9.11.2019
Landessynode

Landessynode 2019 in Bamberg: Haushalt und PuK-Prozess

Die Landessynode 2019 trifft sich in Bamberg. Themen sind der Haushalt, der PuK-Prozess und die Landesstellenplanung.
Bamberg
Blick vom Wasser auf das Alte Rathaus in Bamberg.

Die bayerische evangelische Landessynode trifft sich vom 24. bis 28. November zur ihrer Herbsttagung in Bamberg. Schwerpunkte seien der Haushalt 2020 und die Eckpunkte der Landesstellenplanung 2020, wie die Landeskirche mitteilte. Mit dem Treffen in Oberfranken geht außerdem die aktuelle Synodalperiode zu Ende: Am 8. Dezember wählen die 13.000 evangelischen Kirchenvorsteher in ganz Bayern die neuen Synodalen, die das evangelische "Kirchenparlament" bilden. Im Anschluss an den Eröffnungsgottesdienst am Sonntagabend (24. November) gibt es einen Staatsempfang mit Ministerpräsident Markus Söder (CSU), der mehrere Jahre selbst dem Kirchenparlament als berufenes Mitglied angehörte.

Landessynode Bamberg berät über Haushalt und Landesstellenplanung

Laut Landeskirche werden zwei Themenbereiche bei der Herbsttagung für Diskussionen sorgen: die Beschlüsse über die Jahresrechnung 2018 und über den Haushalt 2020 sowie die Eckpunkte für die geplante Kürzung der Stellen von Pfarrern, Diakonen, Kirchenmusikern und Sozial- und Religionspädagogen um bayernweit zehn Prozent im Rahmen der Landesstellenplanung 2020. Zehn Jahre nach der letzten Landesstellenplanung werden diese Stellen im kommenden Jahr der veränderten Zahl der Kirchenmitglieder angepasst, die laut Landeskirchenangaben in zehn Jahren um zehn Prozent gesunken ist. Der endgültige Beschluss zur Landesstellenplanung soll im Herbst 2020 fallen.

Den Synodalen liegt diesmal ein Haushaltsplan mit Erträgen von rund 961 Millionen Euro sowie Aufwendungen von 958 Millionen Euro vor, wie die Landeskirche weiter mitteilte. Der Haushaltsplan wird am Montagnachmittag vom kirchlichen Finanzchef Theodor Barzen eingebracht und im Laufe der Synode beschlossen. Die Landessynode ist das Kirchenparlament der rund 2,4 Millionen evangelischen Christen in Bayern und kommt zweimal in Jahr an wechselnden Orten zu ihrer Frühjahrs- und Herbsttagung zusammen.

Landessynode Programm Bamberg

Am Montag, 25. November um 9 Uhr beginnen die öffentlichen Plenarberatungen in der Konzert- und Kongresshalle mit einer Andacht und der Eröffnungsansprache der Synodalpräsidentin Annekathrin Preidel. Gegen 10.45 Uhr folgt der Bericht des Landesbischofs Heinrich Bedford-Strohm. In der Nachmittagssitzung ab 15 Uhr geht es ums Geld: Der landeskirchliche Finanzchef Oberkirchenrat Erich Theodor Barzen wird zuerst den Jahresabschluss 2018 einbringen und dann den Haushaltsentwurf für 2020 vorstellen.

Am Dienstag werden weitere Kirchengesetze eingebracht und diskutiert. Am späten Nachmittag wird die Bayreuther Regionalbischöfin Dorothea Greiner die von ihr angestoßene Kampagne zur Gewinnung von Nachwuchs an Orgelspielern vorstellen. Auch die Handreichung zur Segnung gleichgeschlechtlicher Paare wird den Synodalen vorgestellt.

Am Mittwoch um 16 Uhr ist eine Podiumsdiskussion zum Thema "30 Jahre Mauerfall" mit Gästen aus der mecklenburgischen Partnerkirche geplant. Gegen Abend wird die Synode sich von Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler verabschieden. Sie tritt Ende November in den Ruhestand.

Am Donnerstag stehen die Beschlussfassungen der vorgelegten Gesetzentwürfe auf der Tagesordnung. Die Tagung schließt mit dem Gottesdienst um 16 Uhr in der Erlöserkirche (Kunigundendamm 15, 96050 Bamberg).

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Kirchenpersonal

Oberkirchenrat i.R. Helmut Völkel
Autor
Wenn ein neuer "Landesstellenplan" ansteht, merkt man überall in der Kirche auf – es geht immerhin um die Verteilung der Pfarrstellen im Land. Oberkirchenrat Helmut Völkel ist als Personalchef der bayerischen Landeskirche für das theologische Personal verantwortlich. Im Interview erläutert er, wohin die Reise geht in Sachen "Landesstellenplanung 2020".