29.06.2020
Statt Fotofestival

Kirchen-Bauzaun wird Ausstellungsraum für Fotografien in Nürnberg

Insgesamt 24 laufende Meter Ausstellungsfläche für Fotografien hat der Nürnberger Verein "Die Fotoszene" neuerdings mitten in der Nürnberger City am Bauzaun der Nürnberger Lorenzkirche.
Lorenzkirche Nürnberg
Die Lorenzkirche Nürnberg mit Blick in den Wolkenhimmel.

24 Stunden am Tag können Passanten in Nürnberg aktuell die Bilder von Mitgliedern des Forums Freier Fotografen in Nürnberg ansehen, sagte Vereinsvorstand Andreas Dietz Sonntagsblatt.de.

Das Langhaus der großen Lorenzkirche wird in den kommenden Jahren saniert und steckt gerade hinter Gerüsten und dem Bauzaun.

An der Holzwand hängen zunächst bis voraussichtlich Ende August Fotografien zum Thema Corona. Eines der ersten Bilder dazu zeigt eine aufgeblühte Hortensienblüte.

Sie sei für ihn ein Sinnbild der Corona-Zeit, weil sie in der Form der Darstellung dem Virus ähnlich sei, sagte Dietz. Zugleich erinnere das Foto von Rudi Ott aber auch daran, dass sich viele Menschen in Zeiten des Lockdowns wieder der Natur zugewandt hätten.

Ausstellung als Ersatz für das ausgefallene Fotofestival im April

20 Bilder und Textfahnen mit Gedanken der Fotoszene-Mitglieder können die Spaziergänger in Nürnberg betrachten, erklärte Koordinatorin Jutta Missbach. Die Ausstellung ist eine Art Ersatz für das im April ausgefallene Fotofestival in Nürnberg. Sie wird in den kommenden Monaten immer wieder mit neuen Serien fortgeführt.

Über die fotografische Kunst am Lorenzer Bauzaun freut sich die Pfarrerin der Lorenzkirche, Claudia Voigt Grabenstein. In den nächsten Jahren müsse man wegen der Sanierungsmaßnahme mit Gerüst und Bauzaun leben, sagte sie dem Sonntagsblatt.de. "Das gehört jetzt zu uns und wir machen das Beste daraus".

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Kommentar

Musiker
Was hat die Corona-Pandemie eigentlich mit Kunst und Kultur zu tun? Das scheint, angesichts der enormen gesundheitlichen Bedrohung und der wirtschaftlichen, politischen und sozialen Konsequenzen, eine eher müßige Frage zu sein. Unbestritten ist, dass der Kampf gegen die Coronavirus-Krankheit Covid-19 jetzt absoluten Vorrang hat. Trotz allem sollte die Kunst nicht vergessen werden, meint Kommentator Wolfgang Lammel.