3.09.2019
Buchtipp

Psychiater Bodo K. Unkelbach: 5 Tipps für eine gute Freundschaft

Freundschaften geben uns Halt und Orientierung, Freude und Lebenssinn. Worauf es ankommt.
Freundschaft Sonnenuntergang
Freundschaften machen das Leben liebenswert.

Ohne Freundschaft kann kein Mensch leben, sagte einst Aristoteles. In unserer Zeit, in der Familien weit voneinander entfernt leben und Liebesbeziehungen fragil sind, gewinnt die Freundschaft stark an Bedeutung. Aber was macht Freundschaft eigentlich aus? Welche Arten von Freundschaft gibt es? Wie lässt sich Freundschaft pflegen? Auf diese Fragen gibt der Psychiater und Psychotherapeut Bodo Karsten Unkelbach Antworten.

In seinem Buch "Freundschaft - der Weg zum guten Leben" erklärt er, warum Freundschaft eine Kunst ist, die sich durchaus üben lässt. Freunde, so erklärt er, sind eine Familie, die man sich aussuchen kann.

Fünf Kennzeichen einer guten Freundschaft

Bodo K. Unkelbach beschreibt in seinem Buch fünf wichtige Faktoren für eine gelungene Freundschaft:

1. Für eine Freundschaft braucht es Einfühlungsvermögen und Empathie.

2. Ehrlichkeit ist wichtig - aber kleine Notlügen sind im Zweifelsfall erlaubt.

3. Treue und Zuverlässigkeit. Treue ist eine Entscheidung, die bei uns liegt.

4. Jede Freundschaft wächst an Auseinandersetzungen.

Urvertrauen als Basis jeder Freundschaft

Die beste Basis für jede Freundschaft ist das Urvertrauen. Urvertrauen ist der Beziehungskitt schlechthin, sagt Unkelbach. Wenn wir anderen Menschen mit Misstrauen begegnen, gelingt keine Freundschaft. Wenn wir uns Freunde suchen, dann ist es wichtig, darauf zu achten, dass diese bereit sind, sich in uns einzufühlen.

Jeder kennt die Situation: Plötzlich erreicht uns der Hilferuf eines Freundes oder einer Freundin. Dann ist es wichtig, alles stehen und liegen zu lassen. Wir brauchen Zeit, um das Problem in Ruhe zu besprechen. Wir helfen unseren Freunden.

Das gilt auch oder gerade in digitalen Zeiten. Nur im realen Leben können wir Mimik, Gestik, Aussehen, einen Händedruck, den Geruch und vieles mehr wahrnehmen. In der digitalen Welt ist eine Korrektur schwierig. Deshalb ist es wichtig, sich der Beschränkung der Kommunikation in der virtuellen Welt bewusst zu sein.

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