5.09.2020
Seenotrettung

Regensburg benennt Brücke temporär nach Seenotretter

Eine neue Kunstaktion in Regensburg dient dazu, sowohl an die Flüchtenden als auch an die Helfer in der Krise zu erinnern. Mehr über die Hintergründe erfahren Sie im folgenden Artikel.
Regensburg

Die Eiserne Brücke in Regensburg wird für drei Monate nach dem Gründer der Seenotrettungsorganisation Sea-Eye, Michael Buschheuer, benannt.

Auch die Donaulände am gegenüberliegenden Ufer erhält im Rahmen einer Kunstaktion einen neuen Namen: Sie soll „Alan und Ghalib Kurdi Hafen“ heißen. Damit will die Stadt den Seenotretter würdigen und an die beiden vor fünf Jahren im Mittemeer ertrunkenen Brüder Alan und Ghalib Kurdi erinnern, wie Sea-Eye mitteilte.

Die Installationen werden an diesem Donnerstag (3. September) von Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer (SPD) und der Landtagsabgeordneten Kerstin Radler (Freie Wähler) enthüllt.

Der Hintergrund der Aktion

Der Prager Künstler Dusan Zahoransky erkannte bei seinem Aufenthalt in Regensburg die Stadt als Ort der Seenotrettung.

Stellvertretend für Retter und Opfer nannte er die beiden Ufer an der Eisernen Brücke „Michael Buschheuer“ sowie „Alan und Ghalib Kurdi“. Sie sollen an die Millionen von Menschen auf der Flucht nach Europa erinnern, teilte der Kunstverein Donumenta mit, der den Künstler zu einem Artist-in-Residence-Programm eingeladen hatte.

Buschheuer startete 2015 die Seenot-Rettungsinitiative Sea-Eye. Anfang September 2015 ging das Bild des am Strand liegenden toten zweijährigen Alan Kurdi um die Welt.

Es wurde zum Symbol für die humanitäre Not im Sommer 2015. Regensburg erklärte sich 2016 als erste bayerische Stadt zum „Sicheren Hafen“.

 

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