halleluja ist stärker. Er ist wahrhaftig auferstanden. Halleluja!

Die Wiederholungstaste drücken - so mach ich das bei Lieblingsliedern. Sie sollen nie aufhören. Ich kann nicht genug davon kriegen. Und bitte schön laut. Und immer geht es mir danach besser. Ich bin gestärkt, befreit, erlöst. Ich stimme mit ein ins Halleluja. Ostern ist stark. Es geht weiter. Das Auferstehen und Staunen und Jubeln.

Auch in diesen Corona-Zeiten. Weil es schon immer zu allen Zeiten so war. Weil der Himmel bleibt. Und klingt. "Gott ist gütig und seine Barmherzigkeit währet ewig." Das Leben singt an gegen den Tod.

Vielleicht ist die Welt auch deshalb gerade so musikalisch geworden. Seit Wochen können wir nicht mehr einfach so Konzerte, Opernhäuser, Clubs besuchen.

Da haben die Leute auf einmal angefangen zu singen. Musik zu machen. Nicht nur von Balkonen sondern auch digital. So viel Musik war noch nie. Über youtube und auf allen möglichen Kanälen sind Bands und Chöre online gegangen. Sie singen Arien, anfangs auch noch zum Thema Klopapier, oder lehrreich und oberbayrisch: "Wir bleiben alle dahoam". Ein Berliner Chor namens Happy Disharmonists singt auch einfach mal "Scheiß-Corona", und das klingt richtig gut.  Auch den Frust heraussingen. Mit Spaß und Ernst - und irgendwie zum Trösten. Und gegens Einsamsein.

Ich sehne mich danach, endlich wieder im Gottesdienst in einer Kirche zu sitzen und sozusagen mit …euch"… zu singen.  Dabei ist heute ja sogar Premiere. Die Kirchen öffnen wieder für Gottesdienste. Nur ganz anders. Mit Einlasskontrolle, Hände desinfizieren und 2 Metern Abstand in jede Richtung. Und natürlich mit bedeckten Nasen und Mündern. Singen mit Maske – ob das geht? Naja… Wir probieren gerade viel aus. Und sammeln Erfahrungen. Zusammen. 

Ich staune, wie viel möglich ist und wie Menschen sich trotz allem finden und auf ganz andere Weise sogar feiern – das Leben.

"Here comes the Sun" ertönt bei Freunden jeden Abend lautstark und immer zur gleichen Uhrzeit, "Here comes the Sun" von den Beatles. Dann kommen Nachbarinnen und Nachbarn raus - in den Vorgarten, auf die Dachterasse, auf Parkplatz und Gehsteig. Natürlich mit dem gebotenen Abstand zueinander. Manche mit einem Bier in der Hand. Sie winken sich zu und tanzen. Und für eine halbe Stunde fühlt sich das ziemlich gut und gesellig an. Lauter lachende Gesichter -  the smiles returning to the faces. It´s alright!

Gott herbeisingen? Singen verbindet. Auch mit Gott. Vielleicht können Menschenstimmen Gott sogar herbeisingen… In einer Bibelgeschichte funktioniert das. Und zwar ganz schön heftig. Mit Festgesängen, mit Pauken und Trompeten.

Der Tempel ist fertig! König Salomo hat ihn bauen lassen.

Den allerersten Tempel für Israel. Sieben Jahre haben sie daran gearbeitet. Jetzt wird gefeiert. Hunderte haben sich versammelt, um ihn einzuweihen. Israels Älteste, Stammeshäupter, Fürsten, Priester und Tempeldiener, Leviten. Sie bringen die Heiligtümer ihres Glaubens in den Tempel und erinnern sich: Das ist das Zelt der Begegnung, die Stiftshütte. So war Gott in der Wüsten-Zeit bei ihnen – von Ort zu Ort ist er mitgezogen. Im Begegnungszelt und als Wolke - und in Wort und Weisung. Die bewahren sie in der Bundeslade. Nun gibt es kein Umherwandern und Umhertragen mehr. Hier im Tempel ist der festgelegte Ort.

So tragen fromme, ehrfürchtige und kräftige Israeliten die heiligen Geräte in den Tempel. Es ist ein langer Zug, ein gewaltiges, archaisches Schauspiel, große Oper; mit Pauken und Trompeten weihen sie das Gotteshaus ein.

…und alle Leviten, die Sänger waren, nämlich Asaf, Heman und Jedutun und ihre Söhne und Brüder, angetan mit feiner Leinwand, standen östlich vom Altar mit Zimbeln, Psaltern und Harfen und bei ihnen hundertzwanzig Priester, die mit Trompeten bliesen.

Und es war, als wäre es einer, der trompetete und sänge, als hörte man eine Stimme loben und danken dem HERRN. Und als sich die Stimme der Trompeten, Zimbeln und Saitenspiele erhob und man den HERRN lobte: "Er ist gütig, und seine Barmherzigkeit währt ewig", da wurde das Haus erfüllt mit einer Wolke.  (2. Chronik 5, 2-5.12-14)

Gott mit Macht und wolkenleicht

Volles Haus – die versammelten frommen Mannschaften, die unglaubliche Menge an Musikern, gewaltige Gesänge und Klänge. Alles scheint bestens organisiert und vorbereitet, alles da, was Rang und Namen hat, alles richtig gemacht, liebe Priester…Gute Arbeit.

"…da wurde das Haus erfüllt mit einer Wolke, als das Haus des HERRN, sodass die Priester nicht zum Dienst hinzutreten konnten wegen der Wolke; denn die Herrlichkeit des HERRN erfüllte das Haus Gottes."

Das Strahlen des Tempels, das Funkeln der Bundeslade, das Leuchten der Gewänder, vor allem aber das einstimmige schwere Männerchorsingen und die archaischen Klänge – da hat sich Gott, die himmlische Herrlichkeit, verlocken lassen. Sie hat sich auf den Weg gemacht. Herab in die Erdenschwere - Gott wolkenleicht.

Der Tempel steht, felsenfest, alle Glaubens-Gegenstände lagern dort. Aber Gott schlägt sein Lager anders auf, legt sich anders fest – luftig…wolkenleicht verschafft er sich Raum… Ich finde, Gott zeigt sich hier hochmusikalisch. Er kommt mit all seiner Größe und bleibt doch ganz und gar Geheimnis. Nah und doch verhüllt. Er ist Wolken-Gott, Wort-Gott, Klang-Gott… Und die Priester im Tempel mit all ihren Trompeten und Texten und Opfer-Ritualen, die haben für diesen Moment nichts mehr zu melden. Die heiligen Geräte werden kurz zur Kulisse. Sie haben an den Himmel geklopft – und horchen auf den Klang. Der Ich-bin-da-Gott – da ist er. Halleluja

Himmel fängt mit H an wie Hilfe…

Den unverfügbaren Gott – herbeisingen… das klappt nicht immer, nicht einfach so. Singen – und zack, Gott ist da. Das Leben sieht anders aus. An den Himmel klopfen – das klingt nicht nur nach Halleluja. Himmel fängt auch mit H wie Hilfe an. Um Hilfe bitten, um Hilfe rufen. Gott, ich schaff das nicht, ich kann nicht mehr, ich weiß nicht weiter.

Da können wir in Kirche und Politik noch so gut planen und schöne Formate anbieten – und die gibt es wirklich – und sie tun gut und machen Spaß, aber an den Himmel klopfen - Gott, wo bist du? Komm! – …wenn ich das tu, dann kämpfe ich und sehe nicht gut aus und komme auch nicht gut rüber…

Da nützen mir die Tempel und Kirchen, die Trompeten, Zimbeln und Saitenspiele und die Bildschirme nichts. Da will ich lieber das Zelt der Begegnung suchen und hineinschlüpfen, vielleicht wenn's dunkel ist und mich niemand sieht … und auf Gottes Nähe warten. Warm und leise, wolkenleicht.

Ich verkrieche mich, fühle mich erbärmlich, kein bisschen nach Halleluja, und tauche ein in meine Klagemusik. Das ist das "Erbarme dich" aus der Matthäus-Passion. Diese Arie ist ein Wunder, eine Himmels-Macht. So traurig und so tröstlich. Sie hilft mir – immer.

Ich weiß von einer Frau, die singt seit Jahren in einer Kantorei die Passionen von Johann Sebastian Bach. Ich glaube überhaupt nicht an Gott, sagt sie, und die Texte finde ich oft sehr fragwürdig, aber die Musik, die Musik ist eine Himmels-Macht. Die erfüllt mich. Als würde ich zu Gott beten, obwohl ich gar nicht an ihn glaube. Als wär da wirklich ein Gott…

Musik ist eine (Himmels-)Macht

Musik ist mehr, ist mächtig, sogar prophetisch, sie kommt von Gott, erzählt von Gott, verbindet mit Gott. Und Menschen stellen sich zur Verfügung, wie Instrumente, durch die die Gottes-Kraft klingt.  "Und es war, als wäre es einer, der trompetete und sänge, als hörte man eine Stimme loben und danken dem HERRN." Eine Stimme? Da geben doch Hunderte ihr Bestes im Tempel.

Ein riesiger Männergesangverein. Lauter Mannsbilder stehen beieinander und machen Musik. Sonst nichts. Sie müssen diesmal keine Stadt zerstören, keine Mauern zum Einstürzen bringen. Lauter laute Männer auf einem Haufen, und es geht nicht ums Kämpfen. Sie ziehen nicht in die Schlacht, sondern in den Tempel ein und wollen Gott willkommen heißen.

Doch auch solch ein Singen bekommt schnell etwas Bedrohliches. Musikalische Massenveranstaltungen sind in allen Diktaturen und autoritären Systemen beliebt. Diktatoren wissen, wie sehr Singen zusammenschließt und stärkt. Sie missbrauchen das gemeinsame und gemeinschaftsstärkende Singen. Es macht Stimmung und schaltet Menschen gleich. Im Nationalsozialismus war das so. Für junge Männer und Frauen war es berauschend, da mitzusingen, sich eins zu fühlen in der Masse.

Nach Kriegsende haben in Deutschland einige gefordert, grundsätzlich auf gemeinsames Singen zu verzichten.

Gewiss: Solche (!) Gesänge dürfen nie wieder laut werden, auch nicht als Hintergrundmusik für vermeintlich harmlose Gedanken. Aber Singen – das ist wie Sprechen und Atmen unsere zutiefst menschliche Kommunikation. Auch eine Friedensbewegung singt. Singen ist die Muttersprache aller Menschen (Yehudi Menuhin). Weil jedes Menschenkind – lalala - lallt, bevor es spricht. Und weil sich Menschen musikalisch über Sprachgrenzen hinweg verstehen.

Asaf, Heman und Jedutun sind besonders musikalisch. Sie singen und leiten Chor und Orchester im Tempel. Die drei sind Leviten. Ein Levit arbeitet als Tempeldiener, als Torhüter. Ein Levit ist auch so was wie ein Türöffner – für Überraschendes, für Gottes überraschendes Da-sein.

Ein ganz besonderer Levit hat wochenlang jeden Abend ein Konzert gegeben. Er heißt Igor mit Vornamen und spielt überirdisch schön Klavier.  Der Pianist Igor Levit. Jeden Abend um sieben kam sein Klavierspiel über Instagram und Twitter aus seinem Wohnzimmer in alle Welt. Jemand hat mal über ihn gesagt, dass er das Ungesagte zwischen den Noten hervorzaubert. Diese unsichtbare Macht also – sie ist da in der Musik und tröstet. (Nicht nur in Corona-Zeiten.)

Levit spielt aber nicht nur traumhaft Klavier, er protestiert auch gegen rechtsextreme und andere hirn- und herzlose Dummheit.  Am 29. April hat er zum Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau gespielt. Das Konzert widmet er allen Überlebenden aus den Vernichtungslagern. Er ehrt damit die Zeitzeugen, die seit Jahrzehnten Führungen in den KZ-Gedenkstätten machen. Sie erzählen ihre schmerzvolle Geschichte wieder und wieder. Sie wollen gerade jungen Menschen helfen, sich mit der faschistischen Vergangenheit auseinanderzusetzen und die neuen Gefahren für unsere Gesellschaft jetzt zu erkennen. Zivilcourage und Herzen, die sich erbarmen – dafür streitet auch Igor Levit - mit Musik.

Manchmal kann Musik versöhnen und neue Freiheit schenken…

In der ehemaligen DDR, viele Jahre vor den Freitagsgebeten haben sich junge Leute in Kirchenräumen getroffen und Orgelkonzerte besucht. Der Schriftsteller Reiner Kunze erzählt davon: "Hier müssen sie nicht sagen, was sie nicht denken. Hier umfängt sie das Nichtalltägliche, und sie müssen mit keinem Kompromiss dafür zahlen; nicht einmal mit dem Ablegen ihrer Jeans. Hier ist der Ruhepunkt der Woche. Sie sind sich einig im Hiersein. Hier herrscht die Orgel."[1]

Kein Parteifunktionär, keine Stasi-Spioniererei ist in diesem Augenblick so stark wie diese Orgelmusik. Wenn die Orgel herrscht, dann verstummen alle Parolen, alles Gleichschalten. Im Gotteshaus zeigt sich eine andere Macht an der Macht. Die befreit zu einem anderen Leben – jenseits der Zwänge, Zeiten und Widrigkeiten. Wenn ich mich loslasse, fallen lasse in diese Macht.

Nicht selber alles regeln und planen muss. Weil ich das gar nicht kann.

Das habe ich wieder ganz neu erlebt: Meine Vorsätze und meine fein vorbereiteten Pläne – die haben sich in den vergangenen Wochen alle in Luft aufgelöst. Ich hatte mich abgemüht, und dann kam alles anders.Ich staune, wie wenig in meiner Macht steht, wie machtlos ich bin - und wie befreiend ich das manchmal finde.

In Kirchenräumen, groß und weit, spüre ich das. Nicht meine Macht, nicht mein Wille – dein Wille geschehe – bete, singe, hoffe ich. Dann will alles in mir schweigen – oder singen. Du, meine Seele, singe… Denn: Hier sind die starken Kräfte, die unerschöpfte Macht…

Hilfe und Halleluja - Singen ist an den Himmel klopfen –

In der Kirche heißt der heutige Sonntag Cantate – singt! Und es gibt ein Leitwort aus der Bibel für diesen Tag und die neue Woche: Singet dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder. Ja! Ich will deine Wunder, Gott. Hilf uns in dieser komplizierten Zeit. Und: Ja! Ich will singen - Halleluja – und dir danken. Und ich will danken für die Menschen, die singen und Musik machen.

Danke, liebe Fahrradfahrerin, wenn du neben mir an der Ampel wartest und dabei singst.

Danke für Trompetespielen im Treppenhaus zum Geburtstag oder das Geburtstagständchen durchs Telefon.

Danke, lieber Organist, für dein Orgelspielen in so leerer Kirche.

Danke, Mathematiklehrer, du hast uns mit Mozarts Kleiner Nachtmusik die binomische Formel beigebracht: a plus b in Klammern zum Quadrat, gleich a Quadrat plus 2 a b plus b Quadrat. (a+b)² = a²+2ab+b²

Danke Sopran und Alt, Tenor und Bass für euer Singen im Chor – es kommt wieder!

Danke, demenzkranke Dame, wenn du von früher singst, so zart.

Danke, ihr Logopädinnen und Logopäden, ihr Geigenbauer und Flötenschnitzer, ihr Schlagersänger und Dirigentinnen, ihr Vögel unter dem Himmel, danke, ihr Kinder für euer Singen

Danke, Gott, für deine Klang-Welt und den großen Gesang der Schöpfung. Damals haben sie deine Herrlichkeit herbeigesungen. Sie war überall im Tempel. Ich sitze tempellos daheim. Und du, Gott? Zieh in meinem Herzen ein, lass es deinen Tempel sein.

Mein Körper, so heißt es einmal in der Bibel, mein Leib ist ein Tempel. Ein Tempel für Gottes Heilige Geisteskraft. Und wie weihe ich ihn, diesen Tempel? So ganz alleine, ohne hunderte von Priestern und Leviten, ohne so viele meiner liebsten Menschen in meiner Nähe…

Vielleicht indem ich (einfach) singe. Hilfe und Halleluja. Dann ist Singen wie an den Himmel klopfen. Und ich horche auf den Klang.

 

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Evangelische Morgenfeier

Chorprobe
Autor
Der Sonntag Kantate – der Singessonntag des Kirchenjahres, knüpft an an die großen Lieder, Hymnen und Musiktraditionen der Christenheit – in der Kirche und darüber hinaus. Schon Martin Luther wusste: Singen ist etwas Intimes. Da muss sich die Seele sich trauen können. Und das will früh geübt sein – denn der singende Mensch zeigt sich, zeigt seine Stimmung, zeigt seine Überzeugungen. Die Evangelische Morgenfeier von Hanna Wirth, Dekanin in Rosenheim.