Seine Mutter sagte: Du bist nicht mehr mein Sohn. Yousef Naderlo erzählt diesen Satz nicht laut. Er sitzt in einem Raum der Kirchengemeinde St. Georgen in Bayreuth, spricht ruhig, sucht manchmal nach dem richtigen deutschen Wort.
Drei Monate hatte er geschwiegen, nachdem er Christ geworden war. Dann sagte er es seiner Familie im Iran. Die Reaktion kam schnell: Seine Mutter nannte ihn ungläubig, unrein, nicht mehr ihren Sohn. Sein Bruder brach den Kontakt ab. Freunde wandten sich ab, frühere Kollegen auch.
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