25.11.2019
Landessynode ELKB

Die besten Zitate aus dem Synodenbericht von Landesbischof Bedford-Strohm

Die wichtigsten Zitate aus dem Bericht des Landesbischofs Heinrich Bedford-Strohm vor der Landessynode in Bamberg.
Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm vor der Landessynode 2019 in Bamberg
Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm vor der Landessynode 2019 in Bamberg.

Insgesamt 17 Seiten umfasst der Bischofsbericht zur Landessynode im Herbst 2019 in Bamberg. Hier sind die wichtigsten Zitate auf einen Blick:


Zum Kirchenreformprozess "Profil und Konzentration":

"Auch in Zeiten zurückgehender Mitgliederzahlen und Finanzen können wir mit Zuversicht in die Zukunft gehen, weil die Kraft, die uns trägt, nicht auf äußeren Möglichkeiten beruht, sondern auf einer inneren Klarheit und Stärke."

Zur Landesstellenplanung der Pfarrerinnen und Pfarrer:

"Die Menschen, die die Situation vor Ort am besten kennen, sollen nun auch viel mehr als bisher entscheiden können, wie die Stellen der verschiedenen Berufsgruppen am besten so zugeordnet werden können, dass das Ziel, die Liebe Gottes den Menschen nahezubringen, so gut wie möglich erreicht werden kann."

Zum Thema Glaubensbildung:

"Lasst uns mehr über Glauben sprechen, lasst uns alle zusammen – Ehren- und Hauptamtliche aller Berufsgruppen – neu durchbuchstabieren und neu erfahren, welche Dimensionen der christliche Glaube für unser Leben eröffnet. Denn nur, wenn wir selbst diese Erfahrung haben, können wir sie auch weitergeben."

 

Der Bericht des Landesbischofs

„…und hältst deine Hand über mir" (Ps 139,5) - Bericht des Landesbischofs Heinrich Bedford-Strohm vor der Landessynode

Der gesamte Bericht kann als PDF auf der Seite der Landessynode heruntergeladen werden.

Zitat Glauben Landesbischof Bedford-Strohm

Für eine Kirche der Zukunft:

"Für uns als Kirche wird es in der Zukunft darum gehen müssen, viel mehr als wir das bisher vermocht haben, deutlich zu machen, warum der Narrativ der biblischen Überlieferung eine hochaktuelle und tragfähige Grundlage für die Deutung des eigenen Lebens, aber auch für die Deutung des Lebens der Gesellschaft ist."

Zum Buß- und Bettag:

"Der Buß- und Bettag, den wir gerade gefeiert haben, als öffentlicher Tag des Innehaltens und der Selbstprüfung war noch nie so wichtig wie heute. Die mit ihm verbundene Selbstbesinnung ist essenziell in einer Zeit und in einer Kommunikationskultur, in der digitale Algorithmen nicht selbstkritische Nachdenklichkeit befördern, sondern Anschuldigung, Beleidigung, Häme und Hass."

Über Sterben und Tod:

"Das Sterben und der Tod sind unmerklich ausgewandert aus unserem Alltagsleben. Geht es um die letzten Dinge, sind viele Menschen überfordert und sprachlos."

Zum Thema sexualisierte Gewalt:

"Wir werden alles in unseren rechtlichen Möglichkeiten Stehende tun, um die uns anvertrauten Menschen zu schützen und Täter aus dem Amt zu entfernen."

Zum Einsatz für Geflüchtete:

"Wir brauchen dringend eine Lösung für den Umgang mit zum Christentum konvertierten Muslimen, die als Geflüchtete zu uns kommen. Wir brauchen eine Lösung, die anerkennt, welcher Gefahr sie ausgesetzt werden, wenn sie in Länder, wie Afghanistan und Iran, abgeschoben werden, in denen eine solche Konversion zu massiven auch innerfamiliären Anfeindungen oder Bedrohungen und möglicherweise auch staatlicher Verfolgung führt."

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