20.01.2019
Evangelische Morgenfeier

Predigt: Wunder-Voll (Joh 2,1-11)

Ob Wunderkind oder Wundermittel: Von Wundern sprechen wir eigentlich nur mit einem Augenzwinkern. Warum wir uns mal wieder ernsthaft mit Wundern auseinandersetzen sollten, predigt Pfarrerin Dr. Stefanie Schardien aus Fürth in ihrer Evangelischen Morgenfeier.
Wunder von Kana
Das Wunder zu Kana, romanisches Kapitell im Kreuzgang des Kloster San Juan de la Peña, Aragonien

Intro: Willkommen an der Wunder-Bar

In kleineren Theateraufführungen sind wir schon häufiger mit unseren Kindern gewesen. Doch nun sollen sie mit uns zum ersten Mal so ein richtiges Theaterstück in einem richtigen Theater besuchen. Schwerer roter Vorhang, riesige Bühne, viele Schauspieler und ein richtiges Bühnenbild. Für mich ist es fast ein bisschen schwer, das Theaterstück anzuschauen, weil ich ständig zu den Kindern blicken muss. Mit offenen Mündern sitzen sie da.  und staunen!  über die Schauspieler, die im Spiel zu Kindern werden, über die Bühne, die sich dreht und immer wieder eine neue Szene eröffnet. Dann die phantasievoll gemalte Kulisse. Mama, wie können denn die Häuser so schief sein? fragt mich der Jüngste. Ist das jetzt echt gefährlich? Ist das wirklich der Anton von Pünktchen und Anton? Alles, von dem er eigentlich weiß, dass es nicht sein kann, wird auf der Bühne plötzlich so wirklich und echt. Ein Nachmittag voller Staunen über all die Wunder auf der Bühne.

Wie große Geschwister so sind, wird die Verzauberung natürlich auf dem Rückweg besserwisserisch entzaubert. Alles vermeintlich Wunderbare wird zugrunde erklärt als Farbe und Verkleidung, als Schminke und Technik. Der Kleine lässt sich nicht beirren und wird fast wütend: Was er gesehen hat, hat er schließlich gesehen.

Ein Wunder-Erlebnis und daraus entstehende Fragen

Klar ist das rührend, wenn Kinder noch so voller Vertrauen in Magie und Phantasie leben, so dass sie an Wunder glauben, wo es ganz logische Erklärungen gibt.

Als Erwachsene kann ich das schlicht nicht mehr. Moderne, aufgeklärte Menschen glauben eben nicht mehr an Wunder. So einfach ist das und es beginnt schon früh im Leben: Schon als Schulkind spürt man ja schnell den Reiz der Überlegenheit, wenn man über die dummen Kleinen lachen kann, die sich hinters Licht führen lassen.

Das heißt ja nicht, dass ich mich nicht trotzdem über vermeintliche Wunder freuen kann, die mir Zauberer vorspielen. Solche David Copperfields, die mich auch zum Wundern bringen mit ihren Tricks und Kunststücken. Aber das ist es ja eben: Ich weiß ja, dass es Tricks und Kunststücke sind, dass es für alles eine ganz logische Erklärung gibt, die ich nur noch nicht durchschaue.

Ganz ähnlich geht es mir, wenn ich in der Werbung von Raumwundern höre, von Wundermitteln zum Abnehmen oder wenn eine Illustrierte von Wunderkindern berichtet. Auch dann ist mir stets klar: Ja, schon, da mag manches überraschend sein. Aus eng wird weit, aus dick wird dünn, Kleine können Großes...  Das sind schon tolle Geschichten. Gleichzeitig schwingt in mir aber auch sofort die Skepsis mit, wenn das mit dem "Wunder" allzu ernst gemeint erscheint: In den kleinen Kofferraum passt das Reisegepäck einer ganzen Familie am Ende nun mal nicht hinein. Von den Diätmitteln möchte ich erstmal die Nebenwirkungen kennen - und ein Wunderkind... ach, schon wieder eins. Warum hört man von denen eigentlich so selten später noch mal irgendetwas?

Von solchen Wundern zu reden, funktioniert dann eigentlich nur mit einem Augenzwinkern. Flankiert von kleinen Anführungsstrichen lässt sich doch ein bisschen an solche Wunder glauben, die uns das eigentlich Unmögliche möglich erscheinen lassen. Holen wir uns also einen Funken Zauber zurück in unsere Welt mit diesen Raumwundern, Wundermitteln, Wunderkindern - und mit Liedern über Wunder. Von denen gibt es nämlich eine ganze Menge. Interessanterweise gar nicht so viele kirchliche. Womöglich wegen all der theologischen Zweifel? Davon später mehr. Ohne solchen Ballast jedenfalls geht offenkundig der Rest der Welt an Wunder-Lieder heran und singt sie frei und fröhlich heraus. So wie Gregor Meyle.

Jesus als gedrängter Wunder-Täter

Komm lass einfach `n Wunder geschehen. So hat sich das vielleicht auch Maria, Jesu Mutter, gedacht. Der Evangelist Johannes erzählt von einem Hochzeitsfest, zu dem Jesus mit seiner Mutter eingeladen ist. So eine Hochzeit dauert zu Jesu Zeiten gleich mehrere Tage. Da kann es schon einmal zu Versorgungs-Engpässen kommen für die vielen Gäste. Höchste Zeit für ein Wunder, findet Maria.

Und am dritten Tage war eine Hochzeit zu Kana in Galiläa, und die Mutter Jesu war da. Jesus aber und seine Jünger waren auch zur Hochzeit geladen. Und als der Wein ausging, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein mehr. Jesus spricht zu ihr: Was habe ich mit dir zu schaffen, Frau? Meine Stunde ist noch nicht gekommen. Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut. Es standen aber dort sechs steinerne Wasserkrüge für die Reinigung nach jüdischer Sitte, und in jeden gingen zwei oder drei Maße. Jesus spricht zu ihnen: Füllt die Wasserkrüge mit Wasser! Und sie füllten sie bis obenan. Und er spricht zu ihnen: Schöpft nun und bringt's dem Speisemeister! Und sie brachten's ihm. Als aber der Speisemeister den Wein kostete, der Wasser gewesen war, und nicht wusste, woher er kam – die Diener aber wussten's, die das Wasser geschöpft hatten –, ruft der Speisemeister den Bräutigam und spricht zu ihm: Jedermann gibt zuerst den guten Wein und, wenn sie trunken sind, den geringeren; du aber hast den guten Wein bis jetzt zurückgehalten. Das ist das erste Zeichen, das Jesus tat. Es geschah zu Kana in Galiläa, und er offenbarte seine Herrlichkeit. Und seine Jünger glaubten an ihn. (Joh 2,1-11)

Maria drängt ihren Sohn nicht direkt zu einem Wunder. Vertraut, wie sie sind, versteht Jesus, was hinter ihrem dezenten Hinweis auf den fehlenden Wein wohl eigentlich steckt: "Jetzt tu schon was!" Blitzt da ihr mütterlicher Stolz auf den besonderen Sohn auf? Soll er auf so einer großen Hochzeit endlich zeigen, was in ihm steckt? Jesus will eigentlich nicht und weist seine Mutter zurück: Noch nicht jetzt. Doch, vertraut wie sie sind, ahnt Maria wohl, dass dies nicht sein letztes Wort gewesen ist. Warum sonst würde sie die Diener konspirativ darauf vorbereiten? "Macht, was er tut. Haltet Euch bereit. Wartet ab, was jetzt kommt..." Was dann kommt, davon hören wir.... eigentlich leider gar nichts Genaueres. Die Diener füllen die riesigen Krüge auf Jesu Geheiß mit Wasser - und bringen sie als Wein zum Speisemeister. Weder der noch die Gäste bekommen von dem Wunder etwas mit. Auch Jesus selbst ist offenkundig nicht daran gelegen, irgendjemanden über das Spektakuläre seines Tuns aufzuklären. Ihm scheint vor allem wichtig, dass wieder guter Wein da ist und das Fest weitergeht. Und für die Jünger, die das Wunder miterlebt haben: Für sie gewinnt Jesus, dem sie ohnehin schon als ihrem Retter nachfolgen, nur eine weitere Facette hinzu. Es passte zu dem, was sie in dem alten Psalm schon immer besungen hatten: Singt dem Herrn ein neues Lied, denn er tut Wunder.

Warum oder warum eigentlich nicht? Wunder-Deutungen

Hm, aber geht denn das: Dass ich über Wundermittel und Wunderkinder die Augen rolle und hier gleichzeitig ohne Anführungszeichen und Augenzwinkern von diesem Wunder Jesu erzähle? Muss ich bei den Wundergeschichten mein aufgeklärtes, rational denkendes Ich über Bord werfen?

Ich erinnere mich daran, wie mich ganz zu Beginn meines Studiums zwei Professoren mit ihren unterschiedlichen Ansichten zu den Wundern ziemlich durcheinander zurückgelassen haben. Da gab es den einen, der uns Studierenden damals sehr logisch und nachvollziehbar die Umwelt Jesu nahebrachte. Auch für die Wunder sollte es ganz logische Erklärungen geben. Entweder haben die Evangelisten beim Aufschreiben solche Geschichten erdichtet, um Jesus noch eindrücklicher als den mächtigen Gottessohn darzustellen. Oder aber es ist schon etwas geschehen, das man aber fälschlicherweise als ein Wunder erlebt hat. Zum Beispiel wird doch erzählt, wie Jesus fünf Brote und zwei Fische so vermehren konnte, dass Tausende davon satt wurden. Dahinter, so lernte ich, steckt vermutlich, dass alle nach Jesu Vorbild anfingen zu teilen auf dem Feld, auf dem sie lagerten. Jeder holte aus der Tasche, was er dabeihatte und teilte, und auf einmal erschien es, als hätte Jesus alle satt gemacht. Wenn ich darüber nachdenke: Dann wäre das heutzutage wohl das richtig große Wunder, wenn alle, also wirklich alle bereit wären, zu teilen, was sie besitzen.

Nun gab es den anderen Professor, der schon vor Vorlesungsbeginn gern mit Kreide riesige Tafelbilder zeichnete. Mit denen wollte er uns die biblischen Vorstellungen von Himmel und Erde und Hölle, von Engeln und Teufeln näher bringen. Wir Studierenden waren natürlich skeptisch. Erst recht, als es an die Wunder ging. Aber da hat er uns sinngemäß gefragt: "Wie klein denken Sie eigentlich von Gott, wenn Sie ihm nicht mal ein Wunder zutrauen?" Der Professor hat diese Frage als jemand gestellt, der nun nicht einfach ungebildet die Bibel wörtlich genommen hat. Ihm war diese Frage ein ernstes Anliegen. Warum sollten wir uns nicht vorstellen, dass Jesus Menschen geheilt oder Speisen vermehrt hat, dass er Tote auferwecken und reichen Fischfang bescheren konnte? Schließlich ist er Gottes Sohn. Und von dem glauben wir doch, dass er in irgendeiner Weise sogar bei der Schöpfung der ganzen Welt am Werk war. Was ist dagegen schon eine kleine Sturmstillung oder ein paar Liter Wasser zu Wein? Warum eigentlich nicht?

So ein Vertrauen, dass Jesus solche Wunder vollbracht hat und vor allem, dass Gott auch heute immer noch Wunder tun kann, findet sich gar nicht so selten unter Christinnen und Christen. Sie erzählen dann von Erlebnissen, wie Madonnen echte Tränen aus ihren Porzellanaugen geweint haben, von spontanen Heilungen eines eigentlich von Ärzten aufgegebenen Verwandten, von unerklärlichen Rettungen im Straßenverkehr. Diese modernen Wundererzählungen kursieren auch nicht nur in fragwürdigen Internetforen. Die meisten Wallfahrtsorte leben von der Hoffnung, die Menschen auf Wunder richten. Und nicht zuletzt gibt es in der katholischen Kirche bis heute eine offizielle Kongregation, die dem Papst für Selig- und Heiligsprechungen von medizinischen und theologischen Gutachtern geprüfte Wunderberichte vorzulegen hat.

Was ich daran vor allem spannend finde: Die Chance, fündig zu werden, wenn man nach den Wundern sucht, ist offensichtlich gegeben: Zum Beispiel haben seit 1885 rund 2,3 Millionen Kranke Lourdes besucht. Hinterher haben 6000 von ihnen erklärt, eine wunderbare Heilung erfahren zu haben. Am Ende erkennt die katholische Kirche nur 65 offiziell als Wunder an, aber immerhin... Vor allem zeigt es mir, dass Menschen an solchen Orten, mit solchen Hoffnungen besonders empfänglich dafür scheinen, ihre Erlebnisse als Wunder zu deuten - offizielle Anerkennung hin oder her. Oder wie es Albert Einstein sagte: Das Wunder ist eine Sache des Trainings.

Die Nebentätigkeit Jesu

Für Menschen wie mich ist das dann möglicherweise zunächst einmal keine ganz so gute Nachricht: Denn ich glaube einfach auch daran, dass Gott gut Freund mit den Naturgesetzen ist. Wie ich die Bibel verstehe, sind Wunder auch gar nicht Gottes erste Wahl, uns Menschen nahezukommen.

So wie Jesus bei der Hochzeit zu Kana eigentlich gar kein Wunder tun will. Immer wieder spiegelt sich seine eigene Zurückhaltung gegenüber den Wundern in den Evangelien. Das Wunder-Tun sieht er wohl eher als eine Art Nebentätigkeit an. Sonst hätte er sie ja in viel größerem Stil einbringen können in diese Welt: Massenheilungen, Auferweckungen im Akkord, Speis und Trank ohne Ende. Aber nein, die Wunder bleiben letztlich ziemlich vereinzelte Geschehen im Leben Jesu. Der Evangelist Markus berichtet sogar davon, dass Jesus die Menschen, die Wunder miterlebt hatten, immer wieder ausdrücklich auffordert, nichts davon weiterzuerzählen. Das bleibt bitte ein Geheimnis. Nur kein Aufsehen.

Dazu passt auch, dass der Evangelist Johannes bei der Hochzeit zu Kana gar nicht von einem Wunder spricht. Johannes bezeichnet das Geschehen als ein Zeichen. Zeichen, das sind gerade keine Zauberstückchen, keine David-Copperfield-Effekte. Nein, Zeichen sind Hinweise. Sie stehen nicht für sich allein, sondern sie verweisen auf etwas anderes, um das es eigentlich geht. Ein Zeichen verweist auf etwas Größeres und Wichtigeres. So wie ein Hinweisschild am Straßenrand ja auch nicht an sich die Attraktion ist, sondern ankündigt, in welcher Richtung das Ziel zu finden ist, oder in wie vielen Kilometern man es bald erreicht hat.

Wenn ich Jesu Wunder als Zeichen verstehe, verweisen sie auf das Eigentliche seiner Botschaft, auf den Eigentlichen. Wie ein großer Pfeil steht das Wunder da, aber es zeigt nicht auf die Geheilten, nicht auf die Fässer Wein. Sie sind nicht das Wesentliche. Vielleicht gibt es einen echten Kern in den Erzählungen, der die Menschen damals zum Staunen und Sich-Wundern gebracht hat. Ob und wie Jesus dann tatsächlich aus dem Wasser Wein macht oder ob das Wasser allen Gästen durch die liebevolle und wohltuende Anwesenheit Jesu auf dem Fest so gut wie Wein schmeckt - für meinen Glauben ist mir das nicht zentral. Wichtig ist mir, dass das Geschehen in die Richtung auf Gott und die Verheißungen zeigt.

Die Wunder sind Zeichen dafür, dass unser Glaube sich mit allem Recht auf diese Hoffnungen richtet: Darauf, dass einst alle Tränen abgewischt werden und alles Schreien ein Ende hat. Darauf, dass alle Traurigen getröstet und alle Wunden geheilt sein werden. Darauf, dass wir in Gottes Ewigkeit wie zum großen, festlichen Hochzeitsmahl beisammen sind, froh und glücklich, mit einem Fuß auf der Tanzfläche, und satt von dem vielen Guten, das Gott bereithält. Die Wunder sind Anzeichen, die all das schon im Hier und jetzt erkennen lassen. Dort, wo wir Wunder erleben, wird unsere Welt durchsichtig für den Himmel. Hindurch scheint Gottes Wirklichkeit und lässt uns staunen.

Ganz schön durchsichtig

Wir haben Gottes Spuren festgestellt auf unsern Menschenstraßen. Eins der wenigen Kirchenlieder über Wunder, die Eingang in unser evangelisches Gesangbuch gefunden haben. Dabei zeugt es ja gerade davon, dass wir uns auch, aber nicht nur über die spektakulären Erlebnisse wundern: Liebe und Wärme in der kalten Welt, Hoffnung, die wir fast vergaßen. Bettler und Lahme sahen wir beim Tanz, hörten wie Stumme sprachen. Durch tote Fensterhöhlen kam ein Glanz Strahlen, die die Nacht durchbrachen.

Wunder erlebe ich dort, wo die Welt durchsichtig für Gottes Wirklichkeit wird. Ich mache die Erfahrung, dass Menschen dazu oft gar nicht so hochgeschraubte Wunder-Erwartungen haben. Wunder entdecken sie auch, ohne dass Schallmauern der Naturgesetze durchbrochen werden. Es braucht keine Spontanheilungen, keine Entrückungen.

Unsere Welt wird da durchsichtig für Gottes Wirklichkeit, wo ich mich ernsthaft wundere und nicht nur einen Zaubertrick beklatsche. Und vielleicht gilt dann doch auch hier Einsteins Spruch, von den Wundern als Sache des Trainings: Ich kann mal wieder üben zu staunen. In Momenten, in denen ich Dinge neu sehe und sie mir eine neue Perspektive für mein Leben geben. Oder über Menschen, die sich, ganz entgegen meiner Erwartung, plötzlich überraschend freundlich erweisen. Dann entdecke ich Wunder, wenn Leben neu aufblüht, nachdem es ganz karg schien: So wie bei der alten Dame, die mir von ihrer grauenvollen Flucht im Krieg mit elendem Hunger und Entbehrung erzählte und nun in jeder Situation für andere Menschen wunderbare Kuchen backt. Wunder sind es für mich, wenn Menschen Liebe in ihrem lieblosen Leben entdecken: So wie der überzeugte Single, ja, schon, ein bisschen verschroben - und dann trifft er die Frau fürs Leben, die genauso einsam durchs Leben gegangen war. Es ist für mich ein Wunder, wenn Untröstliche Frieden finden. So wie die Freundin mit ihren Kindern, die so früh, viel zu früh ihren Mann verloren hat und die mittlerweile sagen kann, dass sie das Leben schön findet.

Man muss gar nicht viel üben, um die durchsichtigen Stellen im Leben der Welt zu entdecken und den Himmel gleich dahinter zu ahnen.

Ein paar Tage nach dem Theaterbesuch bekomme ich Post. Eine Geburtsanzeige von Freunden. Für gewöhnlich ganz bodenständige und rationale Menschen. Beides Naturwissenschaftler.

Auf der Karte das Bild von ihrem schrumpeligen Baby. Und darunter steht dann das:

"Frisch eingetroffen: Unser kleines Wunder. Wir stehen staunend davor, glücklich und vor Stolz platzend über dieses Geschenk des Himmels."

Schau mal einer an, denke ich. Wie wunder-voll.

Sie lassen sich nicht beirren:

Was sie erlebt haben, das haben sie schließlich erlebt.

 

Evangelische Morgenfeier vom 20.1.2019 mit Pfarrerin Dr. Stefanie Schardien, Thema: Wunder-Voll. (Joh 2.1-11)

Das PDF mit dem vollständigen Text kann beim BR heruntergeladen werden unter diesem Link

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