Gedenken

Toleranz und Demokratie

Interkulturelle Woche 2020
Die bundesweite Interkulturelle Woche startet ihre Auftaktveranstaltungen dieses Jahr in München. Am 27. September 2020 wid ein ökumenischer Gottesdienst in der Frauenkirche gefeiert, es folgt ein Empfang mit anschließender Gesprächsrunde. Im Fokus: das Oktoberfest-Attentat, rechte Gewalt und der Zustand unserer Demokratie heute.

Holocaust-Gedenktag

Lea Schiller Fr, 31.07.2020 - 10:00
Vertreter der evangelischen Kirche, von Juden und Sinti und Roma werden erstmals gemeinsam in Auschwitz der Opfer des Nationalsozialismus gedenken.

Konzentrationslagers Dachau vor 75 Jahren befreit

Mit einer ökumenischen Andacht als einzigem "analogen" Erinnerungsakt haben die evangelische und die katholische Kirche an den 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau gedacht. Die Feier wurde in der Versöhnungskirche auf dem Gelände der KZ-Gedenkstätte aufgezeichnet.

Yom HaShoah

Die Holocaust-Überlebende Leah Hasson lebt heute in Ramat Gan bei Tel Aviv.
Um 10 Uhr am Morgen des Yom HaShoah steht jedes Jahr ganz Israel für zwei Minuten still: Im ganzen Land heulen die Sirenen, die Züge bleiben stehen, ebenso die Autos auf den Autobahnen, die Passanten halten schweigend inne. In diesem Jahr war einiges anders. Die Initiative "Zikaron BaSalon" (Gedenken im Wohnzimmer) und ihre Antwort auf die Frage, wie Holocaust-Gedenken und Zeitzeugengespräche unter den Bedingungen der Corona-Pandemie aussehen können.

Israel

Auf Gedenkveranstaltungen für die Opfer des Holocaust wird stets beschworen, dass so etwas wie die Judenvernichtung im nationalsozialistischen Deutschland nie wieder passieren darf. Und dennoch ist auch der Gegenspieler Antisemitismus ständig präsent. Die 56-jährige Antje Naujoks befasste sich schon als junges Mädchen mit dem Thema und hat infolgedessen eine weitreichende Entscheidung getroffen: Obwohl sie selbst keine Jüdin ist, verließ sie Deutschland, um in Israel zu leben.

Umgang mit deutscher Geschichte

Briefkasten statt Stolperstein Erinnerung an Juden in Nürnberg
Spuren jüdischer Bürger sind in unseren Städten heute spärlich. Ihre Namen sind vielfach verschwunden oder vergessen. In einem Stadtteil in Nürnberger kleben sie jetzt Erinnerungsschildchen an Briefkästen. Auch weil "Stolpersteine" umstritten sind.

Lebensgeschichten von Toten

Buch Todesursache Flucht Cover
Ertrunken, verdurstet, erhängt: Das Buch "Todesursache: Flucht" will Fluchtopfern einen Namen geben. Dafür haben die Autorinnen Kristina Milz und Anja Tuckermann anhand der Liste des "United"-Netzwerks Lebensgeschichten recherchiert. Wer war Fatim Jawara? Was hat Zaki Adam erlebt? Und warum sind sie gestorben? Porträts, die Liste der Toten und Gastbeiträge prominenter Autoren ergeben zusammen ein Plädoyer für mehr Menschlichkeit.

Erster Weltkrieg

Kriegsgräber erinnern an die Gefallenen der Weltkriege
Zum Ende des Ersten Weltkriegs am 11. November vor 100 Jahren erinnert der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge an die vielen Millionen Opfer auf der ganzen Welt. Warum im Zentrum des Gedenkens 2018 die "vergessene Front" Bulgarien steht, erklärt der bayerische Landesvorsitzende Wilhelm Wenning im Interview.