Der Islam ist nach dem Christentum die zweitgrößte Religionsgemeinschaft in Deutschland. Unser Dossier informiert über Feste, Feiertage und aktuelle Diskussionen rund um den muslimischen Glauben.
Nach Ansicht des Islamwissenschaftlers Abdel-Hakim Ourghi brauchen Muslime eine eigene Erinnerungskultur. Vor allem der Umgang in der islamischen Geschichte mit Juden müsse aufgearbeitet werden, damit man daraus lerne und sich die Probleme aus der Vergangenheit nicht wiederholten.
"Die Kairo-Verschwörung" ist ein verschlungener Spionagethriller, der in einem der wichtigsten Zentren der islamischen Theologie spielt: der Al-Azhar-Universität in Kairo. Der Film erzählt die Geschichte eines einfachen Jungen vom Land, der zur Schachfigur in einem politischen und religiösen Machtkampf wird.
Das Land Berlin verbietet Lehrerinnen, ein Kopftuch zu tragen. Dieser Praxis hat das Bundesverfassungsgericht nun einen Riegel vorgeschoben: Das sogenannte Neutralitätsgesetz ist verfassungswidrig und muss geändert werden.
Die Weihnachtszeit bietet sich an, mit Muslimen ins Gespräch zu kommen, sind Heidi und Hanna Josua vom Evangelischen Salam-Center in Stuttgart überzeugt. Im Gespräch mit dem Sonntagsblatt geben die Orientalistin und der Islamwissenschaftler Christen Impulse, wie sie ihre Weihnachtsfreude mit Muslimen teilen können.
Imam Belmin Mehic ist Geschäftsführer des Muslimischen Bildungswerks München. Er erklärt, warum die Muslime sichtbarer in der Gesellschaft werden müssen – und was gegen salafistische Prediger im Internet hilft.
In deutschen Moscheen predigen nach wie vor großteils Imame aus dem Ausland. Innenministerin Faeser will das beenden. Islamische Prediger sollen nach ihren Vorstellungen Brückenbauer sein.
Religiöse Symbole am Arbeitsplatz können nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs untersagt werden – wenn das Verbot für alle Religionen gilt. Dann gäbe es auch keine Weihnachtsfeier mehr, erklärte die Antidiskriminierungsbeauftragte Ataman.
Das Glockenläuten und der Muezzinruf haben eine ähnliche Funktion, aber dennoch ist die Ablehnung für letzteren häufig stärker. Warum das so ist, erklärt der Religionssoziologe Detlef Pollack von der Universität Münster
Der Nahost-Experte Daniel Gerlach glaubt, dass die Proteste im Iran dem Regime gefährlich werden können. Er erklärt, warum die Regierung vor einem Sturz stehen könnte – und was die aktuelle Protestbewegung von früheren unterscheidet.
Sie verbrennen ihre Kopftücher, protestieren für Freiheitsrechte und gegen das Regime im Iran. Mit den Frauen fühlt eine Nürnbergerin. Sie floh aus ihrem Land, weil sie dort als Frau nur ein halber Mensch ist, sagt sie.
Die islamische Theologin Hamideh Mohagheghi betont, dass der Koran das Tragen des Kopftuchs nicht vorschreibe. Sie selber trägt eins – und erklärt ihre Solidarität mit den Protesten im Iran, aus dem sie selbst stammt.
Die Proteste im Iran gehen weiter, obwohl das Regime bereits tausende Demonstrant*innen verhaften ließ. Wir haben mit dem iranischen Journalisten Omid Rezaee über die Ziele der Bewegung und ihre Erfolgsaussichten gesprochen.
Eine Kirchengemeinde und zwei Moscheegemeinden haben Drohschreiben erhalten, die mit dem Kürzel "NSU 2.0" unterschrieben waren. Zudem gab es einen Angriff auf eine Moschee.