28.10.2018
Landessynode

Landessynode 2018 in Garmisch: Haushalt und PUK-Prozess

Wie geht es weiter mit der Kirchenreform "Profil und Konzentration"? Das wird bei der Landessynode in Garmisch-Partenkirchen diskutiert.
Garmisch-Partenkirchen Blick in die Stadt

Die Beratungen über den Haushalt stehen im Mittelpunkt der Herbstsynode, die von 25. November bis 29. November 2018 in Garmisch-Partenkirchen stattfindet. Bei der Herbstsynode wird traditionell der Haushalt für das kommende Jahre beschlossen. Auf der Tagesordnung steht auch der Fortgang der Kirchenreform "Profil und Konzentration". Zudem werden Anträge und Eingaben diskutiert, die von Gemeinden, Einrichtungen und Einzelpersonen aus ganz Bayern eingereicht werden.

Die Landessynode 2018 wird am Sonntag, 25. November 2018 um 18 Uhr mit einem feierlichen Gottesdienst in der Johanneskirche von Garmisch-Partenkirchen eröffnet. Am Montagvormittag werden die 108 Synodalen von Synodalpräsidentin Annekathrin Preidel begrüßt, dann folgen der Rechenschaftsbericht des Landessynodalausschusses sowie der Bericht von Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm. Am Montagnachmittag will der für Finanzen zuständige Oberkirchenrat Erich Theodor Barzen dann den Haushalt einbringen.

Landessynode beschließt den Haushalt für 2019

Erwartet wird zudem ein Bericht über den Fortgang des Reformprozesses der Landeskirche "Profil und Konzentration" (PuK). Mit dem PuK-Prozess will die Landeskirche darüber nachdenken, wie sie ihre Angebote in einer säkularen Welt besser an die Menschen bringen kann.

Mit dem Zukunftsprozess der evangelischen Kirche "Profil und Konzentration" (PuK) gehe die Reformation weiter, erklärte Synodalpräsidentin Annekathrin Preidel im Vorfeld der Synode. Auch der Schwung in der Ökumene aus dem Reformationsjubiläum sei nicht schwächer geworden, stellte die Synodalpräsidentin fest: "Wir haben in München das Headquarter der Ökumene mit Kardinal Marx und Landesbischof Bedford-Strohm, die auf sehr kurzem Weg miteinander ins Gespräch kommen

Annekathrin Preidel: Reformationstag soll gesetzlicher Feiertag werden

Die Präsidentin der evangelischen Landessynode, Annekathrin Preidel, wünscht sich einen zusätzlichen kirchlichen Feiertag in Bayern. Den Reformationstag als gesetzlichen Feiertag einzuführen, wie das zuletzt in Niedersachsen geschehen ist, bezeichnete Preidel als "wünschenswert". Sie stellte außerdem fest, dass die evangelische Kirche den Feiertag "Buß- und Bettag" "allzu schnell aufgegeben habe". Der protestantische Buß- und Bettag war im Jahr 1995 zur Finanzierung der Pflegeversicherung als arbeitsfreier Tag ersatzlos gestrichen worden.

Im Rückblick auf das 500-jährige Reformationsjubiläum vor einem Jahr sagte Preidel, das Jubiläum und die Lutherdekade hätten der Kirche eine enorme Aufbruchsstimmung beschert. Es habe sich ausgezahlt, dass viele Vorbereitungen für das Jubiläum in den Dekanaten und Gemeinden geschehen seien: "Die Kirchen vor Ort haben sich mit ihrer eigenen Geschichte auseinandergesetzt, das hat sehr viel Dynamik ausgelöst", so Preidel
 

Dossier

Landessynode: Die Herbsttagung in Garmisch-Partenkirchen

Landessynode Garmisch-Partenkirchen

Die bayerische evangelische Landessynode tagt vom 25. bis 29. November 2018 in Garmisch-Partenkirchen. Unser Dossier mit allen Artikeln, Hintergrundinformationen und Infografiken zur Landessynode, finden Sie hier: sonntagsblatt.de/landessynode!

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Für evangelische Christen war Würzburg nicht immer ein gutes Pflaster. Erst das sogenannte Toleranzedikt im Jahr 1803 schuf die Grundlage für eine Gleichberechtigung der Konfessionen in der früheren Residenzstadt der katholischen Fürstbischöfe. Sie konnten nun Bürgerrechte erwerben und waren den Katholiken gleichberechtigt. Die Protestanten blieben in Würzburg stets in der Minderheit - und trotzdem spielt das evangelische Würzburg für die Gründung der heutigen bayerischen Landeskirche eine wichtige Rolle. Entscheidende Impulse für die moderne Kirchenstruktur kamen von dort, die Stadt gilt daher als "Keimzelle" der Landeskirche.

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