1.12.2016
Kirche und Internet

Zehn Tipps für gute Online-Texte in Kirche und Gemeinden - jetzt nachlesen.
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Musterwebseite Vernetzte Kirche

Studien zeigen: Unsere Lesegeschwindigkeit im Netz ist bis zu 25% langsamer als auf Papier - bei gleichzeitig schlechterem Textverständnis. Verantwortlich dafür sind nicht nur die müden Augen wenn wir zu lange auf den Bildschirm starren, sondern oft auch Orientierungslosigkeit auf schlecht gestalteten Internetseiten. Wie Sie mit einfachen Mitteln dafür sorgen können, dass Ihre Artikel online dennoch gelesen werden, zeigen unsere zehn Ratschläge.

1. Bleiben Sie informiert!

Nur wer die Lese- und Nutzungsgewohnheiten der Web-Surfer kennt, kann auch auf sie reagieren. Hier ein paar nützliche Ansätze:

Wie wir das Internet nutzen: Die ARD- und ZDF-Onlinestudie wird jährlich durchgeführt. Alle Ergebnisse seit dem Jahr 1997 sind unter folgendem Link zu finden: www.ARD-ZDF-Onlinestudie.de

Wie wir auf Bildschirmen lesen: Interessante Erkenntnisse dazu, wohin wir als Erstes schauen, und wie lange unser Blick worauf ruht, bietet Jacob Nielsen. Er berät Firmen in puncto Benutzerfreundlichkeit im Internet. Auf seiner Seite kann man sich für den Newsletter anmelden, in dem er regelmäßig von neuen Untersuchungen berichtet.

Expertenblog über Onlinejournalismus: Auf www.onlinejournalismus.de berichten namhafte Experten über Trends und Entwicklungen im Online-Journalismus.

Umgang mit Social Media: Der Blog www.netzmarginalien.de der „Vernetzen Kirche“ hält praktische Tipps für die sozialen Medien oder die eigene Internetseite bereit.

 

2. Behalten Sie den Überblick!

Wer kennt es nicht? Man klickt sich von Link zu Link und findet kaum noch zur Hauptseite zurück. Internetnutzer sind aber ungeduldig. Wer zu lange suchen muss, geht als Leser schnell verloren. Ein ordentliches Menü kann das verhindern und dem User bei der Navigation helfen. Es sollte von jeder Unterseite der Homepage aus erreichbar sein. Auch das Impressum ist fester Bestandteil des Menüs.  Einen kostenlosen Impressum-Generator, der Sie beim Erstellen unterstützt, finden Sie auf www.e-recht24.de.

 

3. Wählen Sie eine lesbare Optik!

Am Anfang einer neuen Internetseite steht die Wahl des richtigen "Themes". Achten Sie darauf, dass sie ein Design aussuchen, das zwischen den Elementen und Textblöcken Ihrer Seite genug Weißraum lässt. Ein Beispiel dafür ist die Seite des Evangelisch-Lutherischen Kirchenkreises Bayreuth. Hier wird „Phillipus VK“ verwendet - eines von fünf Themes, die von der Vernetzen Kirche (der Agentur für Internet und Social-Media des Evangelischen Presseverbandes für Bayern e.V.) angeboten werden. Auf der Musterwebsite der Vernetzen Kirche können Sie die verschiedenen Themes ausprobieren. Oder stehen Sie eher auf „Kacheln“? Durch sie lassen sich Themenbereiche auch optisch voneinander abgrenzen.

 

4. Denken Sie an Barrierefreiheit!

Auch Blinde und Sehbehinderte können zu den Besuchern Ihrer Internetseite gehören. Als Lesehilfe verwenden sie sogenannte Screenreader. Damit sie nicht nur Texte, sondern auch Bilder verstehen können, hilft es wenn Sie in Ihren Bildunterschriften auf eine genaue Beschreibung achten. Weitere Informationen dazu bietet der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband e.V. auf seiner Internetseite. Mit dem BIVT-Test können Sie Ihre Internetseite auf Barrierefreiheit hin überprüfen.

 

5. Fassen Sie sich kurz!

2400 bis 3000 Zeichen ist ein Online-Leser im Durchschnitt zu lesen bereit. Soll es doch mal ein bisschen mehr sein, können Sie sich an erfolgreichen Internetseiten orientieren. Die Süddeutsche Zeitung oder ZEIT Online unterteilen längere Texte in Sinnabschnitte, fügen Zwischenüberschriften ein (siehe auch Tipp 8!) und stellen dem Leser zur Auswahl, ob er einen Text auf mehreren Seiten oder einer einzigen lesen möchte.

 

6. Verlinken Sie!

Hier gewinnt das rechte Maß: Verlinken Sie auf inhaltlich passende Unterseiten Ihrer Homepage oder andere Internetseiten, aber übertreiben Sie es nicht. Setzen Sie nur dann einen Link, wenn er dem Leser einen Mehrwert bietet. Stellen Sie außerdem klar, was den Leser dort erwartet. Eine gute Verlinkung ist eine, bei deren Anklicken sich ein neuer Tab im Browser öffnet. So vermeiden Sie, den Leser an eine externe Seite zu verlieren.

"Online-Journalismus bedeutet immer auch Service-Journalismus für den Leser", sagt die Expertin Anja Gild. Übrigens haben Verlinkungen den Nebeneffekt, dass Ihre Internetseite in der Ergebnisliste einer Suchmaschine wie Google weiter oben erscheint.

 

7. Schaffen Sie Leseanreize mit knackigen Teasern!

Teaser stehen üblicherweise auf der Startseite unter den Titeln der Artikel und sollen den Internetnutzer dazu bringen, einen Text anzuklicken und zu lesen. Und anteasern geht theoretisch so:

-        1. Satz: Information

-        2. Satz: Hintergrund oder Einordnung in einen Kontext

-        3. Satz: Frage im Kopf des Lesers aufwerfen (Cliffhanger!)

Teasern Sie kurz. Ein Richtwert sind etwa 250 Zeichen. Doppelpunkte und Gedankenstriche sind einfache Mittel, um Akzente zu setzen. Allerdings können sich zu viele Sonderzeichen negativ auf das Suchmaschinenergebnis auswirken.

Der ideale Teaser beantwortet drei oder vier W-Fragen (Wer, Was, Wann, Wo?), lässt aber die Frage nach dem Warum offen und animiert den Leser somit, den Haupttext aufzurufen. Achten Sie auch darauf, mindestens zwei oder drei Keywords in den Teaser einzubauen. Mehr dazu finden Sie dazu auch in den Tipps 9 und 10.

 

8. Machen Sie lange Texte kurzweilig!

Zwischenüberschriften gliedern nicht nur lange Texte - sie können auch Assoziationen beim Leser hervorrufen und ihn zum Weiterlesen animieren. Dabei sollten alle Zwischentitel im gleichen Stil und Rhythmus gehalten sein. Kurze Absätze erleichtern dem Leser die Orientierung im Text, weil sie als "Sprungmarken" dienen: Selten lesen wir einen Text im Internet von Anfang bis Ende. Vielmehr scrollen wir nach wenigen Absätzen weiter und entscheiden dann, ob wir weiterlesen möchten. Auch hier gilt wieder: Suchmaschinen orientieren sich an Zwischenüberschriften!

 

9. Definieren Sie Keywords!

Erstellen Sie eine Liste von fünf bis zehn Schlüsselbegriffen, die das Thema Ihres Textes charakterisieren. Je mehr dieser Begriffe in Ihrem Text vorkommen, desto einfacher werden sie von der Suchmaschine gefunden. Dadurch steigt auch die Wahrscheinlichkeit, dass nicht nur Personen, die Ihre Seite bereits kennen, dorthin gelangen, sondern auch solche, die zu einem bestimmten Thema suchen.

Google stellt mit "Google Analytics" ein Instrument zur Verfügung, mit dem Sie die Nutzung Ihrer Internetseite genauer analysieren können. Das ist in Hinblick auf den Datenschutz jedoch nicht unumstritten. Auf e-recht24.de können Sie sich darüber informieren, wie Sie den Dienst nutzen und trotzdem rechtskonform mit Userdaten umgehen.

 

10. Fügen Sie die Keywords an richtiger Stelle ein!

Die Überschrift, Zwischentitel und der Teaser sind die optimalen Orte für Ihre Schlüsselbegriffe. Nicht nur für uns Leser, sondern auch für Suchmaschinen. Sie machen „Sprungmarken“ aus und lassen den Leser entscheiden, wie interessant ein Text für ihn ist. 

 

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