Wer das Religionspädagogische Zentrum (RPZ) Heilsbronn betritt, bewegt sich zwischen Geschichte und Gegenwart. In den Räumen der ehemaligen Zisterzienserabtei – deren Ursprünge auf das 12. Jahrhundert zurückgehen – arbeiten heute Religionspädagog*innen an digitalen Lernformaten.

Wo einst Mönche beteten, stehen heute Demokratiebildung, interreligiöser Dialog und zeitgemäße religiöse Sprachfähigkeit auf dem Programm.

Religionspädagogik im Zentrum

Das RPZ ist die zentrale Fortbildungseinrichtung der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern für Religionspädagogen, Lehrkräfte und kirchliche Mitarbeiter.

Rund 18.000 Besucher kommen jährlich in die fränkische Kleinstadt zwischen Nürnberg und Ansbach – nicht nur wegen der gotischen Klosterkirche nebenan, sondern für Seminare, Tagungen und Weiterbildungen.

Evangelische Fortbildung zwischen Tradition und Innovation

Die Geschichte reicht bis 1132 zurück, als Bischof Otto von Bamberg das Zisterzienserkloster Heilsbronn gründen ließ. Nach der Reformation wurde daraus eine Klosterschule, später eine Fürstenschule. 1953 erwarb die bayerische Landeskirche die historischen Gebäude und machte sie zur kirchlichen Bildungsstätte.

Heute verfügt das Zentrum über 14 Tagungsräume, einen großen Speisesaal und 62 Gästezimmer. Die Abtskapelle aus dem 14. Jahrhundert dient der Meditation, der Klosterkeller geselligen Runden.

"Die Tür steht offen, mehr noch das Herz" – der alte Zisterziensergruß prägt noch immer die Atmosphäre.

Demokratiebildung, Dialog und digitale Formate im Fokus

Symbolisch versteht sich das RPZ als "Katamaran" der Bildung: mit zwei tragenden Elementen: Stabilität und Innovation. Bewährte Fortbildungsformate werden gepflegt, gleichzeitig neue Wege erprobt.

Digitale Lernmethoden gehören ebenso zum Repertoire wie die konfessionelle Kooperation mit katholischen und orthodoxen Partnern.

Seit November 2024 gibt das Zentrum die Buchreihe "Bildungswelten" heraus – der erste Band behandelt Demokratiebildung. Ein Thema, das zeigt, wie evangelische Bildungsarbeit heute tickt: verwurzelt in jahrhundertealter Tradition, aber mit dem Blick fest auf die Gegenwart gerichtet

Tagungshaus Religionspädagogisches Zentrum

Schwerpunkt: Religionspädagogische Fort- und Weiterbildung 

Kapazität und Ausstattung: 68 Betten, 62 Zimmer, vier große und 10 kleine Tagungsräume (bis zu 99 Plätze), Kapelle, Meditationsgarten, Wintergarten. 

Besonderheiten: Tradition der Zisterzienser, Impulse und Beiträge zu aktuellen bildungs- und gesellschaftspolitischen Debatten, evangelische Bildungsarbeit für verschiedene Altersgruppen – von der frühen Kindheit bis ins Erwachsenenalter, Zentrum für religionspädagogische Innovation, Mediothek. 

Freizeit & Umgebung: Spaziergänge, Pilgern auf mittelfränkischem Pilgerweg, Freibad, von Mai bis August wöchentliche Konzerte im Ort. 

Buchungsmöglichkeiten: Für Einzelgäste, Gruppen, Religionspädagogische Fachkräfte, Lehrerfortbildungen, privater Urlaub (Vollpension möglich, Buchung telefonisch/per Mail).

Hier geht's zur Website.

  • Das Religionspädagogische Zentrum Heilsbronn Eingang alte Mauer Kloster
    Der Eingang zum Religionspädagogischen Zentrum Heilsbronn im ehemaligen Kloster.
  • Religionspädagogisches Zentrum Heilsbronn Tagungshaus
    Das Religionspädagogische Zentrum Heilsbronn in der historischen "Neuen Abtei".

    Gästehäuser und Gruppenunterkünfte in Bayern

    In Bayern gibt es rund 150 Tagungs- und Gästehäuser, die mit der evangelischen Kirche verbunden sind. Die Bandbreite reicht von der 800-jährigen Burg bis zum ehemaligen Krankenhaus, vom vornehmen Hotelbetrieb bis zur Blockhütte für Selbstversorger.

    In unserem Themenspecial "Tagungshäuser" stellen wir einzelne Gäste- und Tagungshäuser vor und berichten über aktuelle Ereignisse oder Veranstaltungen.