CapCut war für viele die erste Wahl, wenn es um das schnelle Schneiden von Social-Media-Videos ging. Doch das Programm steht derzeit massiv in der Kritik: nicht wegen technischer Schwächen, sondern wegen rechtlicher und ethischer Risiken.
Die AGB-Änderungen werfen grundlegende Fragen zur Datensouveränität, digitalen Kontrolle und fairer Nutzung von Creator-Inhalten auf. Für NGOs, Schulen, Agenturen oder Personen mit sensiblen Inhalten besteht inzwischen klarer Handlungsbedarf. Deshalb haben wir uns nach Alternativen umgesehen – und vier Apps intensiv getestet: InShot, Edits (von Instagram), Canva und YouCut.
Dabei lag unser Fokus auf der Nutzung für Social-Media-Plattformen wie Instagram, TikTok, Facebook, YouTube sowie für interne Erklärvideos (z. B. für Glomex). Professionelle Filmprojekte mit Kameraequipment sind hier nicht berücksichtigt.
1. InShot: Viele Möglichkeiten, aber nicht alles kostenlos
Die App InShot war schon vor CapCut ein beliebter Allrounder für Social Media – und das zurecht.
Vorteile:
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Viele Effekte, Sticker, Filter und Übergänge
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Einfache Bedienung
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Gute Schneidefunktionen für Storys, Reels & Co.
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Export in verschiedenen Formaten und Auflösungen möglich
Einschränkungen:
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Einige Funktionen (z. B. bestimmte Effekte, Export ohne Wasserzeichen) nur in der Pro-Version verfügbar
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Keine integrierte KI-Stimme für Text-to-Speech
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Export ohne InShot-Wasserzeichen nur mit Abo
Fazit:
InShot ist eine gute Wahl für kreative Videos mit Effekten – vor allem, wenn man bereit ist, ein Abo abzuschließen. Die kostenlose Version reicht aber für viele einfache Videos aus.
2. Edits: Die Instagram-App für schnelle Reels
Edits ist direkt von Instagram entwickelt worden und funktioniert nahtlos mit der Plattform. Das bringt große Vorteile, wenn man regelmäßig dort postet.
Vorteile:
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Gute Kompatibilität mit Instagram, insbesondere bei Reels
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Sehr hohe Qualität beim Export, direkt abgestimmt auf die Plattform
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Intuitive Bedienung, auch für Einsteiger*innen
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Vermutlich besserer Algorithmus-Boost für mit Edits erstellte Inhalte
Einschränkungen:
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Weniger Funktionen und Effekte als InShot oder CapCut
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Keine Möglichkeit für KI-Stimmen oder erweiterte Audiofunktionen
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Keine Desktop-Version oder Webschnittstelle
Fazit:
Edits ist perfekt für schnelles, intuitives Schneiden von Instagram-Videos. Für aufwendigere Projekte ist die App aber (noch) zu limitiert.
3. Canva: Alles in einem, aber (noch) nicht für alles geeignet
Canva kennt man vor allem für Grafikdesign und Layouts – doch mittlerweile ist auch Videoschnitt möglich. Für NGOs ist die Pro-Version kostenlos, was ein riesiger Vorteil ist.
Vorteile:
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Zentrale Plattform für Design, Foto- und Videobearbeitung
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Funktioniert plattformübergreifend (Handy, Desktop)
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Automatische Untertitel (teilweise besser als bei CapCut!)
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Gute für einfache Erklärvideos oder Slideshows
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Kostenlos für NGOs (Pro-Version)
Einschränkungen:
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Nicht alle Funktionen intuitiv – z. B. Upload und Sortierung mehrerer Clips
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Längere Ladezeiten beim Hochladen von Videos
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Weniger flexible Videoeffekte und Übergänge als bei spezialisierten Apps
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Kein Text-to-Speech mit KI-Stimmen
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Nicht ideal für kreative Social-Media-Videos mit viel Dynamik
Fazit:
Für einfache Erklärvideos oder den Wunsch nach "alles in einem Tool" ist Canva super. Für aufwendige, visuell dynamische Reels oder TikToks ist es (noch) nicht ausreichend ausgereift.
4. YouCut: Gute Wahl für einfache Social-Media-Videos
Stärken:
- Kein Wasserzeichen bei Videos, auch in der kostenlosen Version
- Benutzerfreundliche Oberfläche: übersichtlich, leicht zu bedienen
- Vielzahl an Basisfunktionen: Videos trimmen, zusammenfügen, Geschwindigkeit anpassen, Filter nutzen, Text & Musik einfügen
- Günstiger Einmalkauf möglich
Einschränkungen:
- Für vieles, wie Übergänge oder automatisierte Untertitel wird die Pro-Version benötigt
- Einige Benutzer beklagen fehlende Features nach Updates (z. B. kein Chroma-Key mehr in bestimmten Versionen)
- hoher Speicherbedarf oder fehlerhaftes Cache-Management
- wenige Schriften verfügbar
Fazit:
Auch einge gute Alternative vor Allem, wenn man sich für die ProVersion entscheidet, die jährlich 22,99 € oder einmalig 59,99 € entscheidet. In der kostenlosen Version bietet sie für unsere Zwecke zu wenig
Unser Fazit
Wir werden CapCut künftig nicht mehr verwenden und stattdessen je nach Bedarf auf unterschiedliche Tools zurückgreifen:
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Canva, wenn es um einfache Videos oder Erklärformate geht – vor allem, weil NGOs die Pro-Version kostenlos erhalten.
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Edits, wenn Videos direkt für Instagram erstellt werden und es schnell, hochwertig und ohne Schnickschnack sein soll.
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InShot, wenn wir kreative, visuell anspruchsvolle Videos produzieren möchten – auch wenn dafür ein Abo nötig sein kann.
So bleibt die Arbeit sicher, effizient und dennoch abwechslungsreich – ganz ohne CapCut.