Gesellschaft

Hate Speech und Frust

Demokratieforscher Christoph Mohamad-Klotzbach
Autor
Die Warnzeichen mehren sich: Immer mehr Bürger sind antidemokratisch eingestellt, Rassismus und Rechtsextremismus verbreiten sich, Hate Speech schreckt davon ab, sich politisch zu engagieren. Ist unsere Demokratie gefährdet? "Wir müssen auf jeden Fall wachsam sein", sagt dazu Demokratieforscher Christoph Mohamad-Klotzbach im Gespräch mit dem Sonntagsblatt. Der 38-Jährige analysiert an der Universität Würzburg unterschiedliche Vorstellungen von Demokratie.

Corona und Verschwörungstheorien

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Klima, Handymasten, Luftverschmutzung, – ein Panoptikum des Unbehagens an der Zivilisation der Moderne kommt in den Kommentaren zum Beitrag von Matthias Pöhlmann hier auf sonntagsblatt.de zu Verschwörungstheorien rund um das Coronavirus zum Ausdruck. Gänzlich absurd wird es aber, wenn der Arzt, der zum Corona-Test ins Haus kommt, die Verschwörungstheorien gleich selbst mitbringt.

EKD-Ratsvorsitzender bei "Hart aber fair"

Bedford-Strohm im Goldenen Saal des Augsburger Rathauses.
Die Talkshow "hart aber fair" wollte am Montagabend die Corona-Krise beleuchten. Eine Landespolitikerin, ein Landrat, ein Theologe, ein Rechtsexperte, ein Virologe und eine Krankenpflegerin kamen zu Wort. Doch am Ende blieb vieles unterbelichtet.

Unterstützung von Senioren und Kranken

Senioren und chronisch Kranke sind in der Corona-Krise auf Unterstützung angewiesen, denn für sie kann das Virus lebensbedrohlich werden. Überall im Land bilden sich darum Initiativen und Nachbarschaftsprojekte, um die Versorgung besonders gefährdeter Menschen sicherzustellen. Wie etwa die "Spontanhilfe Corona" in der bayerischen Landeshauptstadt funktioniert, erklärt Petra Mühling vom Verein "Münchner Freiwillige - Wir helfen" im Interview.

Kommentar

Solidarität
Nichts bewegt die Menschen zurzeit mehr als das Coronavirus. Wie gefährlich ist es? Wie schnell verbreitet es sich? Wie ist es zu bekämpfen? Das sind nur die drei häufigsten Fragen, die sich die Menschen derzeit stellen. Zum aktuellen Zeitpunkt wissen wir: Das Coronavirus hat eine weltweite Epidemie in Gang gesetzt, dem müssen wir ins Auge sehen. Allein mit Hände waschen, in den Ellbogen niesen und husten ist es nicht mehr getan.

Digitalisierung

Seniorin am Smartphone
Im Frühjahr 2000 eröffnete in Würzburg eines der bayernweit ersten Internetcafés für Senioren. Die Ehrenamtlichen rund um den inzwischen 82-jährigen Herbert Schmidt führen ältere Mitbürger behutsam an Computer und Internet heran. In diesem Jahr feiert die Einrichtung ihr 20-jähriges Bestehen. Die Themen haben sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten deutlich weiterentwickelt: die Fragen zu Laptop, Tablet und Smartphone sind heute viel vielschichtiger.

Kommentar

Einsamkeit
Autor
Rund 55 Millionen Menschen in Europa leben laut Statistik sozial isoliert und mindestens 30 Millionen fühlen sich erklärtermaßen einsam. Vereinsamung ist daher ein gesamtgesellschaftliches Problem, das nicht allein den Familien, Kirchen, Wohlfahrtsverbänden, Vereinen oder ehrenamtlichen Organisationen überlassen werden darf. Das Thema muss auch politisch und vor allem ressortübergreifend behandelt werden. Ein Kommentar von Ralf Schick.

Kommentar

Deutscher Bundestag
Die demokratieverachtende Ministerpräsidentenwahlfinte der Thüringer Höcke-Afd hat einiges ins Rutschen gebracht. Eine Folge: der Rückzug der CDU-Parteivorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer. Läutet er das Ende der Kanzlerschaft Angela Merkels ein? Nicht wenige dürften das begrüßen - aber noch wichtiger ist: Die gegen das demokratische System selbst gerichtete "destruktiv konstruktive" Strategie der rechtsextremen AfD darf nicht aufgehen.

SIGENA-Stützpunkt Sündersbühl

Inge Hitzler beim Kochen im SIGENA-Stützpunkt in Nürnberg
Autor
Da lebt man seit 30, 40 Jahren nebeneinander, kennt sich nur vom Sehen her – und plötzlich kocht, werkelt und sportelt man miteinander. Seit rund einem Jahr gibt es im Nürnberger Stadtteil Sündersbühl einen SIGENA-Stützpunkt, der von der Wohnungsbaugesellschaft der Stadt gemeinsam mit der Stadtmission Nürnberg betrieben wird. Und der Treffpunkt in der Bertha-von-Suttner-Straße ist für viele der regelmäßigen Besucher mittlerweile unverzichtbar geworden.

Kommentar

Demokratie
Zugegeben: Der Start ins neue Jahrzehnt könnte besser sein, goldene Zwanziger sind angesichts weltweiter Verwerfungen derzeit nicht in Sicht. Deutschland beschäftigt sich vorwiegend mit sich selbst und jammert auf hohem Niveau. Realitätsverweigerung und der Rückzug in digitale Echokammern lassen dabei das Aggressionspotenzial wachsen. Höchste Zeit, dass sich unsere zersplitterte Gesellschaft einen Ruck gibt und zu mehr Gemeinsinn und demokratischer Streitkultur zurückfindet.

Kirche und Theater

Schauspieler Bernd Berleb
Autor
Judas hat gehört, dass in den letzten Jahren "einiges Aufsehen gemacht wurde. Dass ich wieder im Zentrum des Interesses stehe." Da hat er richtig gehört. Viele Jahrhunderte lang war der Apostel, der für 30 Silberlinge Jesus Christus an die Obrigkeit auslieferte, der Inbegriff des Verräters. Doch selbst die volkstümliche christliche Moral denkt heute nicht mehr so eindimensional über diesen Judas.

Gesellschaft

Charlotte Knobloch
Mehr Wertschätzung und eine stärkere Lobby für ältere Menschen hat Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München (IKG), bei einem Fachgespräch zwischen Münchner Stadträten und Vertretern der Wohlfahrtsverbände gefordert. "Wenn ich eine Benefizveranstaltung für die Belange von Kindern mache, ist das Haus voll - geht es um ältere Menschen, schaut das ganz anders aus", sagte die 87-Jährige bei der Diskussion zum Thema "Älter werden in München".

Gesellschaft

Autor und Philosoph Alexander Grau
Autor
Er nimmt kein Blatt vor den Mund: Der Autor und Philosoph Alexander Grau schreibt in seinem neuen Buch "Politischer Kitsch", mit Fakten und geleitet alleine von Vernunft, alles nieder, was derzeit als vermeintlich "politisch korrekt" erscheint. Im Interview erklärt der Münchner, warum vieles, was derzeit wie harmlose Gesellschaftskritik erscheint, auch gefährlich sein kann, wenn Gefühle zu harten Bandagen werden.