Die Lorenzkirche wird bei der Blauen Nacht 2027 Schauplatz der Großprojektion. Das reich verzierte Westportal von St. Lorenz setzte sich in einer öffentlichen Abstimmung gegen zwei weitere Nürnberger Gebäude durch, teilte die Pressestelle der Stadt am Dienstag mit. Die gotische Kathedrale zählt mit ihrer reichen Ausstattung wie dem Engelsgruß von Veit Stoß oder dem Sakramentshaus von Adam Kraft zu den bedeutendsten Kirchen Deutschlands. Bei der Veranstaltung im kommenden Jahr am 24. April wird sie nun besonders illuminiert.
Damit zieht die traditionelle Großprojektion nach mehr als 25 Jahren von der Kaiserburg in die Nürnberger Altstadt. Zur Auswahl standen neben St. Lorenz auch die katholische St.-Elisabeth-Kirche am Jakobsplatz sowie das denkmalgeschützte Em-eukal-Haus am Kornmarkt, das nach der bekannten Hustenbonbon-Marke benannt ist. Rund 3.350 Menschen hätten sich zwischen dem 3. und 21. September an der Online-Abstimmung beteiligt, hieß es in der Mitteilung weiter. 47,1 Prozent votierten für St. Lorenz, St. Elisabeth erhielt 34,2 Prozent der Stimmen, das Em-eukal-Haus kam auf 18,7 Prozent.
Pfarrerin freut sich über Abstimmungsergebnis
"Ich freue mich darauf mitzuerleben, wie ein vertrautes Wahrzeichen Nürnbergs durch die Kunst eine ganz neue Wirkung entfaltet", sagte Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König (CSU). Auch Pfarrerin Claudia Voigt-Grabenstein von St. Lorenz freute sich über das Ergebnis der Abstimmung: "Nachdem wir mit der Lichtershow 'Luminiscence' den Innenraum der Lorenzkirche zum Strahlen gebracht haben, wird nun die Westfassade im Rahmen der Blauen Nacht 2027 in bunte Farben eingetaucht. Ich freue mich sehr und bin gespannt darauf!" sagte Voigt-Grabenstein laut Mitteilung.
Die Stadt Nürnberg hatte erstmals dazu aufgerufen, für die Blaue Nacht ein neues Gebäude in den Mittelpunkt der Licht- und Kunstprojektion zu rücken. Die Blaue Nacht ist eine Kultur- und Museennacht, die seit dem Jahr 2000 regelmäßig in der Nürnberger Innenstadt stattfindet. Die Veranstaltung gilt als größte ihrer Art in Deutschland.