Sucht

Stadtmission Nürnberg

Glücksspiel
Online-Glücksspiel ist seit dem 1. Juli legal. Was die Suchtberater*innen der Stadtmission Nürnberg mit Sorge beobachten: Die Angebote steigen, ebenso die Zahl der Spieler*innen. Allein in Bayern zeigen demnach 70.000 Menschen ein bedenkliches Glücksspielverhalten.

Tod und Trauer

Trauerclown "Kaala Knuffl" alias Birgit Sauerschell
Ein Clown auf einer Beerdigung: Das geht ja wohl gar nicht. Denk man zumindest im ersten Moment. Birgit Sauerschell aus Lichtenfels ist da anderer Meinung. Die Psychologin bringt zusammen, was auf den ersten Blick so gar nicht zusammengehört: Trauer und Poesie, Tränen und Humor, Tod und Leben.

Zentralstelle für Strafentlassene in Nürnberg

Mann versteckt Kopf in Händen
Das Ende der Fahnenstange ist in Sicht, klagt die Zentralstelle für Strafentlassene (ZfS) in Nürnberg. Im vergangenen Jahr sei die Zahl der Kontakte mit Klienten um 25 Prozent gestiegen. Knapp 1.000 Männer und Frauen, die vorher in Haft waren, haben die Mitarbeitenden im Jahr 2019 beraten.

Armut

Altersarmut Frau Mülleimer Armut
Alma K.* ist 55 Jahre alt. Sie kommt aus einer großbürgerlichen Familie, doch sie lebt heute in Armut. Ihr psychisches Leiden hat die Frau schon vor Jahren erwerbsunfähig gemacht, heute sammelt sie Pfandflaschen, wühlt in Mülleimern und prostituiert sich, um sich über Wasser zu halten. Manchmal schaut sie in der Bahnhofsmission vorbei, vor allem Nachts, und sucht dort aufbauende Gespräche. Alma K. ist spielsüchtig. Sie bräuchte Hilfe und fordert Würde ein. Ein Gesprächsprotokoll:

Wege aus der Abhängigkeit

Spielbank Kitzingen
Nie wieder möchte Karl W. solche seelischen Qualen erleben, wie er sie bis zum endgültigen Spiel-Stopp im August 2016 erlitten hat. Heute ist er im "Betroffenenbeirat" der Landesstelle Glücksspielsucht Bayern für mehr Spielerschutz aktiv. Vor allem eine Sache würde Karl W. am liebsten verbieten lassen.

Medien

Es klingt eigentlich ganz putzig: Smombie - doch hier handelt es sich um eine Wortkombination aus Smartphone und Zombie. Wer hat sich noch nicht über Handynutzer amüsiert, die vom Weg abkommen oder gegen Straßenmasten knallen, weil sie nicht darauf achten, wohin sie gehen. Micha Götz hat sich umgehört, ab wann wir vom Benutzer zum Abhängigen werden

Weg aus der Abhängigkeit

Karin Bauer berät in der Würzburger Suchtberatungsstelle
Zwei Jahre lang machte Kurt H. eine Suchttherapie. Danach wollte er nicht wieder irgendwo alleine hocken. Vor einem halben Jahr bezog er ein Zimmer in der Betreuten Wohngemeinschaft des Blauen Kreuzes in Würzburg. Andreas S., den er schon von der Therapie kannte, zog mit ihm ein. Claudia C. lernten die beiden bald als nette WG-Kollegin kennen. Gegenseitig unterstützt sich das Trio darin, suchtfrei zu leben.

Sucht

Heute vor 25 Jahren wurde Alkoholismus als Krankheit anerkannt. Seither hat sich auch gesellschaftlich Einiges geändert. Öffentlich gesoffen wird aber immer noch. Gisela hat über zehn Jahre gebraucht, bis sie sich eingestehen musste ein Suchtproblem zu haben. Dank Beratung und Unterstützung hat sie den Weg aus der Sucht geschafft.

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