Gottesdienste Corona-Regeln

Neue Hygiene-Auflagen: Diese Corona-Regeln gelten jetzt für Gottesdienste in Bayern

Gottesdienste in bayerischen Kirchen finden aktuell unter strengen Hygiene-Auflagen statt. Sonntagsblatt.de hält Sie stets auf dem Laufenden, welcher Rahmen möglich ist.
Ein Sitzplatz in Corona-Zeiten in der Reformations-Gedächtnis-Kirche Maxfeld

Trotz der Corona-Pandemie sind in Bayern Gottesdienste möglich. Allerdings nur mit strengen Hygiene-Regeln. Am 27. Februar veröffentlichte die bayerische Landeskirche (ELKB) zuletzt aktualisierte Empfehlungen.

Grundlage für alle Veranstaltungen im kirchlichen Bereich ist weiterhin ein Infektionsschutzkonzept, das schriftlich vorliegen und von einem Leitungsgremium, wie Kirchenvorstand oder Dekanatsausschuss, bestätigt sein muss.

Die aktualisierten Empfehlungen der Landeskirche im Überblick:

Corona-Regeln für Gottesdienste

  • Die Teilnahme an einem Gottesdienst gilt als "triftiger Grund", das Haus zu verlassen.
  • Anmeldung von Gottesdiensten: Die ELKB und die Katholische Kirche müssen Gottesdienste in Bayern nicht einzeln anzeigen, da der Staatskanzlei allgemeingültige Infektionsschutzkonzepte vorgelegt wurden.
  • Maskenpflicht: Gottesdienstbesucher müssen in bayerischen Kirchen FFP2-Masken tragen. Dies gilt auch am Platz und im Freien. Sogenannte Faceshields, Kunstoff-Visiere, ersetzen in Bayern keine Mund-Nase-Bedeckung. Für Kinder und Jugendliche zwischen dem sechsten und dem 15. Lebensjahr genügt eine gewöhnliche Mund-Nasen-Bedeckung (MNB).
  • Gesang: Gemeindegesang ist untersagt. Lediglich ein Liturg oder eine Liturgin darf ebenso wie ein kleines Ensemble oder Instrumentalensembles singen, sofern ein Abstand zueinander von zwei Metern eingehalten wird. Auch wenn ausreichend Platz vorhanden ist, dürfen nicht mehr als zehn Personen Teil eines Ensembles sein.
  • Mindestabstand: Es gilt immer und überall ein Mindestabstand von 1,5 Metern.
  • Besucherzahl: Die erlaubte Gesamtbesucherzahl ergibt sich aus der mit Mindestabstand möglichen Anzahl der Sitzplätze. Ist damit zu rechnen, dass die Besucherzahlen den Rahmen sprengen werden, muss der Gottesdienst mit Anmeldung erfolgen.
  • Gottesdienstdauer: Es wird empfohlen, für Gottesdienste - vor allem bei starkem Infektionsgeschehen vor Ort - maximal eine Stunde zu veranschlagen, die Begrenzung ist jedoch nicht verpflichtend.
  • Liturgisches Sprechen und Predigen: Bei einem Mindestabstand von zwei Metern ist das Sprechen vor der Gemeinde ohne FFP2-Maske möglich, wo lautes Sprechen ohne Mikrofon nötig ist, vier Meter.
  • Abendmahl: Abendmahl ist nur in Form der Wandelkommunion erlaubt, der Mindestabstand von 1,5 Metern muss eingehalten werden. 
  • Kollekte: Die Kollekte wird nur am Ausgang eingesammelt oder digital erhoben. Eine digitale Plattform wurde geschaffen, über die landeskirchliche Kollekten digital eingelegt werden können.
  • Gottesdienste im Freien: Es gelten dieselben Regeln wie für Gottesdienste in Innenräumen.

Weitere Informationen zu den aktuellen Corona-Regeln finden Sie auf der Homepage der Landeskirche

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