Ein Freund, ein guter Freund,
das ist das Schönste, was es gibt auf der Welt.
Ein Freund, bleibt immer Freund,
und wenn die ganze Welt zusammenfällt.
So sangen es die "Drei von der Tankstelle " im UFA-Film von 1930, und wer diese Zeilen liest oder hört, kommt kaum umhin, sich zu freuen und an wichtige Personen im eigenen Leben zu denken. Was nur wenige wissen: 1933 musste Heymann als Jude Deutschland verlassen. Seine Musik wurde auch nach der Rückkehr nach Deutschland im Jahr 1951 immer noch gespielt. Erstaunt sagte Heymann dazu: "Es ist ein unbeschreibliches Wunder, wie populär ich immer noch bin. Dass sich meine Melodien 18 Jahre wie Volkslieder gehalten haben, obwohl sie 15 Jahre lang mehr oder weniger verboten waren, ist unbegreiflich ..." Am 30. Mai 1961 starb Werner Richard Heymann in München. Er ist auf dem Münchner Waldfriedhof begraben.
Teile - und werde mehr
Die Autorin Christa Spannbauer hat im Herder-Verlag ein kleines Büchlein herausgegeben, das sich mit dem Teilen beschäftigt. Wahre Freundschaften, so schreibt sie, zeichnen sich dadurch aus, dass sie ihren Zweck in sich tragen und keinen Vorteil im andern suchen. Es sei das "Glück der Verbundenheit", das in der Anwesenheit des Freundes erfahren werde.
In ihrem Buch versammelt die Autorin kleine Lesetexte zu Mitgefühl und Mitmenschlichkeit, Selbstwerdung und Selbstentfaltung sowie Kooperation und Verbundenheit. Spannbauer kommt aus der Zen-Praxis und hat eine Ausbildung als Achtsamkeitstrainerin. Vermutlich greift sie deshalb gelegentlich auch auf fernöstliche Weisheiten und Textelemente zurück - doch das bereichert ihre Texte.
Mit kleinen Anregungen zur Reflexion gibt sie ihren Lesern Aufgaben mit für den Tag. Diese Fragen möchten wir Ihnen in dieser Woche mitgeben.
- Welche Talente speise ich in diese Welt ein?
- Wer sind die Menschen, für die es sich zu leben lohnt?
- Was ist die wichtigste Aufgabe meines Lebens?