10. Juni 2021
TV-Tipp: "Kirche in Bayern"

Singverbot aufgehoben: Laienchorproben und Gemeindegesang wieder erlaubt

Seit dieser Woche gibt es in Bayern Lockerungen für Kunst und Kultur. Das macht sich auch im kirchlichen Bereich bemerkbar. In Bayern sind wieder Musikproben ohne Teilnehmerbegrenzung möglich. Und ab Sonntag darf man im Gottesdienst wieder singen.
Musikstudenten, Chormitglieder und Musikbands freuen sich, endlich wieder in der großen Gruppe proben zu können. Auch die Kirchengemeinde darf am Sonntag wieder singen. Ein Film von Maike Stark. Sprecherin: Jasmin Kluge.

 

Der Chor der Hochschule für Musik in Nürnberg kann wieder in der großen Gruppe proben. Die Musikstudenten sind begeistert:

"Es tut sehr gut, die schöne Musik im Chor wieder zu erleben. Aber man merkt auch einfach wirklich, was fehlt, wenn man nicht in großen Gruppen zusammen musizieren kann."

Auch der evangelische Kirchenmusikdirektor Thomas Schumann freut sich sehr darüber, dass  musikalischer Gruppenunterricht wieder erlaubt ist. Doch er sieht er auch eine Herausforderung darin:

"Ich denke, dass wir auch eine gewisse Zeit brauchen, um die Chorarbeit wieder zum Laufen zu bringen. Wir müssen die Chorsänger und Chorsängerinnen wieder erreichen, wir müssen wieder in einen Rhythmus kommen, wir müssen geeignete Räume finden."

Insbesondere für die großen Chöre. Denn alle Sänger müssen ja weiterhin die Abstandsregel von zwei Metern einhalten.

Besonders erfreulich für diesen Sonntag: Auch im Gottesdienst darf die Gemeinde wieder singen. Allerdings mit Maske. Auch für Trauungen, Taufen und Beerdigungen gibt es Erleichterungen. Sie können in Bayern nun wieder mit bis zu 100 Personen im Freien und 50 Personen in Räumen stattfinden, wenn der Inzidenzwert unter 50 liegt.

Weitere Artikel zum Thema:

Kirchenmusik

Chorprobe
Die Staatsregierung verkündet am Montag frohlockend Corona-Lockerungen für Laien- und Amateurensembles - doch zumindest bei evangelischen Kirchenmusikern will mehrheitlich keine große Freude aufkommen. Zu wenig, zu aufwendig, sinnlos, so ihr Fazit.

Musik

Landeskirchenmusikdirektor Ulrich Knörr
Die Corona-Pandemie wird nicht spurlos an den bayerischen Kirchenchören vorbeigehen. Denn die Einschränkungen, in denen oft keine Proben möglich waren, sind für viele Chöre eine Zäsur, weil sich Sängerinnen und Sänger aus ihnen verabschieden, wie Landeskirchenmusikdirektor Ulrich Knörr in einem Gespräch mit dem Sonntagsblatt erläuterte. Deshalb müsse es nach Corona einen Neuanfang geben, damit die Kirchenchöre wieder ihre frühere Klangfülle entwickeln können.

„Sonntags“ – Der kompakte Überblick

Starten Sie mit unserem Newsletter in die Woche.

 
Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis.*