20.08.2019
Menschenrechte

Nürnberger Menschenrechts-Filmfestival engagiert sich für LGBTQI-Geflüchtete

65 Filme aus 43 Ländern zeigt das Internationale Nürnberger Filmfestival für Menschenrechte - mit besonderem Fokus auf lesbische, schwule, queere, bi-, trans- oder intersexuelle Geflüchtete.
Internationales Filmfestival für Menschenrechte

Das Nürnberger Menschenrechtsfilmfestival rückt in diesem Jahr lesbische, schwule, bi-, trans- oder intersexuelle Geflüchtete in den Fokus. Während des Festivals ab 2. Oktober werde auch das Projekt "Queer Faces Migrant Voices" abgeschlossen, teilte das Organisationsteam des Internationalen Nürnberger Menschenrechtsfestival am Freitag mit. Für das Audio-Projekt hätten LGBTQI-Geflüchtete ihre Geschichte erzählt.

Es sei gerade jetzt wichtig, für die queere Community Flagge zu zeigen, sagte Festivalleiterin Andrea Kuhn, "wo die offen rassistische und homophobe AfD in Deutschland an Boden gewinnt und nebenan in Polen die katholische Kirche massiv gegen Homosexuelle hetzt". Geflüchtete, die ihre Heimat aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität verlassen hätten, seien besonderes gefährdet.

Queer Faces Migrant Voices

Das Audio-Projekt "Queer Faces Migrant Voices" ist eine Kooperation mit dem International Queer and Migrant Film Festival Amsterdam und Radio Z, hieß es. Im Rahmen des Festivals werde der "Musikverein Nürnberg" am 4. Oktober auch "Queer Karaoke" veranstalten.

Das elfte Internationale Nürnberger Filmfestival der Menschenrechte zeigt vom 2. bis zum 9. Oktober 65 Filme aus 43 Ländern. Zum Festival reisen rund 30 Filmemacher aus 20 Ländern an - unter anderem aus Afghanistan, Kenia, Mazedonien, Sudan, Syrien und Thailand.

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