"Ich glaube schon irgendwie an Gott, aber na ja, die Kirche…" Ich kann nicht mehr zählen, wie oft ich diesen oder einen ähnlichen Satzanfang schon gehört habe, wenn ich mich als angehender Pfarrer "oute" und mein Gegenüber sofort in eine Art Rechtfertigungshaltung geht – nicht selten, um ein paar Sätze später seinen oder ihren Kirchenaustritt zu bekennen. Gott, ja – aber die Kirche verstehe ich nicht und brauche ich nicht. Haben wir uns eine Art Exklusivkultur erschaffen, die mehr vom Kirchlichen erzählt als vom Göttlichen, sodass es überhaupt zu einer solchen getrennten Wahrnehmung kommen konnte? Ich kann das nicht beurteilen. Aber ich beobachte: Glaube ohne Kirche, für viele ist das längst Realität. Vielleicht aber nur auf den ersten Blick.

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