Obwohl die christliche Mystik im gewissen Sinne mit Paulus beginnt und somit so alt wie die Kirche ist, spielt sie im Luthertum nur am Rande eine Rolle. Heute werden Forderungen nach einer evangelischen Mystik wieder laut. Sie soll eine Kombination aus Innenschau und Engagement für Gerechtigkeit sein.
Fangen wir bei Martin Luther an. Der evangelische Reformator war nicht nur ein leidenschaftlicher Biertrinker, er steht genau genommen auch am Anfang der Geschichte des Münchner Hofbräuhauses, das 1589 gegründet wurde.
Sünde gehört mittlerweile zu den theologischen Unwörtern. Wie kann auch ein vernünftiger, aufgeklärter Christ daran glauben? Dabei hat die Bibel ein viel tieferes Verständnis von Sünde - es ist nämlich keinesfalls das Gegenteil von Tugend.
Mönche, Spielleute und Büttel in den Gassen von Sommerhausen bei Würzburg: Am 12. Oktober 2019 werden mehr als 200 Konfirmandinnen und Konfirmanden zum Reformationsspiel 2019 der Evangelischen Jugend Würzburg erwartet. Was es mit dem mittelalterlichen Spektakel auf sich hat.
Vor 500 Jahren trafen sich in Leipzig zwei Geistesgrößen zum Rededuell. Thema: die Theologie und der Papst. Was sich angestaubt anhört, hatte weitreichende Folgen für die Reformation. Und ist zum Teil bis heute aktuell.
In einer geheimen Aktion wurde Ende des 19. Jahrhunderts das Grab des Reformators Martin Luther geöffnet. Dabei wurden sogar "Beweisstücke" entnommen. Ein verschollen geglaubter Teil der Funde ist nun in Braunschweig wieder aufgetaucht.
Die Gemeinde in Lohr am Main feiert mit den rund 350 Kilometer entfernten Schweizern aus Schaffhausen am Rhein einen Theologen und Seelsorger: Am 31. März 1519 wurde in Schaffhausen Johann Konrad Ulmer geboren, der später zum ersten evangelischen Pfarrer in Lohr wurde.
Luther-Legenden sind gewöhnlich langlebig. Belegt ist jedenfalls, dass der am 6. Februar 1519 verstorbene Würzburger Fürstbischof Lorenz von Bibra sich am 18. April 1518 in Würzburg mit dem Noch-Augustinermönch Martin Luther unterhalten hat.
"Von Martin Luther zu Martin Luther King" heißt die erste CD der oberfränkischen Bezirksposaunenchöre, die rund 200 Blechbläser in Bad Steben präsentiert haben. Die CD schlägt eine musikalische Brücke vom 500-jährigen Jubliäum der 95 Thesen Martin Luthers (1483-1546) im Jahr 2017 zum amerikanischen Bürgerrechtler Martin Luther King (1929-1968), dessen Todestag sich 2018 zum 50. Mal jährte.
Er war Nationalsozialist und Antisemit, er träumte von einer überkonfessionellen deutschen Kirche, die einem "arischen Jesus" folgen sollte. Und er starb vor genau 75 Jahren zusammen mit drei katholischen (und inzwischen seliggesprochenen) Lübecker Amtsbrüdern als Widerständler gegen das NS-Regime: Der evangelische Pfarrer Karl Friedrich Stellbrink (1894-1943) war ein schillernder und widersprüchlicher Mensch. Seine Biografie wirft bis heute Fragen auf.
Am 6. November 2018 jährte sich der Todestag des russischen Komponisten Peter Tschaikowski zum 125. Mal, am 13.11. sind 150 Jahre seit dem Tod von Gioachino Rossini vergangen. Mit dem "Nussknacker" oder dem "Barbier von Sevilla" prägen die beiden noch heute Opern-Programme auf der ganzen Welt. Welche Rolle spielt Musik in Ihrem Leben? Entdecken Sie es mit dem Sonntagsblatt THEMA "Musik wirkt! Wie Klänge und Lieder unser Leben beeinflussen".
Mit zahlreichen Gottesdiensten und anderen Veranstaltungen haben Protestanten in Bayern den Reformationstag gefeiert und an die Veröffentlichung von Martin Luthers Thesen im Jahr 1517 erinnert. Der Landesbischof und EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm warb in seiner Predigt für eine "Welle der Zuversicht".
Arno Hildebrandt hat die Geschichte des Reformators in Reimform aufgeschrieben. Die 16 Episoden seiner Luther-Ballade sind nicht das erste Werk des 82-Jährigen: Er hat auch schon die Bibel in Versform gebracht.
Luther als Labyrinth, Graffiti, im Theater, auf Socken und als Playmobil-Figürchen: Vergangenes Jahr, im Jubiläumsjahr "500 Jahre Reformation", war Martin Luther überall, nicht nur in der Kirche. Und einen Feiertag hat er uns im letzten Jahr auch beschert. Wir fragen heute: Was ist geblieben vom großen Reformations-Hype? Ein zusätzlicher Feiertag jedenfalls nicht. Jasmin Kluge weiß mehr.
Mehr als eine Million mal wurde Martin Luther als Playmobil-Spielfigur verkauft und ist damit das bisher meistbegehrte Kunststoffmännchen des Spielwarenherstellers.
2017 hat die Evangelische Kirche in Deutschland des 500. Jahrestags von Martin Luthers Thesenanschlag an der Wittenberger Schlosskirche gedacht – des Beginns der Reformation in Deutschland. Das Fest wurde ökumenisch gefeiert. Was ist davon geblieben?
Vor 500 Jahren, im Oktober 1518, war Martin Luther in Augsburg zu Gast und verteidigte seine kirchenkritischen Thesen. Deshalb feiern die Augsburger erst heuer das Reformationsjahr. Dazu startet am 9. Oktober 2018 die Talk-Reihe "500 Fragen und ein paar Antworten", für die prominente Gäste auf der "Luther-Couch" Platz nehmen. Den Start macht Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm.