Minderheitskirchen
Prälat Martin Dutzmann ist neuer Präsident des evangelischen Gustav-Adolf-Werks. Der Bevollmächtigte des Rates der EKD bei der Bundesrepublik Deutschland und der EU wurde mit großer Mehrheit zum Nachfolger von Gabriele Wulz gewählt.
Prälat Dr. Martin Dutzmann

Das evangelische Gustav-Adolf-Werk hat einen neuen Präsidenten: Mit 45 von 47 Stimmen wurde der Bevollmächtigte des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) bei der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union (EU), Prälat Martin Dutzmann, am Dienstag in Rothenburg ob der Tauber zum Chef des EKD-Diasporawerks gewählt, wie dieses mitteilte.

Martin Dutzmann ist Nachfolger von Gabriele Wulz

Dutzmann folgt auf Gabriele Wulz, die das Amt seit 2015 innehatte und nicht mehr kandidiert hatte. Dutzmann dankte den Mitgliedern der Vertreterversammlung für das in ihn mit der Wahl gesetzte Vertrauen und sagte laut Mitteilung, er freue sich "sehr auf die Zusammenarbeit mit dem Vorstand, den Hauptgruppen und den Partnerkirchen".

Diese Vorstandsmitglieder wurden wiedergewählt

Er sei davon überzeugt, dass die Partnerschaften des Gustav-Adolf-Werkes "in den nächsten Jahren immer wichtiger werden" - auch die EKD-Gliedkirchen würden immer kleiner und könnten dann von der Diaspora-Erfahrung der Partnerkirchen profitieren.

Ebenfalls mit großer Mehrheit wiedergewählt wurden folgende Vorstandsmitglieder:

  • Vize-Vorsitzender Johann Schneider, Propst des Propstsprengels Halle-Wittenberg
  • Schatzmeister Hans-Henning von Bischofshausen
  • Justiziar Stephan Gatz
  • Beisitzer Hartmut Giesecke von Bergh

Die neu gewählten und ausscheidenden Vorstandsmitglieder wurden nach der Wahl in einem Gottesdienst in der Rothenburger Kirche St. Jakob offiziell eingeführt und verabschiedet.

Bei der Vertreterversammlung des Gustav-Adolf-Werkes standen neben der Wahl auch Beschlüsse über Projekte für das kommende Jahr an. Thematische Schwerpunkte waren Diaspora als Normalfall der Kirche, weltweite Verantwortung und Diakonie.

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