Säkularisierung

Theologie-Geschichte

Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher: Religion »ist weder Denken noch Handeln, sondern Anschauung und Gefühl«.
"Der nackten Wahrheit Schleier machen / Ist kluger Theologen Amt / Und Schleiermacher sind bei so bewandten Sachen / Die Meister der Dogmatik insgesamt." So witzelte Zeitgenosse August Schlegel über den evangelischen Theologen Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher und dessen "bedeutsamen" Namen. Doch dem protestantischen "Kirchenvater des 19. Jahrhunderts" ging es um das gerade Gegenteil von Vernunftverschleierung: nämlich darum, subjektive Erfahrung und kirchliche Tradition zu versöhnen. Friedrich Schleiermacher wollte zum Wesen des Christentums vordringen und es so in eine aufgeklärte Gegenwart und in die Zukunft führen. Am 21. November vor 250 Jahren wurde er geboren.

Europas Protestanten

St Giles Cathedral in Edinburgh
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Schottland ist das einzige Land Europas, das die Tradition einer reformierten Nationalkirche (Church of Scotland) kennt, der einstmals das ganze Land angehörte. Doch ähnlich wie England ist auch Schottland von einem rasanten Säkularisierungsschub erfasst. Historiker Thomas Greif berichtet aus Edinburgh: Von Kneipen und Läden, die einstmals Kirchen waren, aber auch von Gemeinden, die sich dem Trend erfolgreich entgegenstellen.

Europas Protestanten

Bibliothek der Franckeschen Stiftungen in Halle (Saale)
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In Halle (Saale) in Sachsen-Anhalt entstand unter dem Pietisten August Hermann Francke seit dem Anfang des 18. Jahrhunderts ein Bildungs- und Missionszentrum von europäischen Dimensionen. Heute arbeiten auf dem Campus der "Franckeschen Stiftungen" rund 4.000 Menschen in Bibliotheken, Museen, Schulen, Universität und verschiedenen Sozialeinrichtungen. Historiker Thomas Greif besucht die Kindertagesstätte "Krokoseum", einen ungewöhnlichen Altenheimgottesdienst und gibt Einblicke in die faszinierende Geschichte der Stiftungen - ein Besuch in der "Wunderkammer" inklusive.

Europas Protestanten

Westerkerk in Amsterdam
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Wie überall in den Niederlanden kam auch in Amsterdam seit den 1960er Jahren ein rasanter Prozess der Säkularisierung in Gange. Heute gehören noch weniger als 2,5 Prozent der Bevölkerung Amsterdams einer protestantischen Kirche an. In keiner Großstadt Europas ist der Bedeutungsverlust der etablierten Kirchen so fortgeschritten wie hier. Wie geht die "Protestantse Kerk Amsterdam" damit um? Was bleibt an traditioneller Kirchlichkeit?