Wer denkt, Revolutionen hätten nichts mit Religion oder Kirche zu tun, täuscht sich. Das Thema-Magazin "Revolution! Wendepunkte der Geschichte" beweist das Gegenteil.
"Wie ist das eigentlich mit dem Hinfallen und Aufstehen, Scheitern und Weitermachen? Und könnte Scheitern nicht auch eine ganz wichtige Lebenserfahrung sein, bei der es sich lohnt, genauer hinzuschauen, ja sogar ein bisschen dabei zu verweilen? … Scheitern – oder die Angst davor – ist ein riesiges Thema. Es ist ein Menschheitsthema. Dabei geht es nicht nur um persönliches Vermögen oder Unvermögen…" Die Evangelische Morgenfeier von Pfarrerin Barbara Hauck aus Nürnberg.
Auf einem Berggipfel fühlen sich viele Menschen Gott ein kleines Stückchen näher als sonst. Deshalb sind auch Berggottesdienste so beliebt. Ein kleiner Exkurs über Berge und die Bibel.
In der evangelischen Morgenfeier setzt sich Kirchenrätin Andrea Wagner-Pinggéra mit den Themen Beruf und Berufung auseinander: "Wenn Gott ruft, fragt er nicht nach dem Alter. Ob alt oder jung - das spielt für Gott keine Rolle. Als Gott Jeremia beruft, möchte dieser ablehnen. Mit Verweis auf sein Alter. Aber das lässt Gott nicht gelten."
"Licht benötigen wir auch für unser inneres Wohlbefinden. Und mit unserer Sprache bringen wir es zum Ausdruck. Wenn es hell und licht in uns ist, dann fühlen wir uns auf der Sonnenseite des Lebens. Unsere Stimmung ist heiter. Wir strahlen Freude aus und die Augen leuchten.Manchmal fällt es einem erst auf, wenn das Licht fehlt. Dann ist das Herz verdunkelt, die Seele betrübt und auf dem Gemüt liegt ein Schatten." Evangelische Morgenfeier von Dekan Christopher Krieghoff, Nürnberg
"Eine gute Zukunft – die haben wir nur gemeinsam: die Erde und wir. Es gibt viele Wege, an dieser guten Zukunft mitzuwirken: eine blühende Wiese im Garten schaffen, ein Insektenhotel aufstellen, alte Baumsorten hegen – kleine Schritte, große Schritte. Und vor allem: immer wieder Sehnsuchtsbilder malen für ein buntes Wimmelbuch des Lebens, in Gedanken, mit Worten, mit Taten." Evangelische Morgenfeier von Pfarrerin Angela Hager, Bayreuth
"Auf die richtigen Fragen kommt es an", meint der Pegnitzer Dekan Gerhard Schoenauer in seiner Evangelischen Morgenfeier. "Es sind vor allem Fragen, die uns weiter bringen und oft genug haben wir mehr Fragen als Antworten. Wer schon alles weiß, kann sich nicht entwickeln, kommt nicht vorwärts. Misstrauisch bin ich gegenüber denen, die meinen schon alles zu wissen, die auf jede Frage die passende Antwort haben".
Haben Sie heute schon geküsst? Ihren Mann oder die Frau, den Freund oder Freundin, ihr Kind? Gut so, denn am 6. Juli ist Tag des Kusses. Der Kuss ist keine neue Erfindung – Menschen küssen sich schon seit Ewigkeiten und so hat die Berührung der Lippen auch unterschiedliche Bedeutung. Auch in der Bibel wird fleißig geknutscht.
"Gott schenkt durch seinen Segen unserer Zeit Struktur und Rhythmus. Er segnet zum Beispiel den siebten Tag und heiligt ihn als Tag der Ruhe, die alles Leben benötigt, um aufatmen zu können. Unsere Bitte um Segen weitet also unseren Blick dafür, dass Gottes Liebe allem Leben seine innere Ordnung gibt, die es immer wieder neu zu entdecken und zu bewahren gilt." Die Evangelische Morgenfeier, heute von Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler.
Bei Mannschaftssportarten wie Fußball ist es besonders wichtig, dass alle Zusammenhalten. Je besser das klappt, desto größer sind auch die Chancen auf Erfolg. Kameradschaft gab es aber auch schon in der Bibel. Echte Kumpels waren Jonathan und David. Die Freundschaft geht sogar so weit, dass Jonathan bereit ist, für David zu sterben.
"Wenn auch unser äußerer Mensch verfällt, so wird doch der innere von Tag zu Tag erneuert." (2.Kor 4,16) Der Apostel Paulus schaut auf sein Leben und seine Lebenskraft, die er auf seinen Missionsreisen aufs Spiel setzt. Er lebt in der Gewissheit: Der Mensch ist mehr als nun ein Wesen, das spricht und hört, arbeitet und ruht, streitet und sich versöhnt. Inwendig im Menschen ist noch etwas anderes verborgen.
Frauen werden in der Bibel gedemütigt und gequält, mehrfach kommen brutale Vergewaltigungen vor. Mit solchen Bibelstellen beschäftigt sich Johanna Stiebert noch bis Juli als Gastforscherin an der Uni Bamberg.
"Mach die Augen auf, sieh genau hin, schau, was vor Deinen Augen, was um Dich herum geschieht. Ein Mandelzweig, der aufblüht, ein Moment des sanften Aufbruchs – wie leicht kann man den verpassen, das Zeichen für eine blühende Zukunft, wie schnell kann man das übersehen?" Evangelische Morgenfeier von Pfarrer Hans Jürgen Luibl, Erlangen
Die feministische Theologin Eske Wollrad (Hannover), hat den Übersetzern der revidierten Lutherbibel 2017 Rassismus vorgeworfen, weil in Jeremia 13,23 der Begriff "Mohr" benutzt wird. Hier wird mit zu großem Besteck hantiert, findet Thies Gundlach in seinem Gastkommentar. Gundlach ist einer der drei theologischen Vizepräsidenten des Kirchenamts der EKD. Er leitet dort das Referat "Theologische Grundsatzfragen".
In seiner 40-jährigen Wanderschaft durch die Wüste schwankte das Volk Israel zwischen Sehnsucht und Hoffnung auf das gelobte Land und Zweifel und Erschöpfung. Auch wir durchleben die eigentlichen Wüstenwanderungen, wenn es gilt, die Durststrecken des Lebens zu bestehen. Evangelische Morgenfeier von Pfarrerin Barbara Hauck aus Nürnberg.
Die menschlichen Urerfahrungen von unverschuldetem Leid haben in der Passionsgeschichte Jesu eine Sprache gefunden. Im Garten Gethsemane erlebt Jesus die Macht der Finsternis - ein Bild für die tiefste Erschütterung, der ein Mensch ausgesetzt sein kann. Evangelische Morgenfeier von Kirchenrätin Melitta Müller-Hansen, München
Was er zu sagen hatte, war brisant. Wie brisant, das wusste der Theologe und Philologe Hermann Samuel Reimarus (1694-1768) ganz genau. Um sich und seine Familie vor Anfeindungen oder Schlimmerem zu schützen, hielt er seine wichtigste Schrift bis zu seinem Tod am 1. März vor genau 250 Jahren geheim. Reimarus’ »Apologie oder Schutzschrift für die vernünftigen Verehrer Gottes« gehört zu den Anfängen der historisch-kritischen Bibelauslegung, die heute jeder angehende evangelische Theologe lernt. Und sie war der Grund, warum Lessing seinen »Nathan« schrieb.
Der Weinberg gilt in biblischen Texten meist als Symbol für Wohlstand oder auch als Sinnbild für die Menschen und ihre innigen Beziehungen. Das Weinberglied des Propheten Jesaias (Das Lied vom unfruchtbaren Weinberg) spiegelt hingegen eine Beziehungskrise zwischen Gott und den Menschen. Evangelische Morgenfeier von Pfarrerin Jacqueline Barraud-Volk, Marktbreit.
Eine wichtige biblische Geschichte ist die der Versuchung Jesu in der Wüste. Wie ist das mit der Versuchung? Wer will uns Menschen wann und warum versuchen? Wie ist die Bitte im Vaterunser "Führe uns nicht in Versuchung" richtig zu verstehen? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der evangelischen Morgenfeier des Weilheimer Pfarrers Eberhard Hadem.